Nach Schulöffnungen

Corona-Ausbruch in Stuttgart: Umfangreiche Tests an fünf Schulen - mindestens zwei bestätigte Covid-19-Fälle in Kita

  • Marleen van de Camp
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Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg sind Schulen, Kitas und Kindergärten wieder geöffnet. An insgesamt fünf Einrichtungen müssen Coronavirus-Tests durchgeführt werden.

  • Trotz Coronavirus in Baden-Württemberg sind Schulen, Kitas und Kindergärten wieder geöffnet.
  • Anfang dieser Woche müssen an fünf Einrichtungen in Stuttgart Coronavirus-Tests durchgeführt werden.
  • In einer Kita der Landeshauptstadt gibt es zwei bestätigte Erkrankungen mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Stuttgart – Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg veränderte sich der Alltag aller Bürger durch weitreichende Maßnahmen zum Infektionsschutz. Die Landesregierung von Baden-Württemberg erließ zum 1. Juli jedoch weitreichende Lockerungen. Seitdem nimmt das Leben auch in der Landeshauptstadt Stuttgart, wo sich das Coronavirus stark ausgebreitet hatte, langsam wieder seine gewohnte Form an. Der Unterricht an den Schulen findet wieder statt – wenn auch in vielen Fällen mit einem „rollierenden System“ – der Unterricht findet abwechselnd als Präsenzunterricht und Fernunterricht statt. Die Folge des Präsenzunterrichtes: An fünf Schulen in Stuttgart müssen Tests auf das Coronavirus bei Lehrern und Schülern durchgeführt werden, wie die Stadt in einer Pressemitteilung bekanntgab

Coronavirus in Baden-Württemberg: Zwei bestätigte Covid-19-Fälle in Kita in Stuttgart

Von der Grundschule bis zur Gewerbeschule reichen die Covid-19-Verdachtsfälle, derentwegen Tests auf das Coronavirus in Baden-Württemberg durchgeführt werden müssen. Konkret handelt es sich bei den betroffenen Schulen in Stuttgart um die Bismarckschule, die Helene-Fernau-Horn-Schule, die Lehenschule, die Marienschule und die Robert-Mayer-Schule. Außerdem sind die Kita am Kafkaweg Ecke Adalbert-Stifter-Straße und der Gustav-Werner-Kindergarten betroffen. Der Grund: Bei zwei Kindern der Kita wurde das Coronavirus nachgewiesen. In den anderen Einrichtungen erfolgen die Tests vorsorglich, da Schüler einzelner Klassen Kontakt mit bestätigten Covid-19-Fällen hatten. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Corona-Tests für Schüler und Lehrer sollen möglichst schnell durchgeführt werden

Das Landesgesundheitsamt von Baden-Württemberg bereitet die Tests auf das Coronavirus zusammen mit dem Klinikum Stuttgart, der Kassenärztlichen Vereinigung, einzelnen niedergelassenen Ärzten sowie dem Deutschen Roten Kreuz vor. Ziel ist es, dass Schüler und Lehrer der Schulen in Stuttgart so schnell wie möglich auf das Coronavirus getestet werden können. Die Coronavirus-Tests in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg sollen bereits Anfang der Woche erfolgen.

Schule trotz Coronavirus in Baden-Württemberg: Kultusministerin Susanne Eisenmann entschied sich für ein rollierendes System.

Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung in Stuttgart, erklärte am vergangenen Sonntag, den 12. Juli, das Leitungspersonal der betroffenen Schulen und Kitas werde derzeit über das konkrete Vorgehen informiert. Vom Coronavirus-Verdacht betroffene Menschen sollen in Baden-Württemberg grundsätzlich vorsorglich in häuslicher Quarantäne bleiben. Das gilt auch für die Schüler und Lehrer in Stuttgart. Das Gesundheitsamt werde sich mit jedem einzeln in Verbindung setzen, um alles Weitere zu besprechen. Dadurch sollen weitere Infektionen verhindert und die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg eingedämmt werden.

Seit Öffnung der Schulen kam es bereits mehrfach zu Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg - in Stuttgart sind mindestens fünf Schulen und zwei Kitas betroffen. Laut einer Pressemitteilung des Gesundheitsamts geht der Corona-Ausbruch an den Schulen in Stuttgart auf den sorglosen Umgang mit Krankheitssymptomen einer Großfamilie zurück.

Um die Infektionsgefahr im neuen Schuljahr gering zu halten, hat die Landesregierung eine harte Entscheidung getroffen und beschlossen, eine Maskenpflicht an weiterführenden Schulen einzuführen. Diese gilt auf dem ganzen Gelände und um Schulgebäude, nicht aber für die Unterrichtszeit. Ab dem neuen Schuljahr sollen alle Schulen trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg zum Regelbetrieb übergehen. Des Weiteren können sich Lehrer und Erzieher im Zeitraum von Mitte August bis Ende September insgesamt zweimal auf freiwilliger Basis kostenlos auf Covid-19 testen lassen. Das ist insbesondere hinsichtlich vieler Urlauber wichtig. Immer mehr Reisende schleppen aus dem Urlaub Covid-19 ein.

Nicht nur in Schulen wurden Massentests zur Identifizierung des Coronavirus in Baden-Württemberg veranlasst. In Heddesheim im Rhein-Neckar-Kreis musste das Gesundheitsamt in einem Lebensmittellager von Edeka an. Zwei Mitarbeiter hatten sich zuvor mit Covid-19 infiziert. Von den Massentests waren gut 300 Personen betroffen.

Rubriklistenbild: © picture alliance/Marijan Murat/dpa

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