Bonus und Sonderprämie

Trotz Corona-Krise: Bosch macht Gewinn und lässt 400.000 Mitarbeiter teilhaben

Bosch plant mehrere tausend Stellen abzubauen.
+
Trotz der Corona-Krise rechnet Bosch mit einem Gewinn zum Jahresende - das kommt auch den Mitarbeitern zugute.
  • Julian Baumann
    vonJulian Baumann
    schließen

Die Corona-Krise hat fatale Folgen für die Wirtschaft in Baden-Württemberg. Der Autozulieferer Bosch wird das Jahr dennoch mit einem Gewinn abschließen und lässt die Mitarbeiter daran teilhaben.

Stuttgart - Das Coronavirus hat fatale Folgen für die Wirtschaft. Die meisten Unternehmen verzeichnen durch die Krise einen herben Gewinnverlust und müssen im schlimmsten Fall viele Mitarbeiter entlassen. Auch der Autozulieferer Bosch rechnete zu Beginn der Pandemie im Frühjahr mit herben Rückschlägen für das laufende Geschäftsjahr. Im Gegensatz zur Daimler AG, die durch die Krise einen strengen Sparplan verfolgen muss, wird der Zulieferer aus der Landeshauptstadt Stuttgart das Jahr jedoch mit einem Gewinn abschließen.

Das Coronavirus in Baden-Württemberg hat auch den Arbeitsalltag im Land drastisch verändert. Durch die hochansteckende Lungenkrankheit, die direkt von Mensch zu Mensch übertragen wird, mussten viele Unternehmen und Konzerne ihre Produktion massiv umstellen.

Um die Mitarbeiter für den Einsatz zu belohnen und für die erschwerten Arbeitsbedingungen zu entschädigen, zahlt Bosch einen Bonus und eine weltweite Sonderprämie, wie die Stuttgarter Zeitung (StZ) berichtet. Dadurch lässt der Konzern auch die Angestellten an dem Gewinn teilhaben.

Bosch: Gewinn trotz Corona-Krise - Autozulieferer zahlt Bonus für Mitarbeiter in Deutschland

Das Jahr 2020 war für die deutsche Autoindustrie durch die Corona-Krise alles andere als einfach. Auch der Zulieferer Bosch, der auch die Daimler AG mit Komponenten beliefert, musste in diesem Jahr deutlich einstecken. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr musste Bosch die Produktion an weltweit fast 100 Standorten unterbrechen, wie die StZ berichtet. Die Umsätze gingen dadurch deutlich zurück, was sich vor allem im zweiten Quartal bemerkbar machte. „Lange Zeit drohte ein Verlust für unser Unternehmen“, heißt es in einem Schreiben an die Mitarbeiter.

Inzwischen rechne Bosch jedoch mit einem Gewinn zum Jahresende, da sich die Geschäftslage in den vergangenen Monaten spürbar verbessert habe. Der Autozulieferer will den Mitarbeitern in Deutschland deshalb eine Erfolgsprämie von durchschnittlich 39 Prozent eines Monatsgehalts zahlen, wie ein Bosch-Sprecher der StZ bestätigte. Der Bonus werde mit der April-Abrechnung überwiesen.

Bosch: Zusätzliche Sonderprämie für rund 400.000 Mitarbeiter weltweit

An dem Gewinn des Autozulieferers Bosch sollen jedoch nicht nur die Mitarbeiter in Deutschland teilhaben. Das Unternehmen plant daneben auch noch eine Sonderprämie für die komplette Belegschaft von rund 400.000 Angestellten in 60 Ländern. „2020 ist ein außergewöhnliches Jahr für unser Unternehmen und für Sie alle persönlich“, heißt es in dem Schreiben an die Mitarbeiter laut der StZ. „Wir haben uns daher nach Beratung mit dem Konzernbetriebsrat entschieden, für dieses Jahr eine zusätzliche, einmalige Sonderprämie zu bezahlen.“ Die Höhe und der Auszahlungszeitpunkt der weltweiten Sonderprämie sollen im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres festgelegt werden, wie die StZ berichtet.

Der Gewinn von Bosch für das noch laufende Geschäftsjahr wird aller Voraussicht nicht der Rolle als Automobilzulieferer zu verdanken sein. In der Sparte, die rund zwei Drittel des Gesamt-Umsatzes ausmacht, konnte Bosch zwar „den Einbruch erheblich mildern, dennoch verzeichnen wir - trotz harter Kostenarbeit - einen Verlust“, heißt es laut der StZ in dem Schreiben an die Belegschaft.

„Sehr gut“ habe sich jedoch das Geschäft mit Konsumgütern entwickelt. Wie hoch die Summe sein wird, die Bosch im kommenden Jahr an die Mitarbeiter ausschütten kann, lässt sich erst nach Ende des laufenden Geschäftsjahres sagen. Bislang liegt die Höhe des Gewinns noch nicht vor, wie die StZ berichtet.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare