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„Peinliches Statement“: Fans schütteln Kopf über Thomas Helmers Katar-WM-Äußerung

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Von: Marius Epp

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Thomas Helmer am Mikrofon.
Thomas Helmer will Politik und Sport trennen. © Melanie Zink/imago

Viele sehen der WM in Katar kritisch entgegen. Nicht so Thomas Helmer - der Ex-Profi überrascht mit einer eigenen Meinung.

München - Jüngst sorgte FIFA-Präsident Gianni Infantino* für neuen Wirbel um die WM 2022 in Katar*. Recherchen verschiedener Medien ergaben, dass beim Bau der WM-Stadien mehrere tausend Arbeiter ums Leben gekommen sind. Infantino will davon aber nichts wissen.

„Es ist einfach nicht wahr“, verteidigt der Schweizer die Austragung im Emirat. „Es sind drei. Drei Arbeiter sind gestorben. Das ist immer noch zu viel, aber zwischen drei und 6.500 ist ein großer Unterschied.“ Darüber hinaus sorgt er mit einem geradezu absurden Vergleich für Kopfschütteln: „Die Arbeitsbedingungen in Katar sind vergleichbar mit denen in Europa.“

WM 2022 in Katar: FIFA-Präsident Infantino bestreitet schlechte Arbeitsbedingungen

Vor Kurzem ist der FIFA-Präsident mit seiner Familie nach Doha gezogen - auch das befeuerte die Kritik an seiner Person sowie am Weltverband. Schon lange üben prominente Stimmen aus der Sportwelt Kritik an der WM-Vergabe*. So kündigte der ehemalige Manchester-United-Star Eric Cantona an, die Weltmeisterschaft nicht zu verfolgen. „Es ist keine echte WM. Ich interessiere mich nicht dafür.“

Der Franzose begründet seine Kritik mit den zahlreichen Menschenrechtsverletzungen im Wüstenstaat. Ex-Nationalspieler Toni Kroos bezeichnete die Vergabe als „falsch“ und prangerte ebenfalls die Zustände im Land an. Einen Gegenpol bildet nun Thomas Helmer*. Der Ex-Bayern-Profi meldete sich in den sozialen Medien mit überraschenden Aussagen zur WM.

WM 2022 in Katar: Thomas Helmer kann es kaum erwarten - „Freue mich schon“

„Nur noch knapp zehn Monate bis zur WM in Katar. Ich freue mich schon sehr und sage bereits jetzt, dass ich mich an politischen Diskussionen zur Weltmeisterschaft nicht beteiligen werde“, schreibt er in einer Instagram-Botschaft. „Für mich geht es hier einfach um den schönsten Sport der Welt.“

In den Kommentaren braut sich schnell Gegenwind zusammen. Die meisten seiner Fans haben kein Verständnis für die Aussagen des langjährigen Doppelpass-Moderators. „15.000 Tote, egal, lass mal kicken jetzt“, lautet ein ironischer Kommentar. „Ein ziemlich peinliches Statement“, findet ein User, der für seinen Kommentar eine Menge Zustimmung erhält. Helmer selbst hingegen erhält von seinen Followern tatsächlich nur wenig Zustimmung. (epp) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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