Kultfiguren aus dem Südwesten

Äffle und Pferdle könnten Denkmal in Stuttgart bekommen

Die schwäbischen Kultfiguren „Äffle und Pferdle“ gehen in Stuttgart über den Marktplatz.
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Die schwäbischen Kultfiguren „Äffle und Pferdle“ gehen in Stuttgart über den Marktplatz.
  • Sabrina Kreuzer
    vonSabrina Kreuzer
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Sie sind die Stars aus dem Südwesten: Äffle und Pferdle. Vom Fernsehen sollen sie nun den Sprung in die Schwabenmetropole Stuttgart schaffen - Fans setzen sich für ein Denkmal ein.

Stuttgart - Welches Kind aus dem Südwesten kann sich nicht an den braunen Affen und das graue Pferd erinnern, die in den Werbepausen im SWR-Fernsehen eingespielt wurden? Sicher können viele von Kindesalter an den Hafer-und-Bananen-Blues mitsingen, haben schon einmal die Hafer-und-Bananen-Schokolade gegessen oder kaufen aus nostalgischen Gründen Mineralwasser mit kleinen Comics der Kultfiguren auf dem Etikett. Sie sind unumstritten die Kultfiguren aus dem Südwesten: „Äffle und Pferdle“.

Ein kleines Denkmal sollen Äffle und Pferdle in der Landeshauptstadt Stuttgart schon bekommen: Am Hauptbahnhof ist ab Juni eine Ampel geplant, die ihre Silhouetten zeigt. Hier soll es dann heißen: „Beim Äffle gehn, beim Pferdle stehn.“ Eigentlich sollte der extra schwäbische Straßenübergang schon vergangenes Jahr installiert werden. Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg musste dies jedoch immer wieder verschoben werden. Doch wie die Stuttgarter Nachrichten berichten, ist die Ampel den Fans des tierischen Duos nicht genug - sie sollen ein richtiges Denkmal in Stuttgart bekommen.

Von der Ampel bis hin zum Denkmal: Den Kultfiguren Äffle und Pferdle soll in Stuttgart gedacht werden

Die Fans von Äffle und Pferdle, wollen, dass den Schwabenstars genauso gedacht wird wie Loriot. Der hat immerhin ein Denkmal am Eugensplatz - mitsamt Mops. Bei der Umsetzung ihres Wunsches setzen die Fans auf den noch recht neuen Stuttgarter Oberbürgermeister Frank Nopper (CDU). Der macht, laut Stuttgarter Nachrichten, momentan ein Projekt nach dem anderen zur Chefsache. Warum dann nicht also auch ein Denkmal für Äffle und Pferdle?

Über das Vorhaben der Fans und des Oberbürgermeisters Frank Nopper freut sich der ehemalige SWF-3-Chef Hans-Peter Stockinger: Mit einer Äffle-und-Pferdle-Skulptur würde man „unsere eigenwillig charmante Stadt zum Leuchten zu bringen“ Stockinger ist es, der aus eigener Tasche 2.000 Euro als Grundstock für das Denkmal in den Spendentopf geworfen hat. Damit hat wiederum er den Fanclub von Äffle und Pferdle begeistert.

Wäre der Sockel vor den Toren des Stuttgarter Rathauses der richtige Platz für Äffle und Pferdle?

Der Fanclub könne sich gut vorstellen, dass ein Denkmal des tierischen Kultduos noch mehr Menschen nach Stuttgart locken würde: „Es wäre ein Tourismusmagnet.“ Zwar hat Stuttgart viele Sehenswürdigkeiten zu bieten, aber ein Äffle-und-Pferdle-Denkmal fehlt noch.

Hans-Peter Stockinger schlug in einem Brief an Oberbürgermeister Frank Nopper einen Standort vor: Äffle und Pferdle würden sich gut auf dem Sockel vor dem Portal des Rathauses machen. Der Sockel stammt aus den 1950er-Jahren. Ursprünglich wurde er für eine Skulptur des Rössles von den Architekten Stohrer und Schmohl angefertigt.

Armin Lang junior, der Rechteinhaber von Äffle und Pferdle, hält dies für eine ausgezeichnete Idee. „Die im Rathaus werdet dann täglich dran erinnert, dass es mit a bissele Humor doch oifach besser goht!“, sagte er den Stuttgarter Nachrichten.

Doch das Denkmal für Äffle und Pferdle könnte nicht nur ein neuer Tourismusmagnet in Stuttgart werden und dem Mops von Loriot Gesellschaft leisten: Es könnte auch eine zerstrittene Familie wieder zusammenbringen. Bis vor einem Jahr lieh noch Volker Lang, der Onkel von Armin Lang junior, dem Pferdle seine Stimme. Gemeinsam mit Armin Lang senior erfand er das Duo in den 1960er-Jahren. Er selbst sagt jedoch, man habe ihn „weggemobbt“. Dennoch freue er sich über die Idee des Denkmals.

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