Nachweis der Corona-Mutation

Coronavirus in Baden-Württemberg: So zuverlässig sind Tests bei der Omikron-Variante

Eine Mitarbeiterin führt an einer Teststation, die sich in einem Café befindet und in der sich Passanten durch ein Fenster testen lassen können, einen Corona-Schnelltest an einer Frau durch.
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Ob Schnelltests auch die Omikron-Variante des Coronavirus nachweisen können, ist noch unklar.
  • Julian Baumann
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Nicht zuletzt aufgrund der Omikron-Variante ist die Corona-Lage in Baden-Württemberg wieder sehr angespannt. Wie wirksam können Tests die Mutation nachweisen?

Stuttgart - Seit einigen Monaten infizieren sich wieder deutlich mehr Menschen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg. Grund dafür sind zum einen die kälteren Temperaturen, bei denen sich Viren besser verbreiten können. Zum anderen bereitet die Omikron-Variante Sorgen. Die hochansteckende Mutation wurde zunächst in Südafrika nachgewiesen, inzwischen hat sie aber Baden-Württemberg erreicht. Wegen der angespannten Lage wurden in der Landeshauptstadt Stuttgart und im ganzen Bundesland Impfstationen reaktiviert und viele Teststationen aus dem Boden gestampft.

In einigen Bereichen des täglichen Lebens gilt im Kampf gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg inzwischen die sogenannte 2G+-Regelung. Das bedeutet, dass sich sogar Geimpfte und Genesene testen lassen müssen, wenn ihre bislang letzte Impfung oder die Genesung länger als drei Monate zurückliegt. Die PCR- und Antigentests können eine Infektion mit Covid-19 nachweisen und funktionieren auch bei der Delta-Mutation. Bei der Omikron-Variante herrscht dagegen noch immer Unklarheit darüber, wie wirksam die Tests eine mögliche Infektion nachweisen können, berichtet der Südwestrundfunk (SWR).

Coronavirus in Baden-Württemberg: PCR-Tests funktionieren laut Experten gut bei Omikron-Variante

Gerade an den zurückliegenden Weihnachtsfeiertagen war es wichtig und beim anstehenden Jahreswechsel wird es das wieder sein, sich auf das Coronavirus in Baden-Württemberg testen zu lassen, bevor man Freunde, Bekannte und Familie trifft, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne) laut dem SWR. Bei den Testnachweisen gibt es mehrere Möglichkeiten. Die in vielen Läden erhältlichen Selbsttests können zwar eine gewisse Tendenz anzeigen, gelten aber vor offizieller Stelle nicht als Testnachweis. Die Antigen-Tests, die an den öffentlichen Teststellen kostenlos sind, haben dagegen den Vorteil, dass die Ergebnisse innerhalb weniger Minuten vorliegen. Am zuverlässigsten, aber auch am teuersten, sind dagegen die PCR-Tests.

Ein Testnachweis auf das Coronavirus in Baden-Württemberg dauert mit einem PCR-Test eine gewisse Zeit, da die Probe an ein Labor geschickt werden muss. Dafür seien die Tests aber auch als Nachweis auf die Omikron-Variante sehr zuverlässig, sagte der Virologe Martin Stürmer im ARD-Morgenmagazin. „Die PCR-Tests funktionieren sehr gut bei der Omikron-Variante“, so Stürmer. „Es gibt da keine mir bekannten Ausfälle in irgendeiner Art und Weise“. Bei den kostenlosen und deutlich schneller zu machenden Antigen-Tests gibt es dagegen noch Unklarheiten.

Nachweis der Omikron-Variante: Wirksamkeit der Schnelltest muss noch geprüft werden

Um sicherzugehen, sollte man vor einem Restaurantbesuch oder einem Treffen mit anderen Menschen frühzeitig einen PCR-Test machen. Die Testung per Antigen-Schnelltest ist zwar deutlich unkomplizierter, die Wirksamkeit bei der Omikron-Variante müsse laut Martin Stürmer jedoch noch getestet werden. In einem wissenschaftlichen Strategiepapier für den Corona-Winter 21/22 der Landesregierung hieß es, dass die Schnelltests im Schnitt etwa die Hälfte der Infektionen nachweisen könnten, die auch ein PCR-Test erkennt.

Demnach birgt ein Antigen-Test als Nachweis für die Omikron-Variante ein deutlich höheres Risiko. Laut Virologe Martin Stürmer dürfte ein Schnelltest die Omikron-Variante aber auch erkennen. „Was ich bisher weiß ist, dass hier die meisten Tests auch keine Probleme haben dürften“, sagte er im ARD-Morgenmagazin. Der Experte empfiehlt in diesem Fall jedoch, den Test erst unmittelbar vor einem Treffen oder Besuch zu machen. „24 Stunden wird man sich nicht Zeit lassen können für die Gültigkeit“, so Stürmer. „Ich denke, das wäre nicht produktiv. Ich denke am gleichen Tag ein Antigen-Schnelltest zu machen ist sicher die bessere Alternative.“

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