Beschränkungen dauern an

„Das wäre fatal“: Innenminister Strobl dämpft Hoffnungen auf schnelles Lockdown-Ende in BW

Ein Mann geht an einem geschlossenen Restaurant vorbei.
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Der Lockdown in Baden-Württemberg könnt noch länger gehen als bis zum 14. Februar, glaubt Innenminister Thomas Strobl.
  • vonEva Kaczmarczyk
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Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl dämpft die Hoffnung der Menschen auf ein schnelles Ende des Corona-Lockdowns. Strenge Regeln seien weiter nötig.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg schränkt weiterhin das Leben Millionen Deutscher ein und angesichts vielerorts sinkender Fallzahlen werden die Rufe nach Lockerungen lauter. Auch in Baden-Württemberg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den vergangenen Tagen rückläufig gewesen. Im Vergleich zum Dienstag der Vorwoche sind die Zahlen an diesem Dienstag, 2. Februar, jedoch wieder etwas höher. 585 Neuinfektionen mit dem Coronavirus meldete das RKI für Baden-Württemberg. Die 7-Tage-Inzidenz im Bundesland liegt derzeit bei rund 74.

Trotz des rückläufigen Trends bei den Infektionszahlen über mehrere Tage verweist Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl darauf, dass Hoffnungen auf schnelle Lockerungen zu machen, wie es beispielsweise im November vergangenen Jahres im ‚Lockdown light‘ geschehen sei, nicht zu den gewünschten Ergebnissen führen kann. Das berichtet unter anderem die Südwestpresse. Gerade wegen der neusten Virus-Mutationen bestehe ein breiteres Risiko. Schutzmaßnahmen seien nur wirksam, wenn sie eingehalten werden, so der CDU-Politiker.

„Freilich wäre es fatal, jetzt den Fehler des ‚Lockdowns light‘ im November zu wiederholen. Damals wurden Hoffnungen auf ein baldiges Ende der Maßnahmen gemacht, die enttäuscht werden mussten“, teilte Thomas Strobl den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit. Einschränkungen solle es aber trotzdem nur solange geben, wie sie auch gebraucht werden. Der Lockdown dauert nun bereits mehrere Wochen an. Kürzlich wurde er über den Januar hinaus verlängert bis zum 14. Februar - mit neuen, strengeren Corona-Regeln.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Verschärfte Einreiseverbote gefordert

Des Weiteren sprach sich Thomas Strobl, der auch der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK) ist, für drastische Reisebeschränkungen aus. „Ich bin hier für strikte Einreiseverbote - mit allem, was das deutsche Verfassungsrecht und das europäische Recht hergeben“, warnte Strobl. „Wir müssen den Flugverkehr - zumindest aus Ländern, in denen sich Corona-Mutationen ausbreiten - auf nahe Null bringen. Frachtflugzeuge mögen eine Ausnahme sein.“ Auch Grenzschließungen wie im Frühjahr halte er nicht für ein Tabu. Touristische Reisen seien „nicht nachvollziehbar“.

Gerade, da die Impfungen in Baden-Württemberg erst ab dem 27. Dezember letzten Jahres angelaufen sind, und es bisher keine Entwarnung zur Wiederansteckung nach der Impfung gibt, rücke der normale Alltag nochmals mehr in weite Ferne. Kontaktbeschränkungen und Maskenpflicht würden wohl auch in Zukunft erhalten bleiben.

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