Mindestabstand an Schulen

Mindestabstand abschaffen: SPD-Politiker prescht mit Forderung vor, die Kinder vor Chaos schützen soll

Ein Junge schreibt in ein Heft.
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Die anhaltende Isolation durch das Coronavirus in Baden-Württemberg ist für Kinder schwer durchzuhalten.
  • Julian Baumann
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Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Schulschließungen. Spätestens nach den Sommerferien plant das Land den Regelbetrieb an Schulen wieder aufzunehmen. SPD-Politiker Andreas Stoch fordert eine Ausnahme der Abstandsregel.

  • Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg konnten Schüler lange Zeit nicht am Unterricht teilnehmen.
  • Spätestens nach den Sommerferien plant das Land den Regelbetrieb an Schulen wieder aufzunehmen.
  • Durch die anhaltende Gefahr müssen die Verordnungen und Regeln eingehalten werden. Andreas Stoch fordert jedoch eine Ausnahme der Abstandsregel im Klassenzimmer.

Stuttgart - Das Coronavirus in Baden-Württemberg führte zu Schulschließung. Schüler konnten lange Zeit nur von Zuhause am Unterricht teilnehmen. Spätestens nach den Sommerferien soll jedoch eine Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen stattfinden. Susanne Eisenmann (CDU) kündigte an, erst Ende Juni oder Anfang Juli konkrete Pläne vorzustellen.

Auch nach der Wiederaufnahme des Regelbetriebs müssen wegen der anhaltenden Gefahr die Verordnungen zum Infektionsschutz eingehalten werden. Sonst drohen Schulen und Kindergärten in Baden-Württemberg wieder Corona-Schließungen.

Zu den Hygiene-Vorschriften zählt auch der Mindestabstand von 1,5 Metern. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Andreas Stoch rechnet damit, dass der Mindestabstand innerhalb einer Schule nicht eingehalten werden kann.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Mindestabstand an Schulen nicht einzuhalten

Durch das Coronavirus in Baden-Württemberg kam es zu Maßnahmen zum Infektionsschutz. Dazu gehört neben der Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Einkaufen auch der Mindestabstand von 1,5 Metern. Andreas Stoch ist der Meinung, dass diese Abstandsregel in Schulen in Baden-Württemberg nicht überall umsetzbar ist. „Die räumlichen Kapazitäten reichen nicht aus. Da geht höchstens die halbe Klasse, manchmal nur ein Drittel der Klasse in einen Raum“, sagte der Politiker bei SWR Aktuell.

Mit der Rückkehr zum Regelbetrieb plant das Land, alle Schüler in Baden-Württemberg wieder gleichzeitig zu unterrichten. Der Mindestabstand ist laut Andreas Stoch in diesem Fall nicht einhaltbar. „Deswegen wird man eine Ausnahme von den Abstandsregeln brauchen, aber man muss dann eben auch Schutzvorrichtungen einführen“, forderte er. Als Beispiel für die Schutzvorrichtung nannte der SPD-Fraktionsvorsitzende regelmäßige Test für Lehrer und Schüler. Somit sollen Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg frühzeitig erkannt und entsprechend reagiert werden.

Nach Corona-Pause: Rückkehr zum Regelbetrieb nach den Sommerferien

Susanne Eisenmann, Ministerin für Kultus, Jugend und Sport macht die Rückkehr zum Regelbetrieb an Schulen von der weiteren Entwicklung und Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg abhängig. Die Regierung will sich erst Ende Juni oder Anfang Juli konkret zu den Plänen äußern. „Je später ich kommuniziere, umso mehr Einschätzung habe ich für das Infektionsgeschehen“, sagte Eisenmann.

Ab dem 29. Juni können zumindest Schüler der Grundschulen in Baden-Württemberg wieder regelmäßig den Unterricht besuchen. Laut einer Studie des Universitätsklinikums Heidelberg erkranken Kinder unter zehn Jahren deutlich seltener am Coronavirus in Baden-Württemberg. Selbst bei einer Erkrankung treten milde Verläufe mit wenig oder keinen Symptomen auf. „Somit können wir in dieser Altersgruppe auf die Abstandsgebote verzichten, so dass an den Grundschulen ein Unterricht in einem Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen möglich ist“, sagten Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Susanne Eisenmann am Dienstag in Stuttgart.

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