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Apotheken im Südwesten starten bald mit Corona-Impfungen

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Impfung in den Apotheken
Apotheker im Land wurden bei Fortbildungen auf die Impfungen vorbereitet. © Bernd Weißbrod/dpa

Mit den Apotheken wird die Corona-Impfkampagne auf noch breitere Beine gestellt. So soll die Schwelle zur Impfung weiter gesenkt werden. Doch Software-Probleme könnten den Start noch verzögern.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die Apotheken im Südwesten starten in der neuen Woche mit Corona-Impfungen. Frühestens ab Dienstag soll es auch dort Impfungen geben, wie ein Sprecher des Landesapothekerverbands in Stuttgart mitteilte. An den Schulungen dazu haben laut Landesapothekenkammer rund 900 Apothekerinnen und Apotheker teilgenommen. Die notwendigen Unterlagen, um Impfstoff bestellen zu können, hätten schon rund 150 Apotheken beantragt, teilte eine Sprecherin mit. Welche Apotheken im Land Corona-Impfungen anbieten, erfahren Interessierte demnach ab der neuen Woche auf einer eigenen Webseite der Landesapothekenkammer.

Fehlendes Personal infolge von Isolation und Quarantäne oder fehlende Räume könnten laut Apothekerverband Gründe dafür sein, dass Apotheken keine Impfungen anbieten. Geimpft werden in den Apotheken den Angaben zufolge alle am Markt zugelassenen Vakzine. Die Ausnahme bildet der Kinderimpfstoff von Biontech/Pfizer. In Apotheken dürften nur Menschen ab zwölf Jahren geimpft werden, sagte der Sprecher.

Die Apothekerinnen und Apotheker wurden bei Fortbildungen auf die Impfungen vorbereitet und sind nach Angaben des Sprechers auch geschult im Umgang mit möglichen Impfreaktionen. Für Verzögerungen beim Impfstart der Apotheken könnte noch die Meldesoftware sorgen. Die Apotheken müssen ihre täglichen Impfungen über das digitale Impfmonitoring an das Robert Koch-Institut in Berlin melden. Ob das System in den Apotheken bis zum geplanten Start am Dienstag funktionieren wird, war zunächst noch unklar.

Gesundheitsminister Manne Lucha gab sich zuversichtlich und kündigte am Sonntag den Impfstart in Apotheken für den 8. Februar an. «Ich fordere jeden einzelnen noch nicht geimpften Erwachsenen auf, sich dieser Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu stellen und sich jetzt schnell impfen zu lassen», sagte der Grünen-Politiker demnach. Es gebe ausreichend Impfstoff und freie Termine.

Lucha sieht das Angebot als Möglichkeit einer langfristigen, tragfähigen Versorgung beim Impfen. Weitere Berufsgruppen wie Zahnärzte und Tierärzte sollten folgen, kündigte er an.

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