Zwei Tests pro Woche

Testpflicht für Schüler in Hotspot-Regionen beschlossen - ab 19. April

Ein Grundschüler steht vor einem Fenster einer Schule und führt einen Nasenabstrich durch, eine Lehrerin beaufsichtigt ihn.
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An allen Schulen im Land kommen nun die verpflichtenden Corona-Schnelltests.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Um das Infektionsgeschehen rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg an den Schulen im Land einzudämmen, tritt ab 19. April eine Corona-Testpflicht für Schüler in Kraft.

Stuttgart - Trotz des Coronavirus in Baden-Württemberg öffneten die Schulen bereits im März. Allerdings ohne klares Konzept - einige Eltern waren deshalb wütend. Aktuell sind die Schüler noch in den Osterferien, doch schon am Montag, 12. April, geht die Schule in neun von sechzehn Bundesländern wieder los. Dabei legt Baden-Württemberg jetzt mit einer Testoffensive nach.

Ab dem 19. April gilt für alle Schüler im Südwesten, die in einer Hotspot-Region mit Sieben-Tage-Inzidenzen über 100 zur Schule gehen, eine Coronatest-Pflicht. Demnach sollen die Schüler zweimal wöchentlich einen Schnelltest machen*. Ein negatives Testergebnis sei „Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht und der Notbetreuung“, verkündete das Kultusministerium.

Corona-Testpflicht an Schulen in Baden-Württemberg: 3,5 Millionen Tests pro Woche

Zwar ist der Präsenzunterricht für die Klassenstufen 1 bis 7 nach den Osterferien bis zum 16. April offiziell ausgesetzt. Eltern, die zwingend auf eine Betreuung angewiesen sind, können jedoch Gebrauch von einer Notbetreuung machen. Wenn sich das Infektionsgeschehen bessert, kehren am 19. April alle Klassenstufen zu einem Wechselbetrieb aus Präsenz- und Fernunterricht an die Schulen zurück, so das Ministerium. „Die Entscheidung über die konkrete Umsetzung obliegt dabei der Schulleitung“, heißt es.

Um die Corona-Schnelltests sollen sich die Schulen selbst kümmern*. Schulisches Personal soll die Tests anleiten und beaufsichtigen. Ziel der Maßnahme sei es, „im Rahmen einer engmaschig angelegten Teststrategie Infektionsketten frühzeitig zu unterbrechen und damit die Verbreitung des Virus über die Schulen möglichst zu verhindern“, erklärt das Kultusministerium. Von der Maßnahme betroffen sind 1,5 Millionen Schüler in Baden-Württemberg - das entspricht 3,5 Millionen Coronatests pro Woche.

Testpflicht in Schulen in Baden-Württemberg - und was ist mit den Kitas?

Während in den Schulen im Land der weitere Ablauf somit klar ist, gibt es für die Kitas bislang noch keine Strategie. Auch hier steht die Frage im Raum: Kommt die Testpflicht? Wenn es nach der Gewerkschaft Verdi geht, dann am besten so schnell wie möglich. Die Gewerkschaft kritisierte das Kultusministerium, da dieses Schulen und Kitas ungleich behandle. Kitas seien im Gegensatz zu den Schulen die ganze Zeit offen gewesen. „Die Kolleginnen und Kollegen fühlen sich in den Einrichtungen alleine gelassen“, sagte der Landesbezirksleiter der Gewerkschaft Verdi, Martin Gross, gegenüber der Deutschen Presseagentur (dpa). *Echo24 und Heidelberg24 sind Angebote von IPPEN.Media.

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