Löschdecke war die Rettung

Porsche geht in Flammen auf und lässt sich kaum löschen - wegen eines Bauteils

Ein Porsche brennt.
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Ein Porsche ging in Flammen auf (Symbolbild).
  • Franziska Vystrcil
    VonFranziska Vystrcil
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Ein brennender Porsche sorgte auf der A7 für einen Großeinsatz. Das Feuer ließ sich nur schwer bekämpfen.

Stuttgart/Tarp - Der Porsche 911 gehört bis heute zu den beliebtesten Modellen der Porsche AG. Noch immer setzt der Autobauer aus der Landeshauptstadt Stuttgart auf den schnittigen Flitzer. Um mit der Zeit zu gehen, entwickelt Porsche aktuell sogar einen elektrisch betriebenen Neunelfer. Ein Erlkönig des Sportautos wurde kürzlich auf dem Nürburgring gesichtet. Das E-Auto von Porsche hat etwas Besonderes in seinem Inneren versteckt: Da, wo eigentlich die Rückbank des Elfers montiert sein müsste, hat Porsche die Batterien verbaut.

Was allerdings am Mittwoch in Tarp in Schleswig-Holstein passiert ist, ist wohl ein Albtraum für alle Sportwagenliebhaber: Auf der Autobahn sieben geriet ein Porsche 911 in Brand. Der Fahrer des Oldtimers mit Baujahr 1976 bemerkte während der Fahrt, dass etwas mit seinem Wagen nicht stimmte und lenkte das Auto auf den Standstreifen. Gerade noch rechtzeitig, wie feuerwehrmagazin.de berichtet. Kurze Zeit später stiegen bereits Rauch und Flammen vom Wagen auf.

Brennender Porsche wird zur Herausforderung: Magnesiumbauteile entflammten immer wieder neu

Die Feuerwehr aus Weding und Jarplund sowie ein Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Flensburg rückten aus. Der brennende Porsche wurde zu einer wahren Herausforderung für die herbeigerufene Feuerwehr. Schaum und Wasser reichten nicht aus, um die Flammen zu ersticken.

Der Kraftstoff entflammte immer wieder neu und auch Magnesiumbauteile im Wagen erschwerten den Einsatzkräften die Löscharbeiten zusätzlich. Nach rund 40 Minuten vergeblichen Löschversuchen forderte die Feuerwehr Flensburg schließlich eine Kfz-Löschdecke an.

Brennender Porsche: Die Feuerwehr brachte den Brand nach zwei Stunden unter Kontrolle

Mithilfe der Löschdecke konnten die Feuerwehrleute den Flammen den Sauerstoff entziehen und den Brand somit endgültig löschen. Insgesamt dauerten die Löscharbeiten des Porsche 911 rund zwei Stunden. Es bildete sich ein Stau von etwa vier Kilometern, wie die Polizei berichtet. Das ausgebrannte Wrack musste von einem Abschleppdienst weggebracht werden. Die Polizei erfasste während des Einsatzes außerdem mehrere Kfz-Kennzeichen von Smartphone-Gaffern.

Ähnliche Probleme bei den Löscharbeiten hatten Einsatzkräfte vor einigen Wochen in Sindelfingen. Dort ging ein E-Mercedes in einer Kaufland-Tiefgarage in Flammen auf. 36 Einsatzkräfte waren nötig, um den Brand zu löschen. Die Kaufland-Tiefgarage musste für den Einsatz komplett gesperrt werden. 

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