194 Schulen, 304 Klassen

Drei Wochen nach Sommerferien: Hunderte Schüler müssen wegen Corona zu Hause bleiben - Zahl steigt

Schüler und Schülerinnen einer 12. Klasse des Lise-Meitner-Gymnasiums nehmen am Unterricht teil und tragen Masken.
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Coronavirus in Baden-Württemberg: Hunderte Schüler müssen zu Hause bleiben - Zahl steigt (Symbolbild).
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
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Nur drei Wochen nach dem Start des neuen Schuljahres sind aufgrund des Coronavirus in Baden-Württemberg viele Schüler und ganze Klassen in Quarantäne - die Zahl steigt noch immer an.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg prägt den Alltag bereits seit über einem halben Jahr. Nachdem die Zahlen vor ein paar Monaten zunächst wieder gesunken waren, entschloss sich die Landesregierung die Maßnahmen zum Infektionsschutz Schritt für Schritt zu lockern. Seit dem 1. Juli ist sogar fast alles wieder erlaubt. Vor allem durch Reiserückkehrer aus Risikogebieten steigt die Infektionszahl im Bundesland wieder an.

Vor drei Wochen startete das neue Schuljahr in Baden-Württemberg. Möglich war das nur unter Einhaltung der Maßnahmen wie der Maskenpflicht, dem Sicherheitsabstand und den gängigen Hygieneregeln. Seit dem Ende der Sommerferien melden immer mehr Schulen und Landratsämter neue Corona-Fälle in den Einrichtungen. Die Zahl steigt weiter an.

Nach Corona-Ausbrüchen an Schulen und Kita in Karlsruhe und Pforzheim mussten sich etwa 100 Menschen in Quarantäne begeben. Eine Schule in Friedrichshafen (Bodenseekreis) musste sogar nur wenige Tage nach Schulbeginn wieder komplett schließen. Auch in anderen Teilen des Bundeslandes wurden immer mehr neue Fälle gemeldet. Nach einer Party verbreiteten Schüler das Coronavirus in einer Schule in Dettingen (Kreis Reutlingen), als Folge mussten sich 550 Personen in Quarantäne begeben.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Über 300 Schulklassen im Bundesland müssen zu Hause bleiben

Inzwischen läuft das Schuljahr seit drei Wochen und es werden immer mehr Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg an den Schulen gemeldet. Der Betrieb läuft unter strengen Bedingungen ab, die Schüler müssen auch im Schulgebäude eine Maske tragen und dürfen sie nur während des Unterrichts absetzen. Trotz dieser Maßnahmen breitet sich das Virus weiter aus. Inzwischen sind 304 Schulklassen im Südwesten betroffen, wie das Kultusministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mitteilte.

Aufgrund der Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg werden die betroffenen Schulklassen nur noch per Fernunterricht unterrichtet, wie die dpa mitteilte. Nach der vorübergehenden Schließung der Schule in Friedrichshafen mussten zwei weitere Schulen in Baden-Württemberg wieder schließen. Betroffen sind laut der dpa eine Schule in Ulm und eine in Mannheim. Die Infektionszahlen steigen beständig an, vor einer Woche waren nach Angaben des Kultusministeriums noch 172 Klassen betroffen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: 194 Schulen im Land betroffen - nicht mal jede zwanzigste

Nach Angaben des Kultusministeriums sind aktuell 194 Schulen im Land von Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg betroffen. Bei insgesamt 4.500 Schulen bedeute das jedoch, dass derzeit nicht einmal jede zwanzigste Bildungseinrichtung in Baden-Württemberg betroffen sei, wie die dpa berichtete.

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