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Stadt schickt Fußgänger und Radfahrer an Absperrung durch hohe Wiese - „Hätte euch meinen Rasenmäher geliehen“

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Von: Nadja Pohr

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Baustelle in Stuttgart
Die Baustellenführung schickt Fußgänger und Radfahrer durch hohes Gras. Die Stadt Stuttgart erntet dafür Kritik im Netz. © Screenshot Twitter/@cocoverde6

Vor kurzem haben sich Stuttgarter im Internet darüber aufgeregt, dass durch die Stadt ein Radweg blockiert wird. Nun zieht eine andere Baustelle Ärger auf sich.

Stuttgart - In den sozialen Medien beschweren sich immer wieder Fußgänger und Radfahrer aus Stuttgart, dass die Geh- und Radwege durch parkende Autos blockiert sind. Dies sei die Folge von „geduldeter motorisierter Gewalt“, schrieb ein Bürger verärgert auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Auch die Verbände für Fußgänger und Radfahrer forderten die Stadt auf, hier härter durchzugreifen.

Eine Lösung für das Problem könnte die schwebende Fahrradautobahn darstellen, die bald in der Region Stuttgart getestet werden soll, wie das Verkehrsministerium von Baden-Württemberg angekündigt hat. Doch kürzlich war es auch die Stadt selbst, die für eine Blockade auf einem Radweg sorgte - und das zum Start des alljährlichen Stadtradelns. Nun hat die Verwaltung einen Weg gesperrt - die Auswirkung zieht erneut den Frust von Fußgängern und Radfahrern auf sich.

Stuttgart leitet Fußgänger und Radfahrer an Absperrung durch hohe Wiese - „Es nervt“

Auf Twitter teilte ein User mehrere Bilder, auf denen die Absperrung eines Geh- und Radwegs zu sehen ist. Wer auf dem Weg unterwegs ist, wird mit einem Schild umgeleitet und direkt in eine circa kniehohe Wiese geführt. „Liebes Tiefbauamt Stuttgart, wenn ihr gefragt hättet, ich hätte euch meinen Rasenmäher geliehen“, schreibt der Nutzer dazu. Ein weiteres Foto zeigt, dass das Gras bereits zertrampelt ist - gemäht wurde nichts.

„Es nervt“, schreibt der Stuttgarter, der die undurchdachte Baustelle entdeckt hat. Im motorisierten Straßenverkehr würden derartige Blockaden nicht passieren, kritisiert er darüber hinaus. „Bei sowas würde ich dann einfach konsequent durch die Baustelle gehen, solange es irgendwie möglich ist“, kommentiert ein weiterer Twitter-User empört.

Stuttgarter nehmen Blockade mit Humor: „Gleich mal verklagen nach Zeckeninfektion durch Fußweg“

Die Stuttgarter im Netz behandeln die neue Geh- und Radwegblockade mit Galgenhumor. „Part of THE WÄLD“, schreibt ein Nutzer in Anlehnung an die „The Länd“-Kampagne von Baden-Württemberg. „Gleich mal verklagen nach Zeckeninfektion durch Fußweg“, scherzt ein User. „Was war zuerst? Zuwuchern lassen oder da eiskalt reingebaut?“, fragt sich hingegen ein anderer oder „Was kommt als nächstes: eine Kampagne - Helm und Rasenmäher sollten Radfahrende immer dabei haben?“

Ein weiterer Nutzer berichtet ebenfalls von solch einer umständlichen Straßenführung aufgrund einer Baustelle. In Möhringen werde man über einen Acker geschickt, berichtet er und teilt ein Bild. „Ich dachte, da hätte eben ein Sachbearbeiter beim Tiefbauamt gepennt. Aber das scheint ja Methode zu haben“, wird darunter kommentiert. Ein User möchte allerdings wissen, warum überhaupt das Tiefbauamt verantwortlich sei. Dieses mache die Vorgaben, wie gebaut werden soll sowie den Verkehrszeichenplan und Umleitung, erklärt ein Nutzer daraufhin.

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