Covid-19

Krankenhäuser in Baden-Württemberg haben sich gut auf zweite Coronavirus-Welle vorbereitet

  • Marleen van de Camp
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich wieder stärker aus. Die 200 Krankenhäuser der Region haben sich intensiv auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet.

  • Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich seit Wochen wieder stärker aus.
  • Hauptgrund ist die große Zahl der mit der Lungenkrankheit Covid-19 Infizierten, die aus dem Urlaub zurückkehren.
  • Die Krankenhäuser der Region haben sich intensiv auf eine eventuelle zweite Corona-Welle vorbereitet.

Stuttgart – Das Coronavirus in Baden-Württemberg breitet sich seit Wochen wieder stärker aus. Vor allem durch Urlaubs-Rückkehrer hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit der Lungenkrankheit Covid-19 verdoppelt. Schon wird befürchtet, dass ein zweiter Lockdown bevorsteht. Verhalten gute Nachrichten kommen aus der Landeshauptstadt Stuttgart: Die rund 200 Krankenhäuser von Baden-Württemberg fühlen sich für eine eventuelle zweite Infektionswelle gut vorbereitet, wie der Präsident der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft (BWKG) gegenüber der Heilbronner Stimme sagte.

Intensivbetten für mit der Lungenkrankheit Covid-19 infizierte Patienten.

Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg werden derzeit 194 Menschen stationär behandelt - Anstieg befürchtet

194 Menschen werden derzeit wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg in Krankenhäusern behandelt. Da das Infektionsgeschehen in den vergangenen Monaten rückläufig war, traten in Baden-Württemberg und vielen anderen Bundesländern umfangreiche Corona-Lockerungen in Kraft - seit dem 1. Juli ist fast alles wieder erlaubt. Doch viele Menschen in Baden-Württemberg waren zu sorglos und steckten sich mit der Lungenkrankheit Covid-19 an. Abiturienten aus dem Kreis Göppingen schleppten das Coronavirus aus Kroatien ein. Andere Reiserückkehrer gingen zu einer Party in Stuttgart und verbreiteten das Coronavirus dort.  

Krankenhäuser haben für Coronavirus-Infizierte mehr Beatmungsplätze eingerichtet und halten sie frei

„Die Krankenhäuser (...) beobachten das Infektionsgeschehen im Land ganz genau“, sagte der BWKG-Präsident Detlef Piepenburg. Sollte die Zahl schwerer Verläufe der Lungenkrankheit Covid-19 steigen, seien die Kliniken in Baden-Württemberg bereit. 30 Prozent der intensivmedizinischen Behandlungsplätze in Baden-Württemberg würden für Coronavirus-Infizierte freigehalten. Die Krankenhäuser hätten in den vergangenen Monaten zudem mehr Beatmungsplätze eingerichtet.

Das Wissen über die Lungenkrankheit Covid-19 ist „enorm gewachsen“ - Klinikpersonal fühlt sich vorbereitet

Auch das Klinikpersonal sei besser auf das Coronavirus in Baden-Württemberg vorbereitet als zu Beginn der ersten Corona-Welle, da das Wissen über die Lungenkrankheit Covid-19 „enorm gewachsen“ sei. Die Krankenhäuser hätten neue Konzepte erarbeitet, um Coronavirus-Verdachtsfälle von anderen Patienten zu trennen und Neuinfektionen zu verhindern. Nicht nur Beatmungsplätze seien neu eingerichtet worden - auch Teams innerhalb der Kliniken wurden neu zusammengestellt, um für eine eventuelle zweite Corona-Welle besser aufgestellt zu sein. Die Krankenhäuser in Baden-Württemberg werden wegen des Coronavirus auch stärker kooperieren als zuvor. Leider stoßen gerade die Kapazitäten für Corona-Tests in Baden-Württemberg an ihre Grenzen.

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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