Kein Ende in Sicht

Baden-Württemberger müssen sich auf Lockdown über den 10. Januar hinaus einstellen

Am letzten Samstag vor Weihnachten ist im Königsbau in der Stuttgarter Innenstadt nur wenig los, da die meisten Einkaufsläden wegen des aktuell harten Lockdowns geschlossen sind.
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Im Königsbau in der Stuttgarter Innenstadt ist nur wenig los, da die meisten Einkaufsläden wegen des aktuell harten Lockdowns geschlossen sind.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Zunächst gelten wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg die Beschränkungen im Zuge des Lockdowns bis 10. Januar. Doch die Landesregierung will die Maßnahmen verlängern.

Stuttgart - Die Maßnahmen und Verbote wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg erfordern von den Bürgern viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Aktuell gilt ein harter Lockdown, zunächst befristet bis zum 10. Januar 2021. Dass die Beschränkungen am Stichtag aufgehoben werden, ist jedoch höchst unwahrscheinlich. Bundesweit mehren sich die Stimmen für eine Verlängerung des Lockdowns.

Bei vielen weckt der Start der Coronaimpfung in Stuttgart und Baden-Württemberg Hoffnung auf eine baldige Lockerung der Regeln. Ein Freiburger Virologe warnte bereits vor zu viel Euphorie: „Wir können Corona nicht schnell wegimpfen.“ Auch die baden-württembergische Landesregierung hält ein schnelles Ende des Lockdowns nach dem 10. Januar für undenkbar. Das berichtet die Deutsche Presseagentur (dpa).

Coronavirus in Baden-Württemberg: Harter Lockdown in Baden-Württemberg auch im Januar?

„Wenn die Zahlen nicht deutlich runtergehen und keine substanzielle Besserung erkennbar wird, wird es auch nach dem 10. Januar weiter umfassende Beschränkungen geben müssen“, heißt es aus dem Staatsministerium Baden-Württemberg.

Am 5. Januar wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten beraten, wie es anschließend weiter geht. Dabei werden die Zahlen der Neuinfektionen und Sterbefälle sowie die Belegung von Intensivbetten in den Krankenhäusern wesentliche Entscheidungskriterien sein.

Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg: Kultusministerium will Schulen öffnen

Der verschärfte Lockdown mit strengen Kontaktbeschränkungen, Schließungen der meisten Geschäfte, Schulen und Kitas sowie Restaurants, Kinos und anderen Freizeiteinrichtungen gilt zunächst bis zum 10. Januar. „Wir brauchen nach den Feiertagen zunächst mal einen belastbaren Trend mit Blick auf die Zahlen, um die aktuelle Lage verlässlich bewerten zu können“, verlautet das Staatsministerium in der Landeshauptstadt Stuttgart.

Während das Land über das weitere Vorgehen in Sachen Lockdown diskutiert, machte Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) einen überraschenden Vorschlag: Die Kultusministerin will die Schulen trotz hohen Infektionszahlen wieder öffnen - und das schon nach dem 10. Januar.

Laut der CDU-Politikerin sei digitaler Unterricht mit kleineren Kindern im Grunde nicht möglich. „Präsenzunterricht ist durch nichts zu ersetzen.“ Auch von einer Verlängerung der Weihnachtsferien hält sie nichts. Für ihre Idee erhielt sie viel Gegenwind. „Da fliegt jedem das Dach weg, der nur im Entferntesten mit Medizin zu tun hat“, sagte etwa SPD-Chef Andres Stoch.

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