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„Begeistert sind die Deutschen nicht“: Hackl Schorsch trainiert ab jetzt die Konkurrenz

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Von: Andreas Knobloch

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Jahrzehntelang erfreute Rodel- und Wintersport-Legende Hackl Schorsch den deutschen Sport, jetzt ist er zu einem anderen Verband gewechselt.

Berchtesgaden – Er war über 14 Jahre eine Bank bei Olympia. Wintersport-Legende Georg Hackl, den jeder eigentlich nur als Hackl Schorsch kennt, gewann drei Goldmedaillen und zwei Silbermedaillen. Bei den Spielen 1988 stand er erstmals als Zweitbester auf dem Podest. 92, 94 und 98 dann Gold, ehe er sich 2002 noch einmal die Silbermedaille umhängen ließ. 2006 in Turin ging er leer aus. Zu seinen Erfolgen zählen auch 22 WM-Medaillen, darunter zehn erste Plätze.

Georg Schorsch Hackl Olympia DSV Österreich
Schön grinsen kann der Hackl Schorsch: Damals bei Olympia für Deutschland, bald auch für Österreich. © IMAGO/Eibner Pressefoto / Heike Feiner

Hackl Schorsch nicht mehr für Deutschland? Ehemaliger Konkurrent tätigt Sensationstransfer

Neben seinen zahlreichen Weltcupsiegen (33) hat er auch neunmal die von Stefan Raab ins Leben gerufene Wok-WM gewonnen und ist dort Rekordhalter. Der Hackl Schorsch war einer breiten Masse bekannt, auch über die Landesgrenzen hinaus und genau das wird dem Deutschen Wintersportverband jetzt zum Verhängnis. Denn der mittlerweile 56-Jährige sorgt bei einem anderen Verband für Aufsehen. Georg Hackl trainiert jetzt die Österreicher, wie merkur.de berichtet.

Lange Jahre war Hackl für sein Heimatland als Techniktrainer tätig, wechselte aber am 1. Mai ein paar Kilometer südlich. „Wer die Nummer zwei ist, möchte auch die Nummer eins werden“, sagt Österreichs Rodel-Chef Markus Prock, der als Hackls ärgster Konkurrent während der gemeinsamen Karriere galt, laut krone.at. Als „Sensationstransfer“ wird der Wechsel bezeichnet, den Hackl nicht früher vollziehen konnte, ehe er als pensionierter Soldat galt.

„Jo mei, begeistert sind die Deutschen nicht“: Hackl Schorsch ehrlich

„Jo mei, begeistert sind die Deutschen nicht“, sagt der gebürtige Berchtesgardener dem Medium, fügt aber an: „Es gibt kein böses Blut. Die meisten haben mir gratuliert, hätten selbst schon gerne diesen Schritt gemacht.“ Warum sollte man von der Nummer eins im Eisbahnsport zur Nummer zwei wechseln? Auch für diese Frage hat der Hackl Schorsch eine Antwort parat:„Was in Deutschland oft ein Jahr dauert, geht hier in zwei Wochen“. Zudem sei das Teamgefüge besser, die Zukunftsaussichten sonniger und es würde mit offenen Karten gespielt werden.

„Vertrag hin, Vertrag her. Mir taugt’s bei euch!“, sagt Hackl zu Prock, dessen Kontrakt bis 2026 läuft und als größtes Ziel die Olympischen Spiele in Italien 2026 beinhaltet. Vielleicht lässt der Hackl Schorsch die Deutschen hinter sich wie einst Stefan Raab bei der Wok-WM. (ank)

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