Kritischer Wert

Corona-Alarm in Stuttgart: Kretschmann entlarvt Egoisten

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann
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Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann reagiert auf die Corona-Warnstufe in Stuttgart
  • Sabrina Hoffmann
    vonSabrina Hoffmann
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Stuttgart hat den kritischen Wert bei Neu-Infektionen überschritten. Ministerpräsident Winfried Kretschmann macht deshalb jungen Menschen eine unmissverständliche Ansage.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt hat am Samstag die Warnstufe ausgerufen. Stuttgart riss den kritischen Wert von 50 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohnern. Deshalb führt die Stadt eine Maskenpflicht innerhalb des City-Rings und eine Sperrstunde ein. Außerdem soll der Alkoholkonsum eingeschränkt werden.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann fordert angesichts des kritischen Corona-Werts in Stuttgart nun von den Bürgern Rücksichtnahme und Verzicht. „Ich erwarte von den Bürgern, dass sie aus Verantwortungsbewusstsein nicht mehr alles machen, was sie noch dürfen“, sagte Kretschmann der Bild am Sonntag. „Man muss gerade keine Party bei sich zu Hause oder in der Gaststätte feiern.“

Corona-Wert in Stuttgart: Winfried Kretschmann appeliert an junge Menschen

Die Stadt Stuttgart hatte bereits vor dem Wochenende angekündigt, dass private Feiern bei Überschreiten der kritischen Marke auf zehn Personen beschränkt werden. Winfried Kretschmann appellierte nun an junge Menschen, nicht egoistisch zu handeln, sondern an andere zu denken, um die Ausbreitung des Coronavirus in Stuttgart einzudämmen. „Ich kann ja verstehen, dass die Jungen gern feiern würden. Doch sie müssen jetzt solidarisch mit den Alten sein, so wie die Alten beim Kampf gegen den Klimawandel solidarisch mit den Jungen sein müssen“, sagte der Ministerpräsident.

Einen erneuten sogenannten Lockdown wegen des Coronavirus könne sich das Land nicht leisten, sagte Winfried Kretschmann. In Schulen, Kindergärten, Universitäten und in der Wirtschaft dürfe es diese drastischen Maßnahmen nicht mehr geben. „Deshalb ziehen wir die Schrauben an anderer Stelle an. Partys muss man nicht feiern, arbeiten und lernen schon. Die Menschen müssen sich im Freizeitbereich auf Einschränkungen einstellen“, sagte der Grünen-Politiker.

Auch der Oberbürgermeister von Stuttgart, Fritz Kuhn, sagte am Samstag, dass ein erneuter Lockdown unbedingt vermieden werden müsse.  „Deswegen handeln wir jetzt: zielgerichtet und angemessen“, sagte Kuhn. Er fühle sich an die Situation im März dieses Jahres erinnert. Es gehe darum, das öffentliche Leben in Stuttgart möglichst aufrecht zu erhalten.

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