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Artländ und Lange Ost Nacht: Nächste Veranstaltungen in Stuttgart gestrichen - „Alles nur noch lächerlich“

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Von: Nadja Pohr

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Menschen am Eckensee in Stuttgart
Das Festival Artländ sollte ein neues Kulturerlebnis am Eckensee werden. Nun wurde es jedoch abgesagt (Archivbild). © IMAGO/Horst Rudel

Das Sommerfest in Stuttgart wurde abgesagt. Auch das neue Festival Artländ und die Lange Ost Nacht fallen aus. Die Bürger im Netz sind ratlos und ärgern sich über die Absagen.

Stuttgart - Das Sommerfest am Eckensee im August musste abgesagt werden. Obwohl es die Sitaution rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg zulassen würde, hat die Pandemie in den vergangen zwei Jahren ihre Spuren hinterlassen. Die Gastronomie leidet seither unter Personalmangel.

„Unter diesen Voraussetzungen können wir ein Sommerfest, so wie wir es aus den vergangenen Jahren kennen, einfach nicht durchführen“, sagte Andreas Kroll, Geschäftsführer der Veranstaltungsgesellschaft in.Stuttgart. Auf die Absage reagierten die Bürger aus Stuttgart enttäuscht und traurig. Und nun folgen weitere Hiobsbotschaften für den Veranstaltungssommer in der Region: Ein weiteres Fest wurde gestrichen.

Neues Festival Artländ und Straßenfest Lange Ost Nacht in Stuttgart abgesagt

Im September 2022 sollte zum ersten Mal das Festival Artländ am Eckensee stattfinden und ein „gemeinsames, neues Kulturerlebnis“ schaffen. Der Ort im Oberen Schlossgarten, der sich in den vergangenen Jahren zu einem sozialen Brennpunkt entwickelt hat, sollt mit dem Fesitval Artländ zu alter Schönheit und Bedeutung zurückfinden. Jetzt wurde allerdings überraschend bekannt gegeben, dass das Fest, an dem sich auch das Staatstheater beteiligen wollte, nicht stattfinden wird.

Fabian Seewald, einer der Veranstalter, erklärte gegenüber der Stuttgarter Zeitung, dass man sich „schweren Herzens“ dazu entschlossen habe, das Festival abzusagen. Grund seien unter anderem strenge Auflagen und höhere Gebühren sowie Probleme mit der Infrastruktur und der Finanzierung. Aber auch die Politik in Stuttgart habe sich bei der Planung für das neue Festival Artländ weniger kooperativ gezeigt, als erhofft. „Wir mussten leider feststellen, dass sich in Stuttgart die Räder nicht so schnell drehen, wie von uns erwartet“, sagte Seewald.

Aber auch das Straßenfest Lange Ost Nacht wurde für 2022 abgesagt. Die Begründung der Veranstalter ist nicht ganz nachvollziehbar. Für das Straßenfest war ein neues Konzept angedacht, das mit einem hohen Aufwand verbunden gewesen wäre. Hinzu komme, dass viele andere Open-Air-Veranstaltungen in Stuttgart-Ost nachgeholt würden. Ob die Lange Ost Nacht an einem anderen Termin stattfindet, ist noch ungewiss. Auch das Afrika-Festival im Juli kann nicht im üblichen Umfeld stattfinden. Grund sind langfristige Planungen, bei denen auch die Verträge der Künstler eine Rolle spielen. Außerdem war die Angst groß, dass Corona den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung machen würde.

„Was ist los?“: Stuttgarter sind ratlos über reihenweise Absagen der Veranstaltungen

Bereits nach der Absage des Sommerfests hagelte es im Netz Kritik von den Stuttgartern. Es sei „beschämend für Stuttgart“, dass das Fest nicht stattfinden könne, schrieb ein User. Dass nun reihenweise weitere Absagen von Veranstaltungen folgen, macht die Bürger ratlos und traurig. „Was ist denn los in Stuttgart?“, fragt sich ein Facebook-Nutzer. „Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass nichts mehr so wird, wie es mal war“, kommentiert eine Userin. „Das ist traurig, es war immer so schön“, schreibt eine weiterer zur Absage der Langen Ost Nacht. „Na toll, Hauptsache wir hatten den unnötigen Kirchentag“ oder „Alles nur noch lächerlich“, ärgern sich die User.

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