Corona-Verordnung wird geändert

Diese Ausnahmen bei Corona-Regeln gelten für Kinder in Baden-Württemberg

Zwei Junge füllen Zuhause Lernbücher aus.
+
Im Lockdown verbringen viele Kinder die meiste Zeit zu Hause. Auch sie müssen Kontakte beschränken.
  • Carolin Freytag
    vonCarolin Freytag
    schließen

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg müssen sich die Menschen stark einschränken und Kontakte reduzieren. Für Kinder soll es bei den Corona-Regeln nun jedoch Ausnahmen geben.

Stuttgart - Die Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigen weiter an. 2.753 Neuinfektionen mit dem Coronavirus wurden am Freitag vom Robert-Koch-Institut für das Bundesland gemeldet. Um diese Neuinfektionen einzudämmen, hat sich die Politik bereits im November für einen erneuten Lockdown entschieden, der noch immer andauert - derzeit bis mindestens 31. Januar.

Mitunter drastische Verbote und Maßnahmen zum Infektionsschutz wurden erlassen. Geschäfte, die keine lebensnotwendigen Waren verkaufen, mussten schließen. Ebenso traf es Restaurants und Cafes. Kurz vor Weihnachten wurden dann auch die Schulen wieder geschlossen. Die Menschen sollen ihre Kontakte deutlich einschränken.

Corona-Regeln für Kinder im Lockdown: Baden-Württemberg macht Ausnahmen

Mit dem nun verlängerten Lockdown bis zum 31. Januar ist es nur noch erlaubt, dass sich ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen kann. Für viele bedeutet das eine erhebliche Einschränkung. Vor allem für Familien, die mit Kindern nun die meiste Zeit zu Hause verbringen müssen.

Auf Druck der CDU habe die Regierung nun entschieden, bei den neuen Kontaktbeschränkungen Lockerungen für Kinder zuzulassen, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. „Um familiäre Härten abzumildern, und insbesondere den Bedürfnissen von Familien mit kleinen Kindern oder Alleinerziehenden gerecht zu werden, werden dabei Kinder bis 14 Jahren in Baden-Württemberg nicht mitgezählt“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Corona-Regeln für Kinder: „Das ist schon sehr gewagt“, so Kretschmann

Zunächst war das noch anders vorgesehen. Nun will Regierung die Corona-Verordnung des Landes im Nachhinein entsprechend anpassen. Doch so ganz wohl scheint sich Ministerpräsident Winfried Kretschmann mit dieser Lösung nicht unbedingt zu fühlen, denn eigentlich war es in den Vereinbarungen zwischen Bund und Ländern am Dienstag anders gedacht.

„Das ist schon sehr gewagt“, so Kretschmann, denn so ganz im Sinne der geplanten Kontaktbeschränkungen sei diese Ausnahme für Kinder in Baden-Württemberg nicht. Andere Regelungen wären aber zu umständlich gewesen, merkt der Ministerpräsident weiter an.

Familien dürfen im Corona-Lockdown „Betreuungsgemeinschaften“ bilden

Und noch eine Erleichterung für Familien verkündete die Landesregierung dann am Freitag. Zwei Familien dürfen demnach nach den neuen Corona-Regeln eine „Betreuungsgemeinschaft“ bilden und sich somit bei der Betreuung der Kinder unterstützen. Allerdings müsse es sich für die Zeit des Lockdowns dabei um die immer gleichen zwei Familien handeln.

Eine endgültige Verkündung der Ausnahmeregelungen für Kinder bis 14 Jahren sollen am Wochenende verkündet werden. Bisher sei man in den Ministerien noch in Abstimmung.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare