Corona in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg erlässt harte Regeln für Gastronomie - neue Verbote ab Samstag

Stühle im Außenbereich eines Restaurants stehen eine halbe Stunde nach der coronabedingten Sperrstunde am Hans-im-Glück-Brunnen zusammen.
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Aufgrund der Corona-Lage gelten ab Samstag harte Regeln in Baden-Württemberg. Auch Geimpfte müssen sich vor einem Restaurantbesuch testen lassen.
  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Die Lage aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg spitzt sich weiter zu. Deshalb gelten ab Samstag im Südwesten deutlich härtere Maßnahmen - auch für Geimpfte.

Stuttgart - Die Lage aufgrund des Coronavirus ist in ganz Deutschland aktuell so schlimm wie niemals zuvor in der fast zwei Jahre andauernden Pandemie. Immer mehr junge Menschen infizieren sich mit dem Virus und müssen auf den Intensivstationen behandelt werden. Zudem wurde vor kurzem mit der Omikron-Variante eine neue Mutation des gefährlichen Virus entdeckt, die bereits in Baden-Württemberg angekommen ist.

Aufgrund der dramatischen Lage durch das Coronavirus in Baden-Württemberg müssen Ungeimpfte bereits mit deutlichen Einschränkungen leben. Ab Samstag (4. Dezember) werden die Maßnahmen im Südwesten nochmals deutlich verschärft. Baden-Württemberg verbietet Großveranstaltungen und führt in Restaurants die sogenannte „2G Plus“- Regelung ein, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Jetzt müssen sich auch Geimpfte im Vorfeld testen lassen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Verschärfte Maßnahmen ab Samstag

In den vergangenen Wochen wurden bereits mehrere größere Veranstaltungen in Baden-Württemberg aufgrund der Corona-Lage abgesagt - beispielsweise die Weihnachtsmärkte in Stuttgart, Ludwigsburg und Esslingen. Ab dem morgigen Samstag sollen jedoch alle Großveranstaltungen grundsätzlich verboten sein. Der Erstligist VfB Stuttgart rechnete bereits mit Geisterspielen bis Weihnachten. Das wird mittels der neuen Corona-Verordnung nun auch so eintreten. Den Angaben der dpa zufolge legte die Landesregierung für Großveranstaltungen wie Fußballspiele oder Kulturveranstaltungen eine „harte Obergrenze“ von maximal 750 Teilnehmern fest. Grundsätzlich sollen Veranstaltungen jeglicher Art nur noch mit maximal 50 Prozent der vollen Kapazität erlaubt sein.

In Baden-Württemberg gilt seit einigen Wochen in vielen Bereichen des täglichen Lebens die sogenannte 3G-Regel. Das bedeutet, dass zu vielen Einrichtungen nur Geimpfte, Genesene und solche mit einem negativen Coronatest Zugang haben. Ab dem morgigen Samstag müssen sich laut den neuen Maßnahmen jedoch auch Genesene und Geimpfte vor einem Restaurantbesuch testen lassen. Die 2G Plus-Regel in der Gastronomie im Südwesten bedeutet zudem, dass Ungeimpfte auch mit einem negativen Testergebnis keinen Zutritt mehr erhalten. Die neue Verordnung in Baden-Württemberg trifft also besonders die Gastronomie- und Veranstaltungsbranche, wie auch echo24* berichtet.

Baden-Württemberg geht deutlich über Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz hinaus

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hatte bereits vor der Ministerpräsidentenkonferenz am gestrigen Donnerstag ein generelles Verbot für Weihnachtsmärkte angekündigt. Mit der 2G Plus-Regelung in Restaurants und dem grundsätzlichen Verbot von Großveranstaltungen geht der Südwesten ab morgen deutlich über die Beschlüsse der Bund-Länder-Konferenz hinaus. Diese hatte sich auf erhebliche Einschränkungen für Ungeimpfte geeinigt. *echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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