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„Schluss mit Vorurteilen“: Aladdin-Star auf Plakaten mit neuer Prinzessin

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Von: Sina Alonso Garcia

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Dschinni und Prinzessin
Dschinni (Maximilian Mann) posiert gemeinsam mit Prinzessin Reka Schatz im Rahmen einer Plakat-Kampagne zum Tag der Menschen mit Behinderung. © Conny Wenk/46PLUS Down-Syndrom Stuttgart e.V.

Da ging ein Traum in Erfüllung: Für eine Plakat-Kampagne posiert die 21-jährige Reka Schatz gemeinsam mit „Aladdin“-Darsteller Maximilian Mann. Die Fotos werden in ganz Stuttgart zu sehen sein und sollen mit Vorurteilen aufräumen.

Stuttgart - Als Flaschengeist Dschinni hat sich Maximilian Mann in die Herzen der Zuschauer des Stuttgarter „Aladdin“-Musicals gezaubert. Nun wirkt der Bühnenstar an einer Plakat-Kampagne mit, die anlässlich des Internationalen Tags für Menschen mit Behinderung am 3. Dezember gestartet ist. Gemeinsam mit Reka Schatz, einer jungen Frau mit Downsyndrom aus Kornwestheim (Kreis Ludwigsburg), posiert der Aladdin-Darsteller auf Fotos, die seit dem 26. November in ganz Stuttgart zu sehen sind - auf Großplakaten, Bussen und Werbeträgern. Für die 21-Jährige, die in der Theaterkantine arbeitet, ging damit ein Traum in Erfüllung.

„Ich bin sehr dankbar, dass Reka uns täglich zeigt, was für ein toller Mensch sie ist“, sagt Mann im Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten. „Wir mögen sie nicht mehr missen.“ Als er von der Plakat-Kampagne hörte, war er sofort Feuer und Flamme - und ist stolz auf seine neue Prinzessin. Die Botschaft: Es braucht nicht gleich drei Wünsche, die man ja bekanntlich bei einem Dschinn hat. Vielmehr reicht es, wenn ein einziger Wunsch in Erfüllung geht - und zwar der Verzicht auf Vorurteile gegen Menschen mit Behinderung.

Aladdin-Star und Disney-Prinzessin Reka werden im Netz gefeiert: „Einfach umwerfend schön und natürlich“

Ins Leben gerufen wurde die Kampagne vom Verein 46Plus Down-Syndrom in Stuttgart. Mit dem Musical-Veranstalter Stage Entertainment arbeitet der Verein bereits zum fünften Mal zusammen. Noch bis zum 27. Dezember 2022 werden die Plakate überall in der Stadt zu sehen sein, zudem entstanden auch Videos für Social Media. Möglich gemacht wurde das Ganze von Constanze Müller, Theaterleiterin des Stage Apollo Theaters, und Markus Brühl, dem künstlerischen Leiter. Im Netz stoßen die Fotos der neuen Disney-Prinzessin auf Begeisterung. „Einfach umwerfend schön und so natürlich“, schreibt etwa ein Nutzer unter dem Beitrag von 46Plus Down-Syndrom auf Facebook.

Durch Kampagnen wie die mit Schatz und Mann will der Verein 46Plus Down-Syndrom nicht nur Vorurteile und Berührungsängste abbauen, sondern auch über das Down-Syndrom informieren. Bei Menschen mit Down-Syndrom ist das Chromosom 21 in jeder Zelle drei- statt zweifach vorhanden. Deshalb spricht man auch von Trisomie 21. Statistisch gesehen ist unter 600 bis 700 Geburten ein Kind mit Down-Syndrom. Auf seiner Website schreibt der Verein: „Die Trisomie 21 ist eine Genveränderung, aber keine Krankheit. Jedes Kind mit Down-Syndrom ist einzigartig in Charakter, Persönlichkeit sowie Ausprägung von Intelligenz und Lernfähigkeit.“

Viele Aktionen des Vereins richten sich direkt an Menschen mit Down-Syndrom und deren Familien. Mit Beratung, Erstinformationen und Themenabenden unterstützt46Plus Down-Syndrom alle, die sich über das Down-Syndrom informieren möchten. Weitere Informationen finden Interessierte auf der Website des Vereins sowie auf Facebook.

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