Nach Urlaubsreise

Reisende schleppen mutiertes Coronavirus aus Südafrika nach Stuttgart ein

Ein  Mitarbeiter eines Corona-Test-Zentrums führt bei einer Frau einen Test durch.
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Neue Virusvarianten geben Experten und Politikern Grund zur Sorge.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Die Lage beim Coronavirus in Baden-Württemberg wird durch eine neue Mutation womöglich noch bedrohlicher. Ein Ehepaar aus Stuttgart infizierte sich mit der Südafrika-Variante.

Stuttgart - Neue Entwicklungen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg geben Anlass zur Sorge: Eine gefährliche Corona-Mutation aus Südafrika breitet sich nun auch in Deutschland aus. Die mutierte Virus-Variante B. 1.351 wurde schon in zahlreichen Ländern nachgewiesen. Experten halten sie für deutlich ansteckender als die bisherige Variante. Jetzt ist sie erstmals bei einem Ehepaar in der Landeshauptstadt Stuttgart nachgewiesen worden.

Bereits Anfang Januar hatte die hochansteckende Corona-Mutation Baden-Württemberg erreicht: Eine Familie aus dem Zollernalbkreis war nach einem Südafrika-Urlaub erkrankt. So ging es auch dem Ehepaar aus Stuttgart, das die Mutation jetzt ebenfalls nach einem Aufenthalt einschleppte. Wie die Deutsche Presseagentur (dpa) berichtet, waren jedoch die Corona-Tests der Eheleute bei ihrer Abreise aus Südafrika sowie bei der Ankunft in Deutschland zunächst negativ. Erst im Laufe der anschließenden Quarantäne hätten sie milde Coronavirus-Symptome entwickelt. Erneute Tests seien dann positiv ausgefallen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: „Varianten übertragen sich schneller“

Nach der Laboruntersuchung war klar: Die beiden Stuttgarter haben sich mit der südafrikanischen Mutation angesteckt. „Die Virusmutationen beobachten wir mit Sorge“, sagt Stefan Ehehalt, Leiter des Landesgesundheitsamts, in einer Pressemitteilung. „Bislang lässt sich nur schwer abschätzen, welche Krankheitsverläufe die neuen Varianten nehmen. Statistiken in den Ursprungsländern zeigen jedoch, dass sie sich schneller übertragen.“

Neben der südafrikanischen Mutation B. 1.351 steht derzeit auch die zuerst in Großbritannien entdeckte Corona-Variante B. 1. 1. 7 im Blickpunkt. Das baden-württembergische Landesgesundheitsamt teilte mit, dass sowohl die südafrikanische als auch die britische Mutation in mehreren Kreisen im Südwesten nachgewiesen wurden. Bislang bestehe in allen Fällen ein direkter Zusammenhang mit Reisenden aus dem Vereinigten Königreich oder Südafrika.

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