Nächste Etappe startet

Baden-Württemberg startet Corona-Impfungen für Prio 3: Wer ab jetzt impfberechtigt ist

Ein Mann wird von einer Mitarbeiterin eines Impfzentrums geimpft.
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Schritt für Schritt bekommen immer mehr Personengruppen in Baden-Württemberg Zutritt zur Corona-Impfung.
  • Sina Alonso Garcia
    vonSina Alonso Garcia
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Ab diesem Montag, 3. Mai, dürfen sich in Baden-Württemberg Menschen aus der dritten Prioritätsgruppe impfen lassen - zunächst aber nur ein Teil davon.

Update vom 3. Mai, 11:38 Uhr: In Baden-Württemberg wird die Vergabe von Corona-Impfterminen von diesem Montag an deutlich geöffnet. So dürfen sich ab sofort alle Menschen mit Vorerkrankungen aus der Prioritätsgruppe 3 für einen Impftermin registrieren. Ebenfalls impfen lassen können sich ab sofort Kontaktpersonen von bestimmten pflegebedürftigen Menschen.

Update vom 28. April, 11.17 Uhr: Am Montag, 3. Mai, öffnet das Land Baden-Württemberg die Vergabe von Impfterminen für einen Teil der Prio-Gruppe 3. Dazu gehören nach Auskunft des Sozialministeriums Menschen mit Vorerkrankungen, etwa behandlungsfreien Krebserkrankungen und Autoimmunerkrankungen, Herzerkrankungen, Asthma oder Adipositas. Impfberechtigt sind ab Montag auch jeweils bis zu zwei Kontaktpersonen von Menschen, die wegen einer der entsprechenden Krankheiten oder aufgrund des Alters von über 60 Jahren pflegebedürftig sind.

Zur Prio-Gruppe 3 gehören eigentlich noch mehr Menschen - etwa Personen in bestimmten Berufsgruppen. Beispielsweise Personen aus dem Lebensmitteleinzelhandel oder andere Personen, bei denen aufgrund ihrer Arbeitsumstände ein erhöhtes Risiko einer Covid-19-Infektion besteht. Sie müssen jedoch erstmal warten: „Beschäftigte von Berufsgruppen aus der dritten Priorität müssen sich noch etwas gedulden“, erklärte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne). „Mit der Öffnung dieser Stufe wird, abhängig von den Impfstofflieferungen, etwa Mitte Mai gerechnet.“

Mit dem nächsten Öffnungsschritt ab Montag sind rund 1,5 Millionen weitere Menschen impfberechtigt, wie Echo24.de* berichtet. Als Nachweis für die Impfberechtigung dient laut Lucha ein Attest des behandelnden Arztes. Für Kontaktpersonen von Pflegebedürftigen werde es wie bisher eine Vorlage für eine entsprechende Selbstbescheinigung auf der Homepage des Sozialministeriums geben. Diese werde bis Montag online gestellt.

Erstmeldung vom 22. April: Stuttgart - Es tut sich was bei der Corona-Impfung in Baden-Württemberg: Nach einem langen Impf-Debakel mit Lieferengpässen und Astrazeneca-Chaos verkündet die Landesregierung kürzlich ein Licht am Ende des Tunnels. Wie das Sozialministerium in Stuttgart erklärte, seien in den vergangenen Wochen deutlich mehr Impfstoffe geliefert worden. Das bedeutet konkret: Personen im Land über 60 Jahre können sich seit Montag, 19. April, gegen das Coronavirus impfen lassen. Bisher war diese Personengruppe nur bei bestimmten Vorerkrankungen oder aufgrund des Berufs impfberechtigt.

Von den über 80-Jährigen hätten bereits „deutlich über 70 Prozent eine Erstimpfung erhalten“, sagte Gesundheitsminister Manfred Lucha (Grüne). Dadurch nutzten täglich nur noch rund 20 bis 40 Menschen dieser Altersgruppe die Wartelisten - und machen Platz für jüngere Impfwillige. Dabei rechnet das Land diese Woche mit einem größeren Ansturm aufgrund der Neuerung. Das Angebot richtet sich, anders als manche offenbar annehmen, jedoch ausdrücklich an über 60-Jährige und nicht etwa an alle aus der Prio-Gruppe 3.

Corona-Impfung in Baden-Württemberg: „Impfaktionstage“ für Über-60-Jährige geplant

Zusätzlich zu der Impfberechtigung der über 60-Jährigen plant das Land „Impfaktionstage“ mit dem Vakzin von Astrazeneca. Das sei infolge der steigenden Lieferungen möglich. Impfzentren werden über die Vor-Ort-Aktionen noch informieren. „Der Impfstoff ist hochwirksam und ungefährlich“, versicherte Manfred Lucha. Wegen eines verwirrenden Updates im Buchungssystem wird Astrazeneca in Baden-Württemberg aktuell zum Ladenhüter - das soll sich jedoch ändern. Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt den Impfstoff derzeit in erster Linie Menschen über 60 Jahren.

Was Impfberechtigte in Baden-Württemberg über Astrazeneca wissen müssen, hat BW24 in einem Beitrag zusammengefasst - und beantwortet die wichtigsten Fragen. Aktuell wird die Impfung für unter 60-Jährige nicht empfohlen - ihre Zweitimpfung können sie dennoch auf eigenes Risiko und nach ärztlicher Beratung mit Astrazeneca erhalten. *Echo24.de ist ein Angebot von Ippen.Media.

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