Optionsmodell

2G beim Einkaufen: Lassen Kaufland und Co. bald nur noch Geimpfte zu?

  • Sina Alonso Garcia
    VonSina Alonso Garcia
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Supermärkte dürfen in manchen Bundesländern entscheiden, ob sie nur noch Geimpfte und Genesene zulassen - ohne Maske und Abstand. Wie sieht es bei Kaufland und Co. aus?

Stuttgart/Wiesbaden - In Bundesländern wie Baden-Württemberg, Niedersachsen und Hessen gilt seit Kurzem das 2G-Optionsmodell. Demnach dürfen Gastronomen und Veranstalter selbst entscheiden, ob sie in ihren Räumen die 2G-Regel ohne Masken und Abstand umsetzen. Hessen und Niedersachsen gehen sogar einen Schritt weiter: Hier darf sich auch der Einzelhandel für 2G entscheiden und damit Ungeimpfte ausschließen. Der Handelsverband Deutschland sprach sich nun für eine bundesweite Ausweitung dieses Modells aus. Was bedeutet das für große Handelsketten wie Kaufland?

In Hessen sind die Händler noch zurückhaltend, was die Umsetzung der 2G-Maßnahmen betrifft. So ist das 2G-Modell für vier von fünf Handelsbetrieben im Land keine Option. Das geht aus einer Befragung des Handelsverbands Hessen unter seinen Mitgliedern hervor. Auch große Händler wie Edeka oder Tegut sprachen sich bereits offen gegen die Ausgrenzung Ungeimpfter beim Lebensmitteleinkauf aus.

Kaufland: So steht das Unternehmen zur 2G-Regel

Und wie sieht es bei Kaufland aus? Unser Partner-Portal Echo24.de* hat bei dem Lebensmittel-Riesen aus der Schwarz-Gruppe angefragt. Eine Sprecherin des Unternehmens erklärte: „Als Lebensmitteleinzelhändler, der die Grundversorgung sicherstellt, sind wir von der 2G-Reglung nicht betroffen. Wir werden diese weder in noch außerhalb Hessens umsetzen. In unseren Filialen gelten nach wie vor die bekannten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht.“

„Wir gehen davon aus, dass diese Option eher nur tageweise genutzt wird und Geschäfte des alltäglichen Bedarfs davon keinen Gebrauch machen werden“, sagte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) laut einer Mitteilung der Landesregierung in der vergangenen Woche.

2G im hessischen Einzelhandel: Wird das Optionsmodell bundesweit ausgeweitet?

Welche Einzelhändler in Hessen und Niedersachsen an einzelnen Wochentagen die 2G-Regel einführen und damit auf die Maskenpflicht verzichten, ist noch offen. Prinzipiell gelten Supermärkte als essenziell für die Grundversorgung der Bevölkerung. Ungeimpfte Bürger müssen sich daher wohl keine Sorgen machen, dass sie nicht mehr an Lebensmittel kommen.

Ob das 2G-Optionsmodell bald bundesweit ausgeweitet wird, steht noch in den Sternen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) befürwortet ein deutschlandweites 2G-Optionsmodell, spricht sich aber klar gegen eine 2G-Pflicht aus. „Es ist gut, wenn die Händler die Wahlmöglichkeit haben, wie sie mit dem Thema 2G oder 3G als Zutrittsvoraussetzung zu ihren Geschäften umgehen möchten“, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Er gehe nicht davon aus, dass viele Händler 2G einführen werden. *Echo24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Manfred Segerer via imago images

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