„Silberabgabe“

Berichte: Dokumente zu Nazi-Zwangsabgabe in Stuttgart gefunden

Stuttgart
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Stuttgart von oben.

Zu Zeiten des Nationalsozialismus waren jüdische Bürger von Zwangsabgaben betroffen. Auch in Stuttgart wurde die sogenannte „Silberabgabe“ wohl eingezogen.

Stuttgart (dpa/lsw) - In Stuttgart sind laut Medienberichten historische Dokumente gefunden worden, die eine Zwangsabgabe gegen Juden während der Nazi-Diktatur belegen. Wie die «Stuttgarter Zeitung» und die «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag) berichteten, waren im Jahr 1939 rund 3000 jüdische Bürger aus Württemberg von der sogenannten Silberabgabe betroffen.

Die rund 70 Aktenordner seien in der Pfandleihe der Landeshauptstadt aufgetaucht. Die Pfandleihe sei mittlerweile eine Tochtergesellschaft der Landesbank Baden-Württemberg, sie habe die Dokumente an das Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg übergeben. «Der Dokumentenbestand dürfte deutschlandweit einmalig sein und somit von sehr hohem wissenschaftlichen Wert», sagte Archivdirektorin Britta Leise den Blättern. Pfandleihanstalten dienten den Berichten zufolge damals als Sammelstellen für Edelmetalle.

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