Präsenzunterricht ab 10. Januar?

Nach Ankündigung, Schulen zu öffnen: SPD verhöhnt Kultusministerin Eisenmann mit provokanter Karikatur

Susanne Eisenmann (CDU), Ministerin für Kultus, Jugend und Sport von Baden-Württemberg, sitzt während einer Plenarsitzung im Landtag von Baden-Württemberg auf ihrem Platz.
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Kultusministerin Susanne Eisenmann will ab dem 10. Januar wieder Präsenzunterricht - und erntet Empörung.
  • Julian Baumann
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Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann will am 10. Januar den Präsenzunterricht wieder aufnehmen. In den sozialen Medien hagelte es Kritik. Die SPD reagierte mit einer provokanten Karikatur.

Stuttgart - Trotz der hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg will das Kultusministerium den Präsenzunterricht an Schulen im Land zum 10. Januar wieder aufnehmen. Nachdem sich bereits SPD-Chef Andreas Stoch zu den Plänen geäußert hatte, entbrannte eine heftige Diskussion in den sozialen Medien. Auch die SPD im Landtag von Baden-Württemberg reagierte auf die Forderung von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Mit einer Karikatur, die für noch mehr hitzige Diskussionen sorgen dürfte.

Die 7-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg liegt aktuell bei 152,6. Der Wert beschreibt die Anzahl der Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen pro 100.000 Einwohnern. Der derzeitige Lockdown war ursprünglich bis mindestens 10. Januar 2021 angesetzt. Voraussetzung für das Ende der einschneidenden Maßnahmen ist jedoch eine Beruhigung des Infektionsgeschehens im Land. Davon kann aktuell jedoch keine Rede sein. Ministerin Eisenmann forderte am Montag jedoch trotzdem eine Schulöffnung zum 10. Januar - „unabhängig von den Inzidenzzahlen“, wie auch Heidelberg24* berichtet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: SPD reagiert mit provokanter Karikatur auf Eisenmann-Aussage

Das Coronavirus in Baden-Württemberg stellt eine unsichtbare Gefahr dar und ist nicht zuletzt deshalb so gefährlich. Mit einer Karikatur auf Twitter wählte die SPD einen sehr bildhaften Vergleich. Zu sehen ist ein brennendes Klassenzimmer und überspitzt gezeichnete Kinder, die von den Flammen scheinbar unbeeindruckt zu sein scheinen. Übertitelt ist das Ganze mit: „Aber Frau Eisenmann, die Schule brenn...“ und der vorweggenommenen Antwort der Ministerin: „Präsenzunterricht ist durch nichts zu ersetzen“. Letzteren Satz sagte Kultusministerin Susanne Eisenmann im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). *Heidelberg24 ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

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