Wegen steigender Zahlen

Kretschmann kündigt Verschärfung der Ausgangssperre an

Die leere Stuttgarter Innenstadt während der Ausgangssperre.
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Auch in Stuttgart gelten aktuell Ausgangssperren ab 22 Uhr - doch sie könnten nochmal verschärft werden.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus steigt in Baden-Württemberg. Ministerpräsident Winfried Kretschmann erwägt daher eine strengere Ausgangssperre.

Stuttgart - Mit der Bundesnotbremse gelten auch in Baden-Württemberg neue Corona-Regeln. Bei den Ausgangssperren könnte jedoch bald wieder eine Verschärfung erfolgen. Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) erklärte angesichts der wieder steigenden Zahl der Corona-Infizierten im Land: „Unter Umständen müssen wir die Maßnahmen der Notbremse verschärfen.“ Landesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt nur noch knapp unter 200. Bis Mittwoch, 28. April, will Kretschmann noch abwarten. Steigen die Zahlen weiter, kündigte er an, einzuschreiten.

Im Falle eines Anstiegs der Zahlen sei „denkbar, dass die Ausgangsbeschränkungen verschärft werden“, sagte Kretschmann am Dienstag der Deutschen Presseagentur (dpa). Ebenso sei es denkbar, den Grenzwert für Schulschließungen von 165 noch weiter herunterzuschrauben. „Wir stecken noch voll in der Corona-Krise“, so Kretschmann. Gleichzeitig hoffe er, bis zum Sommer die Oberhand über die Pandemie zu bekommen.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Derzeit gilt Ausgangssperre ab 22 Uhr - wie lange noch?

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg einzudämmen, gilt seit Samstag auch im Ländle die Bundesnotbremse. In allen Kreisen, in denen die Inzidenz drei Tage in Folge über 100 liegt, gelten ab dem übernächsten Tag Ausgangssperren von 22 Uhr abends bis 5 Uhr morgens. Joggen oder Spazierengehen ist bis Mitternacht erlaubt, sofern man alleine ist. Inwiefern Winfried Kretschmann die Ausgangsbeschränkungen verschärfen will, hat er bisher nicht gesagt.

Erst kürzlich hatte Kretschmann beim Thema Ausgangssperren eingelenkt. Wegen der Lockerung in der Bundesnotbremse verschob auch Baden-Württemberg den Beginn der nächtlichen Ausgangsbeschränkung von zunächst 21 auf 22 Uhr. Zu dem Zeitpunkt sagte Kretschmann: „Das Gesetz wird eins zu eins umgesetzt. Der Bundesgesetzgeber hat das jetzt so entschieden. Die deutsche Bevölkerung sehnt sich immer nach Einheitlichkeit, die hat sie jetzt. Was immer man von dem Gesetz halten mag, man muss ihm gehorchen.“ Dass der Ministerpräsident nun wieder strengere Ausgangssperren in Betracht zieht, könnte angesichts dieser Aussagen viele Bürger überraschen.

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