Gefährlicher als britische Variante?

Hochansteckende Corona-Mutation aus Südafrika erreicht Baden-Württemberg

  • Sina Alonso Garcia
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Eine erschreckende Entwicklung zeigt sich beim Coronavirus in Baden-Württemberg: Erstmals ist die neue Mutation aus Südafrika im Land nachgewiesen worden.

Stuttgart - Laut des Sozialministeriums in der Landeshauptstadt Stuttgart ist erstmals bei einer Person im Zollernalbkreis die Corona-Mutation aus Südafrika nachgewiesen worden. Das Coronavirus in Baden-Württemberg erreicht dadurch nochmal eine neue Dimension. Gefährlicher ist die mutierte Virus-Variante B.1.351 Experten zufolge womöglich deshalb, weil nicht sicher ist, wie die bisherigen Impfstoffe wirken, um sie zu bekämpfen. Zudem ist sie potenziell ansteckender als der bisher in Deutschland verbreitete Erreger.

Zunächst galt der Start der Coronaimpfung in Baden-Württemberg als Meilenstein im Kampf gegen Covid-19. Dass die neue Mutation Baden-Württemberg erreicht, sorgt jedoch für Aufregung. Im Gegensatz zur Mutation aus Großbritannien warnen Wissenschaftler bei der Südafrika-Variante davor, dass hier der Impfstoff womöglich hier keinen Erfolg hat. Vor allem junge Menschen sollen von der neuen Variante betroffen sein.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Familie fängt sich bei Südafrika-Reise Mutation ein

Laut Sozialministerium war die erkrankte Person aus dem Zollernalbkreis mit ihrer Familie am 13. Dezember von einem längeren Aufenthalt in Südafrika zurückgekehrt. Nach der Ankunft in Baden-Württemberg sei die Familie pflichtgemäß in Quarantäne gegangen. Ein erster Test nach fünf Tagen sei bei allen Familienmitgliedern zunächst negativ ausgefallen. „In der darauffolgenden Woche entwickelten die ersten Familienmitglieder milde Krankheitssymptome“, erklärte ein Ministeriumssprecher. „Zwischenzeitlich gibt es sechs Virus-Nachweise bei sechs Personen aus drei Haushalten.“

Die Probe des ersten positiv getesteten Familienmitglieds wurde an die Berliner Charité gesandt und untersucht. Dort wurde am Dienstag der Nachweis der südafrikanischen Virus-Variante B.1.351 bestätigt. Nun würden auch die Abstriche der anderen Familienmitglieder untersucht, so das Sozialministerium. Zwar scheint die Mutation aus Südafrika nicht für schwerere Verläufe des Coronavirus zu sorgen, jedoch gilt sie, ebenso wie die Mutation aus Großbritannien, als potenziell ansteckender als der herkömmliche Erreger.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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