„Vereint.Musik.Machen.“

Chöre und Orchester in BW starten Kampagne: Kassen nach Corona nahezu leer

Chor- und Musikproben per Videokonferenz sollen bald wieder ein Ende haben.
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Chor- und Musikproben per Videokonferenz standen in der Corona-Pandemie oft auf der Tagesordnung.

Die Chöre und Orchester in Baden-Württemberg startet die Kampagne „Vereint.Musik.Machen.“ Das Ziel: Neue Mitglieder finden und wieder durchstarten.

Stuttgart (dpa/lsw) – Mit einer Imagekampagne wollen die Chöre und Orchester in Baden-Württemberg nach der langen Corona-Pause neue Mitglieder gewinnen. Geplant sei eine Werbeaktion für die Amateurmusik, um die Zahl der Mitglieder für die rund 6.300 Musik- und Chorvereine im Land zu erhöhen, kündigte der Landesmusikverband an. Die Kampagne mit dem Titel „Vereint.Musik.Machen.“ wird vom Kunstministerium gefördert und soll am Mittwoch (12.45) in Stuttgart vorgestellt werden.

Ziel sei es, vor allem eine junge Zielgruppe durch eine frische und moderne Kommunikationsstrategie auf sozialen Medien und mit Videos anzusprechen, teilte der Verband mit. „Die Kassen der Amateurmusikvereine sind nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie nahezu leer, da ihnen ihre Haupteinnahmequellen wie Konzerte und Veranstaltungen weggebrochen sind“, hatten die Musiker im vergangenen Dezember zuletzt erklärt.

Chöre und Orchester in BW – „Viele soziale Bindungen haben sich gelockert“

Es habe nicht nur die musikalische Qualität unter der Zwangspause stark gelitten, sondern auch die Gemeinschaft im Verein. „Viele soziale Bindungen haben sich durch das Social Distancing gelockert oder gar aufgelöst und müssen wieder aufgebaut werden.“ Hilfreich seien gemeinsame Aktivitäten wie Probeaufenthalte, die allerdings teuer seien für die Vereine.

Unter dem Dach des Landesmusikverbands Baden-Württemberg (LMV) haben sich nach dessen Angaben drei Chor- und sieben Orchesterverbände zu einem gemeinsamen Dachverband zusammengeschlossen. Sie vertreten über 12.000 Ensembles von Gesang- und Musikvereinen mit insgesamt rund 1 Million Mitgliedern.

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