2G nur Übergangslösung

„2G plus“ in ganz Stuttgart: Gesundheitsamtschef will Tests auch für Geimpfte

Menschen essen, trinken und schlendern an einem Abend in Stuttgart durch die Gassen.
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Sollte in Stuttgart 2G-plus kommen, müssten sich auch Geimpfte und Genesene in öffentlichen Bereichen testen lassen.
  • David Frey
    VonDavid Frey
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Stuttgarts Gesundheitsamtleiter fürchtet, das 2G-Modell werde bald nicht mehr ausreichen. Er fordert, dass auch Geimpfte und Genesene sich testen sollen.

Stuttgart – Die Infektionslage in ganz Deutschland spitzt sich weiter zu. In Baden-Württemberg gilt inzwischen die Alarmstufe, die Ungeimpften vielerorts den Zutritt verwehrt. Denn viele öffentliche Bereiche unterliegen derzeit der 2G-Regel, stehen also nur noch geimpften und genesenen Personen zur Verfügung.

Da sich die Situation rund um das Coronavirus in Baden-Württemberg dennoch weiterhin verschärft, fordert nun Stefan Ehehalt, der Leiter des Gesundheitsamts in Stuttgart, das 2G-plus-Modell einzuführen.

2G plus: Auch Geimpfte und Genese brauchen einen Test

Der Amtsleiter betont in einer Mitteilung der Landeshauptstadt, der 2G-Ansatz sei zwar angemessen, noch besser wäre es jedoch einen Schritt weiter zu gehen. Die Einführung einer 2G-plus-Regel würde bedeuten, dass sich vollständig Geimpfte und Genesene zusätzlich testen lassen müssen. Akzeptiert wird hierfür ein negativer Corona-Schnelltest.

Stefan Ehehalt, der Leiter des Gesundheitsamts in Stuttgart, spricht sich für eine 2G-plus-Regel aus.

Baden-Württemberg verzeichnet mit 397,7 die vierthöchste Inzidenz in Deutschland. Die Zahl der belegten Intensivbetten ist weiter auf 444 gestiegen (Stand: 18.11.21, 10.30 Uhr). „Wir alle, egal ob geimpft oder noch nicht geimpft, sollten dieses Signal ernst nehmen“, appelliert Ehehalt. Nach seiner Einschätzung werde sich diese Entwicklung in nächster Zeit aller Voraussicht nach fortsetzen.

Winfried Kretschmann schließt erneuten Lockdown in Baden-Württemberg nicht aus

Inwieweit es neue Maßnahmen geben könnte, wird bei der Konferenz der Ministerpräsidenten am 18. November diskutiert. Nach ersten Medienberichten überlegt Sachsen einen zweiwöchigen Lockdown für alle umzusetzen.

Angesichts der dramatischen Corona-Lage schloss auch Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen erneuten Lockdown nicht aus. „Ausschließen kann man nichts“, hatte er erst am vergangenen Dienstag darauf angesprochen gesagt.

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