Infektion über Aerosole

Corona-Maßnahmen falsch? Wissenschaftler in Baden-Württemberg prüfen Beschränkungen

  • Valentin Betz
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Die Maßnahmen gegen das Coronavirus sind umstritten. Besonders an der Maskenpflicht stören sich viele. Experten sollen sich deshalb mit einem wirksamen Schutz befassen.

Stuttgart - Die Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg steigen momentan besorgniserregend an. Der Kreis Esslingen überschritt als erster in Baden-Württemberg die Sieben-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner. In Esslingen gilt deshalb die Maskenpflicht auch in der Innenstadt.

Auch andere Städte in Baden-Württemberg geraten immer näher an kritische Zahlen bei den Neuinfektionen. Auch Stuttgart überschritt einen Alarmwert und beschloss neue Beschränkungen. Immer wieder werden in der Bevölkerung allerdings Zweifel an den Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg laut.

Viele halten die Vorgaben von Regierungsseite für überzogen oder zweifeln die Wirksamkeit an. Besonders die Maskenpflicht in Läden und öffentlichen Verkehrsmitteln stört viele Bewohner in Baden-Württemberg. Allerdings ist die Corona-Pandemie weltweit eine völlig neue Situation. Entsprechend ist die Suche nach geeigneten Maßnahmen ein Prozess. Deshalb soll jetzt ein Expertenkreis die Schutzmaßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg neu bewerten.

Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg: Interdisziplinäres Team konzentriert sich auf Aerosole

Das Wissenschaftsministerium in Stuttgart beauftragt für die Evaluierung ein interdisziplinäres Expertenteam. Die Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg sollen ganz bewusst von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Chemie, Biologie, Umweltschutztechnik, Ingenieurwesen und anderen Bereichen bewertet werden.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Ein Expertenkreis soll prüfen, welche Maßnahmen am besten gegen die Aerosole helfen.

Das Hauptaugenmerk des Expertenkreises liegt dabei auf neuen Erkenntnissen zu Aerosolen und den damit verbundenen Infektionsrisiken. Die Wissenschaftler sollen Informationen zusammentragen und Risiken abschätzen, um daraus eine mögliche Anpassung der Maßnahmen gegen das Coronavirus in Baden-Württemberg abzuleiten.

Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg über Aersole: Erkenntnisse zentral für weitere Maßnahmen

Dabei ist die Ausbreitung von Aerosolen schon länger ein Thema auf der wissenschaftlichen Agenda. Einzig der Zusammenhang mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist wenig untersucht. „Die Verknüpfung mit der Sars-CoV-2 Ausbreitung aber ist Neuland“, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Wie das Wissenschaftsministerium berichtet, erschweren offene Fragen zur Virusübertragung durch Aerosole mit Einsetzen des Herbstes die Kontrolle über die Pandemie-Entwicklung stark. Wissenschaftsministerin Theresia Bauer treibt den Expertenkreis daher zu Eilen an: „Zur Virusübertragung durch Aerosole müssen wir möglichst rasch mehr wissen.“

Rubriklistenbild: © picture alliance/Gregor Bauernfeind/dpa

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