Büffeln statt Freizeit

Wegen Corona: Tausende Schüler in Baden-Württemberg gehen in den Sommerferien lernen

Mit Mundschutzmasken sitzen Schülerinnen und Schüler der fünften Klasse eines Gymnasiums in Frankfurt im Unterricht.
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An 81 Standorten im Land können Schüler das Versäumte nachholen.

Durch die Corona-Pandemie haben viele Schüler Wissenslücken. In den Sommerferien können sie versäumten Lernstoff freiwillig nachholen.

Stuttgart (dpa/lsw) - Statt Urlaub oder Freibad heißt das Ferienprogramm für rund 3000 Schülerinnen und Schüler Pauken. Wer versäumten Stoff freiwillig nachholen will, kann in diesem Jahr an 81 Standorten im Land während der Sommerferien büffeln. Das teilte das Kultusministerium am Mittwoch mit. Auf dem Stundenplan stehen die Fächer Mathe, Deutsch und Englisch.

Im vergangenen Jahr hatten nach Angaben des Kultusministeriums rund 2000 Schülerinnen und Schüler an 54 Orten in den Ferien die Schulbank gedrückt. In diesem Jahr wurde das Programm ausgebaut. 1,1 Millionen Euro Fördergelder stehen demnach für die Sommerschulen bereit. Wegen des Distanz- oder Wechselunterrichts während der Corona-Pandemie haben viele Kinder Lernlücken. Durch die Sommerschulen sollen Defizite aufgeholt werden.

«Je nach Standort sind noch Plätze frei», sagte ein Ministeriumssprecher am Mittwoch. Außerdem könnten Eltern ihre Kinder auf die Wartelisten der Schulen setzen. Das Angebot findet in der Regel in den letzten beiden Ferienwochen statt. Jeweils eine Woche lang werden die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen täglich unterrichtet. Die Sommerferien beginnen im Südwesten am 29. Juli.

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