Lästig und gefährlich

Gefährliche Mücke in Baden-Württemberg - nicht so harmlos, wie viele denken

  • Julian Baumann
    VonJulian Baumann
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Stechmücken und andere Insekten sind auch in Baden-Württemberg im Sommer sehr lästig. Manche Arten sind zudem aber auch gefährlich für den Menschen - wie zum Beispiel die Kriebelmücke.

Stuttgart - Das Wetter in Deutschland und Baden-Württemberg ist aktuell schwülwarm und oftmals gewittrig. Dadurch vermehren sich auch Stechmücken, Fliegen und andere Insekten stark, die oftmals sehr lästig sein können. Die bissigen Kriebelmücken verbreiten sich aufgrund der Hitze aktuell ebenfalls sehr stark im Südwesten. Die kleinen Insekten sehen zwar aus wie herkömmliche Stubenfliegen, ihr Biss ist jedoch nicht so harmlos, wie viele denken. Ein Biss der kleinen Mücken kann beim Menschen unter Umständen Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit auslösen, wie der Südwestrundfunk (SWR) berichtet. Das unterschätzen viele bisher.

In Baden-Württemberg breiten sich aktuell gleich mehrere gefährliche Insektenarten aus. Bill Gates warnte bereits vor dem „gefährlichsten Tier der Welt“. Die asiatische Tigermücke wurde unter anderem bereits in der Landeshauptstadt Stuttgart gesichtet. Zudem verbreitet sich auch eine Giftraupe in Baden-Württemberg, der Kontakt ruft heftige Reaktionen hervor. Ganz so gefährlich ist die Kriebelmücke zwar nicht. Der Biss kann jedoch zu extremen Folgen führen, wenn man auf den Juckreiz mit Kratzen reagiert.

Gefährliche Mücke in Baden-Württemberg: Insekten trinken Blut aus der Wunde

Durch einen Stick der herkömmlichen Mücken bildet sich eine juckende und auch schmerzende Schwellung auf der Haut. Im Gegensatz dazu sticht die Kriebelmücke nicht, sondern beißt sich durch die Haut. Laut dem SWR trinkt das kleine Insekt anschließend das Blut aus der Wunde. Deshalb wird die Mücke auch „Poolsauger“ genannt. Ein Biss der Kriebelmücke kann unterschiedliche Folgen haben. Manchmal bildet sich nur eine Schwellung, es können jedoch Blutergüsse oder eitrige Bläschen um die Wunde entstehen.

Die Symptome nach einem Biss der Kriebelmücke können ebenfalls sehr unterschiedlich ausfallen. In den meisten Fällen schwillt die Stelle um den Biss an und beginnt stark zu jucken und zu schmerzen. In anderen Fällen kann der Biss laut dem SWR jedoch auch Kopfschmerzen, Schüttelfrost und Übelkeit hervorrufen. Besonders fatal sind jedoch die Folgen, wenn man dem Juckreiz nachgibt und an der Wunde kratzt. Dann können nämlich noch mehr Bakterien in die Wunde gelangen, was im schlimmsten Fall zu einer Blutvergiftung führt.

Kriebelmücke in Baden-Württemberg: Was man nach einem Biss machen sollte und wo man sicher ist

Während sich Stubenfliegen und Stechmücken nicht zieren bei offenem Fenster auch in Wohnungen zu huschen und dort den Bewohnern auf den Pelz zu rücken, agierten die Kriebelmücken vorzugsweise nur im Freien, heißt es bei galileo.tv. Das heißt zumindest, dass die Bewohner Baden-Württembergs zumindest in der eigenen Wohnung vor den gefährlichen Mücken sicher sind. Sollte man sich im Freien jedoch einen Biss des Insekts eingehandelt haben, gilt es zunächst Ruhe zu bewahren. Der Drang zum Kratzen ist vermutlich groß, dem sollte jedoch nicht nachgegeben werden.

Stattdessen sollte man einen Biss der Kriebelmücke so behandeln, wie einen Stich der Stechmücke. Stattdessen soll die Wunde ausreichend mit Kühlpads oder feuchten Lappen gekühlt werden, berichtet der SWR. Anschließend hilft auch ein Hitzestift dabei, das lästige Jucken zumindest zu verringern. Wer einen solchen Hitzestift nicht greifbar hat, kann den Juckreiz auch mit einer handelsüblichen Zwiebel bekämpfen. Durch den antibakteriellen Effekt geht zudem auch die Schwellung zurück. Die Kriebelmücken sind von Mai bis September unterwegs und beißen neben Menschen auch Pferde und Kühe.

Rubriklistenbild: © Patrick Pleul/dpa

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