Statistisches Landesamt in Stuttgart

Baden-Württemberg: Neue Statistik zeigt erstaunliches Detail über die Bevölkerung

Menschen genießen bei Sonnenschein die warmen Temperaturen auf dem Schlossplatz in Stuttgart.
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Zahlen des Statistischen Landesamts in Stuttgart geben ein erstaunliches Detail zur Bevölkerung von Baden-Württemberg preis.
  • Anna-Lena Schüchtle
    vonAnna-Lena Schüchtle
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Das Statistische Landesamt in Stuttgart gab neue Zahlen zur Bevölkerung in Baden-Württemberg bekannt - sie offenbaren ein interessantes Detail.

Stuttgart - Nach Nordrhein-Westfalen und Bayern liegt Baden-Württemberg auf Platz 3 der einwohnerstärksten Bundesländer Deutschlands. 11,1 Millionen Menschen lebten zum Stichtag am 31. Dezember 2019 im Südwesten - das gab das Statistische Landesamt in einer Pressemitteilung bekannt. Allein in der Stuttgart lebten Ende 2019 614.599 Einwohner - und das obwohl 149.000 Menschen aus der Landeshauptstadt ausgewandert sind.

Die Ursache für die hohe Bevölkerungszahl liegt unter anderem in der hohen Lebensqualität, die sich auch im großen Gehaltsranking der Landeshauptstädte spiegelt, - verbunden mit der starken Wirtschaft, die Stuttgart und Baden-Württemberg zu bieten haben. Bei der Auswertung der Zahlen legte das Statistische Landesamt jedoch besonderes Augenmerk auf die Geschlechterverteilung sowie das Alter der Bevölkerung im Südwesten.

Baden-Württemberg: Statistisches Landesamt in Stuttgart offenbart Detail zur Bevölkerung

Demnach sind Frauen in Baden-Württemberg leicht in der Überzahl: Der Anteil der Menschen weiblichen Geschlechts lag um 68.000 höher als der von Männern, deren Anteil auf die Gesamtbevölkerung gerechnet 49,7 Prozent betrug. Diese Verteilung ist insofern interessant, als dass die Geburtenrate von Jungen in den vergangenen Jahren durchschnittlich höher lag, als die der Mädchen.

„In Baden-Württemberg wie auch in Deutschland insgesamt stehen 1. 000 Mädchengeburten immerhin rund 1 050 Geburten von Jungen gegenüber“, heißt es in dem Bericht vom Statistischen Landesamt in Stuttgart. Das zeigt sich auch in Hinblick auf die Bevölkerungsanteile in jüngeren Altersklassen - bei diesen sind Männer in Baden-Württemberg nämlich stärker vertreten als Frauen.

„Bei den Kindern und Jugendlichen sowie im jüngeren und mittleren Erwachsenenalter dominieren in beinahe allen Altersjahren zahlenmäßig die Männer“, teilt das Statistische Landesamt in Stuttgart mit. Aber: Die weibliche Bevölkerung hat in Baden-Württemberg immer noch eine höhere Lebenserwartung, wenngleich sich die beiden Geschlechter in den vergangenen Jahren immer weiter angenähert haben.

„Ab der Altersgruppe der 59-Jährigen sind die Frauen ausnahmslos stärker vertreten, wobei diese zahlenmäßige Dominanz mit zunehmendem Alter immer ausgeprägter wird“, heißt es in der Mitteilung des Statistischen Landesamts. So werden Frauen mit 84,4 im Südwesten durchschnittlich dennoch ganze 4,4 Jahre älter als Männer, die auf eine Lebenserwartung von im Schnitt 79,8 Jahren hoffen dürfen.

Statistisches Landesamt Stuttgart: Zahlen zur Bevölkerung in Baden-Württemberg

Die Lebenserwartung im Südwesten ist allgemein recht hoch, wie eine kürzlich erschienene Studie zeigte. Derer nach werden Baden-Württemberger im Vergleich zu allen anderen Bundesländern am ältesten. Am meisten Frauen leben mit einem Bevölkerungsanteil von 61 Prozent übrigens in Untermarchtal im Alb-Donau-Kreis, wie das Statistische Landesamt in Stuttgart mitteilt. Besonders gering fällt ihr Anteil dagegen in den kleinen Gemeinden Hohenstadt im Landkreis Göppingen (42,8 %), Allmannsweiler im Landkreis Biberach (45,2 %) und Beuron im Landkreis Sigmaringen (45,4 %).

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