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Corona-„Nachholeffekt“ stimmt Hotels und Gaststätten optimistisch, doch es gibt einige „Stolpersteine“

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Von: Nadja Pohr

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Gäste gehen mit ihren Koffern in das Motel One in Stuttgart
Die Hotelketten Motel One und Maritim, die jeweils in Stuttgart ansässig sind, blicken trotz der großen Herausforderungen optimistisch in das Jahr 2023. (Symbolfoto) © Christoph Schmidt/dpa

Im Gastgewerbe macht sich ein „Nachholeffekt“ bemerkbar: Die Menschen wollen wieder reisen, stellt der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Baden-Württemberg fest. Die Branche ist daher positiv für 2023 gestimmt.

Stuttgart - Das Jahr 2023 hält für die Landeshauptstadt Stuttgart wieder einige Veranstaltungen bereit. Egal ob Messen, Konzerte oder Volksfeste – die Veranstalter können nach der langen Corona-Pandemie erstmals seit zwei Jahren ohne Beschränkungen in das Jahr starten und besser planen. Darüber freut sich auch das Hotel- und Gaststättengewerbe, das in den vergangenen Jahren mit den schweren Folgen der Pandemie zu kämpfen hatte.

Touristen und Gäste aus aller Welt blieben aus. Dazu wanderten viele Mitarbeiter aus Unsicherheit in andere Branchen ab. Die Situation verbessert sich jetzt allerdings wieder stetig. Bereits zum Ende 2022 habe man festgestellt, dass die Menschen ein hohes Bedürfnis nach Reisen und kulinarischen Erlebnissen empfinden, berichtet Dennis Bachmann, Sprecher des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) Baden-Württemberg, auf Anfrage von BW24.

DEHOGA warnt: Positiver Trend im Gastgewerbe mit „hohen Unsicherheiten“ verbunden

Dass in Stuttgart, aber auch in anderen großen Städten im Südwesten, das Angebot an Veranstaltungen, Messen und Kongressen wieder angestiegen ist und die beiden großen Volksfeste auf dem Wasen wieder zahlreiche Gäste anziehen werden, begünstigt die Situation für das Gastgewerbe. Der „Nachholeffekt“ bei den Menschen mache dem Verband Mut, ebenso wie die Tatsache, dass die Betriebe in Baden-Württemberg allmählich wieder Mitarbeiter zurückgewinnen, so DEHOGA. „Inwiefern sich dieser positive Trend in 2023 fortsetzt, kann aufgrund der hohen Unsicherheiten derzeit niemand verlässlich voraussagen“, warnt der Sprecher gegenüber unserer Redaktion. Denn es gebe mehrere „Stolpersteine“ in der Entwicklung.

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„Sorge Nummer eins sind die deutlichen Kostensteigerungen bei Energie, Waren und Personal“, beschreibt der Verband. Hinzu kämen der sich verschärfende Arbeitskräftemangel aufgrund des demografischen Wandels, die Pläne zahlreicher Kommunen im Land, sogenannte „Bettensteuern“ in der Hotellerie einzuführen, sowie „das mögliche Auslaufen des reduzierten Mehrwertsteuersatzes in der Gastronomie zum Ende des Jahres“. „Eine weitere Erholung unserer Branche setzt voraus, dass unsere Betriebe Rahmenbedingungen haben, unter denen sie erfolgreich wirtschaften können“, sagt Bachmann.

Hotels in Stuttgart blicken trotz großer Herausforderungen optimistisch in das Jahr 2023

Die Hotelketten Motel One und Maritim, die jeweils in Stuttgart ansässig sind, blicken trotz der großen Herausforderungen optimistisch in das Jahr 2023, wie sie gegenüber BW24 mitteilen. Hartmut Korthäuer, Direktor des Maritim Hotel Stuttgart, berichtet von einem besseren Vorausbuchungsstand als in den Vorjahren. „Wir freuen uns sehr, dass seitens der Stadt wieder viele Highlights geplant sind“, erklärt der Direktor. „Auch auf die Personalsituation schauen wir optimistisch, denn jetzt, wo das Geschäft wieder läuft, finden Aushilfen, Teilzeitkräfte und Fremdfirmen vermehrt wieder den Weg zurück in die Hotellerie/Gastronomie.“ Die Entwicklungen zum Jahresende haben positiv gestimmt, sagt Daniel Müller, Co-CEO des Motel One. „Diesen Schwung nehmen wir mit ins neue Jahr.“

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