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Kurioser Siegtreffer: Hamburger SV gewinnt Relegations-Hinspiel bei Hertha BSC

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Von: Antonio José Riether

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Der Hamburger SV legte im Relegations-Hinspiel bei Hertha BSC mit einem 1:0-Sieg vor. Damit liegt der einstige Dino auf Bundesliga-Kurs. Der Live-Ticker zum Nachlesen.

Die 57. Minute: Die Flanke von Ludovit Reis segelt über Oliver Christensen hinweg ins Tor zum 1:0 für den HSV.
Die 57. Minute: Die Flanke von Ludovit Reis segelt über Oliver Christensen hinweg ins Tor zum 1:0 für den HSV. © Michael Taeger/imago

Das war‘s fürs Erste! Hertha BSC verliert das Relegations-Hinspiel gegen den Hamburger SV im heimischen Olympiastadion mit 0:1. Nach 57 Minuten war es Hamburgs Ludovit Reis, der das 1:0 durch eine Flanke erzielte, die über den Berliner Keeper Oliver Christensen hinweg ins Tor flog. Nun gehen die Hauptstädter mit einem Rückstand ins Rückspiel im Hamburger Volkspark.

Bundesliga-Relegation: Hertha BSC - Hamburger SV 0:1 (0:0)

Aufstellung Hertha BSC: Christensen - Pekarik, Kempf, Boyata, Plattenhardt - Tousart, Stark (70. Gechter) - Wollschläger (46. Jovetic), Serdar (79. Richter), Mittelstädt - Belfodil (80. Maolida)
Aufstellung HSV: Heuer Fernandes - Heyer, Vuskovic, Schonlau, Muheim - Meffert - Reis, Rohr (58. Vagnoman) - Jatta (74. Kaufmann), Gatzel, Kittel (90. Gyamerah)
Tore: 0:1 Reis (57.)

SCHLUSSPFIFF

90. +3: Christiansen muss bei einem Versuch durch Glatzel eingreifen, der Ball komm wieder flach auf den Kasten.

90. Minute: Es gibt vier Minuten Nachspielzeit!

88. Minute: Herthas Jovetic vergibt die Chance zum Ausgleich etwas überhastet, Heuer Fernandes hat keine Probleme mit dem Abschluss. Kurz danach wird der HSV-Keeper bei einer Flanke von Malida gefoult. Die Hertha drückt in dieser Phase wieder.

Hertha BSC taumelt der Niederlage entgegen - HSV weiter im Angriffsmodus

86. Minute: Hamburgs Reis prüft Christensen, diesmal mit einem gewollten Torschuss, doch der Däne packt sich den Flachschuss des Niederländers.

83. Minute: Boyata sucht Jovetic mit einem langen Ball, doch dieser segelt ins Toraus. Währenddessen verlassen die ersten Fans bereits das Olympiastadion.

78. Minute: Kittel kommt nach einem gravierenden Abwehrfehler zum Abschluss, setzt das Leder jedoch in Bedrängnis ein gutes Stück übers Tor. Die Gäste sind dem zweiten Tor aktuell näher als die Hertha dem Ausgleich.

75. Minute: Eine Viertelstunde vor dem Ende schenken sich beide Mannschaften nichts. Der HSV scheint weiter sein Spiel durchzuziehen, von den Berlinern kommt aktuell nicht viel.

Nächste Chance für den Hamburger SV durch Vagnoman - Hertha schwimmt phasenweise

71. Minute: Die Hamburger sorgen immer wieder für Entlastungsmomente und versuchen sich spielerisch durchzusetzen. Zudem steht die Walter-Elf enorm hoch, das 1:0 ist bis hierhin verdient.

69. Minute::Die Verunsicherung der Berliner ist nun zu spüren. Hamburgs Vagnoman wird stark freigespielt und zieht ab, doch sein Versuch wird in letzter Sekunde geklärt.

65. Minute: Hamburg bleibt jedoch ebenfalls dran und lässt sich des Öfteren vor dem gegnerischen Strafraum blicken. Nach einer Hereingabe bringt Glatzel den Ball per Kopf in die Mitte, allerdings ging seiner Aktion ein Foul voraus. Freistoß für die Berliner.

62. Minute: Die Hertha-Fans reagieren mit Support auf den Gegentreffer und ihre Mannschaft gibt Gas! Belfodil setzt sich im Strafraum durch und kommt zum Abschluss aufs kurze Eck, doch HSV-Keeper Heuer Fernandes reagiert stark und bewahrt sein Team vor dem Ausgleich.

Reis überrascht Hertha-Keeper Christensen: Hamburger SV mit dem ersten Treffer der Partie

57. Minute: Und aus dem Nichts der erste Treffer! Reis will eigentlich von links Flanken, doch seine Hereingabe fliegt über den Keeper Christensen über den Innenpfosten ins Tor. Gewollt war das wohl nicht - aber effektiv! 1:0 für Hamburg!

54. Minute: Es geht hin und her in Berlin, jedoch ohne dass eine der Mannschaften entscheidend zum Abschluss kommt. Der HSV kontert und kommt noch nicht richtig durch, gewinnt jedoch die Zweikämpfe bei den Vorstößen der Hauptstädter.

51. Minute: Und wieder geht mit Belfodil ein Herthaner im Strafraum zu Boden, doch wieder entscheidet Harm Osmers gegen Elfmeter.

Hertha-Verteidiger Boyata holt sich die nächste Karte ab - Hamburg noch ohne Verwarnung

48. Minute: Boyata räumt Muheim ab, es gibt einen Freistoß für Hamburg aus aussichtsreicher Position und die insgesamt dritte gelbe Karte der Partie für die Berliner. Der HSV sah hingegen noch keine.

46. Minute: Hamburg geht unverändert in die zweiten 45 Minuten, die Hertha wechselt einmal: Nils Wollschläger verlässt den Platz, für ihn kommt Herthas Toptorjäger Stevan Jovetic, der bereits sechs Treffer erzielen konnte.

HALBZEIT

45. Minute + 2: Die Aufregung ist vorbei, weiter geht es mit einem Hamburg-Freistoß, der jedoch in den Händen von Hertha-Keeper Christensen landet.

Hertha BSC erzielt den ersten Treffer, der VAR hat etwas dagegen: Torschütze Belfodil stand im Abseits

45. Minute: Und aus dem Nichts erzielen die Berliner das Tor! Mittelstädt bedient Belfodil mit einer starken Flanke vor das Tor, der Algerier steigt hoch und köpft ein - doch er wird zurückgepfiffen. Der Stürmer stand knapp im Abseits, was kurz danach auch der VAR bestätigt!

43. Minute: Nach einem Foul von Kittel gibt es wieder einen Freistoß für die Hertha. Doch weder Wollschläger noch Belfodil können die Flanke von Tousart verarbeiten.

39. Minute: Es ist weiterhin ein Spiel, das von der Spannung des möglichen Auf- oder Abstiegs lebt. Nach dem VAR-Aufreger hat sich das Geschehen wieder etwas beruhigt, der HSV ist weiterhin gut in der Partie. Nach einer Hereingabe steigt Glatzel hoch, trifft jedoch nur das Außennetz.

Hamburger SV bei VAR-Szene im Pech: Kein Elfmeter für den HSV

35. Minute: Die Entscheidung steht: es gibt keinen Elfmeter für den HSV! Zuvor wahr Hamburgs Maximilan Rohr mit der Hand am Ball, weshalb Pekariks Handspiel nicht geahndet wird. Nach zweiminütiger Unterbrechung geht es also weiter.

33. Minute: Nun wird die Szene gecheckt! Pekarik soll Glatzels Abschluss mit der Hand gestoppt haben - Osmers sieht sich die Szene noch einmal an!

Referee Harm Osmers checkt die Handspiel-Szene.
Referee Harm Osmers checkt die Handspiel-Szene. © Michael Taeger/imago

32. Minute: Und wieder die Hamburger: Jattas verunglückte Flanke rutscht in die Mitte durch, wo Glatzel den Ball kontrolliert und noch zum Abschluss kommt. Pekarik ist dazwischen, trotzdem wird der Ball scharf - Christensen muss eingreifen und hält stark. Die erste gute Chance des Spiels.

29. Minute: Nach einer knappen halben Stunde häufen sich wieder die Fouls im Mittelfeld, Niklas Stark holt sich die erste gelbe Karte ab. Kurz danach sieht auch Lucas Tousart eine Verwarnung. Die Hertha zeigt Nerven.

24. Minute: Hamburgs Jatta ist auf der rechten Seite durch und sucht mit seiner Flanke Glatzel, doch seine Hereingabe kommt etwas zu hoch und etwas zu scharf in die Mitte. Kurz darauf setzt sich der Gambier wieder auf rechts durch, flankt allerdings etwas unkontrolliert hinter das Tor.

Hamburger SV gibt den ersten Schuss der Partie ab: Miro Muheim verzieht

22. Minute: Der HSV holt den ersten Eckball der Partie heraus. Nach der kurz ausgeführten Variante gibt Miro Muheim den ersten Abschluss der Partie ab. Doch sein Distanzschuss verfehlt den Hertha-Kasten um einige Meter.

19. Minute: Die letzten Minuten gehören klar der Hertha. Eine Hereingabe von Mittelstädt wird während des Berliner Power Plays geblockt, doch Hamburg kann sich nicht befreien. Noch warten die Zuschauer auf die erste Torchance des Spiels.

Hertha BSC wird nach schwacher Anfangsphase besser: Hamburger SV kann sich kaum befreien

16. Minute: Da ist sie, die erste strittige Strafraumszene des Spiels. Herthas Belfodil tankt sich bis vors Tor durch und geht zu Boden, Schiri Harm Osmers entscheidet jedoch sofort: Weiterspielen. Ein Elfmeter wäre hier wohl auch zu viel gewesen. Kurz darauf gibt es die nächste gute Situation durch die Berliner, die einen Freistoß zugesprochen bekommen. Doch Plattenhardts Flanke geht an allen Akteuren vorbei.

13. Minute: Nach einer knappen Viertelstunde gibt es noch keine nennenswerten Möglichkeiten, die Fanlager beider Vereine geben jedoch ihr Bestes und feuern ihre Teams lautstark an.

11. Minute: Es ist weiter ein Spiel, das von Nervosität geprägt ist. Kein Team möchte den ersten Fehler machen, beide sind in der Anfangsphase äußerst vorsichtig.

7. Minute: Die Hamburger versuchen durch Ballbesitz ins Spiel zu kommen, doch konnte die Mannschaft von Tim Walter noch keinen sauberen Angriff einleiten. Beide Teams tasten sich jedoch unabhängig vom Ballbesitz noch etwas ab.

Hamburger SV setzt den ersten Nadelstich gegen Hertha BSC - erste Aktion des Debütanten

4. Minute: Die erste Hamburger Torannäherung! Nach einem langen Ball kommt Stürmer Robert Glatzel fast an den Ball, Debütant Christensen im Hertha-Tor kommt ihm jedoch zuvor.

2. Minute: Die ersten Momente des ersten Relegationsspiels sind von Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Herthas Niklas Stark begeht das erste Foul der Partie, der Ball ist bei den Hamburgern.

ANSTOSS

Update, 20.28 Uhr: Die Teams betreten das Feld. Die Hamburger Fans brennen ein Feuerwerk im Gästeblock ab, die Berliner empfangen ihr Team mit der Vereinshymne. Es kann los gehen!

Hertha-BSC-Trainer Felix Magath geht optimistisch ins Spiel: „Wir sind zuversichtlich“

Update, 20.22 Uhr: Noch wenige Minuten bis zum Spielbeginn. Herthas Trainer-Routinier Felix Magath zeigte sich gegenüber Sat.1 bereits optimistisch. „Wir sind zuversichtlich und ich glaube, dass wir hier heute ein gutes Spiel machen“, meint der 68-Jährige. Sein Pendant Tim Walter baut auf seine Fans und die Mentalität seines Teams. „Wir versuchen heute die Fans mitzunehmen und sie versuchen auch, uns mitzunehmen. Wir hatten keinen Bock mehr auf den vierten Platz und dachten uns: machen wir es mal anders“, sagt der HSV-Trainer unmittelbar vor der Partie.

Update, 20.13 Uhr: Eine gute Viertelstunde trennt uns vom Anpfiff durch Schiedsrichter Harm Osmers. Das Berliner Olympiastadion ist restlos ausverkauft, die Fans stimmen sich auf das erste von zwei Endspielen ein. Für die Hamburger ist es bereits die dritte Relegation, die Hertha muss zum zweiten Mal als Bundesligist in zwei Partien um den Abstieg spielen.

Update, 20.02 Uhr: Die Spannung steigt im Berliner Olympiastadion, noch eine knappe halbe Stunde bis zum Anpfiff. Vor dem Spiel wünscht sich Herthas Geschäftsführer Fredi Bobic weiß um die Wichtigkeit des Hinspiels, sein Wunsch: „Kein Gegentor bekommen“. Die Hamburger Offensive um Torjäger Robert Glatzel wird heute alles tun, um dies zu verhindern.

Hertha BSC geht mit Personalsorgen ins Relegations-Hinspiel - zwei Ausfälle bereits sicher

Update vom 19. Mai, 19.44 Uhr: Die Aufstellungen beider Teams sind nun bekannt. Bei Hertha BSC gibt es eine faustdicke Überraschung, denn Stammkeeper Alexander Schwolow ist dauerhaft verletzt und auch sein Ersatzmann Marcel Lotka fehlt. Darum beginnt der Däne Oliver Christensen im Tor der Hertha, es ist sein erster Einsatz für den Verein. Zudem startet Niklas Stark für den gesperrten Ascacibar. Zudem spielt der 19-jährige Offensivspieler Luca Wollschläger sein Startelf-Debüt.

Update vom 19. Mai, 19.28 Uhr: Eine gute Stunde noch bis zum Anpfiff des Relegations-Hinspiels. In wenigen Augenblicken werden die Aufstellungen der beiden Teams bekanntgegeben, für wen entscheiden sich Hertha-Coach Felix Magath und HSV-Trainer Tim Walter? Die Antwort folgt in Kürze!

Update vom 19. Mai, 18.54 Uhr: Vor dem Relegations-Hinspiel in Berlin müssen die Gastgeber einen Rückschlag hinnehmen. Denn für das vorletzte Saisonspiel fallen sowohl Stürmer Davie Selke als auch Verteidiger Marton Dardai aus. Beide Profis fehlen mit Oberschenkelproblemen, auch der Einsatz des 20-jährigen Keepers Marcel Lotka ist noch ungewiss.

Update vom 19. Mai, 18.33 Uhr: In knapp zwei Stunden wird es ernst. Im Berliner Olympiastadion will Hertha BSC den sechsten Abstieg aus der Bundesliga vermeiden, während der Hamburger SV erstmals in seiner Vereinsgeschichte ins Oberhaus aufsteigen kann. Vier Spielzeiten lang war der vor dem Abstieg durchgängig erstklassige HSV in der zweiten Bundesliga, in diesem Jahr können die Norddeutschen nun nach langer Abwesenheit in die Beletage des deutschen Fußballs zurückkehren.

Hertha rutschte durch VfB-Sieg in die Relegation - nun geht es gegen den HSV

Erstmeldung vom 19. Mai:
Berlin - Am vergangenen Samstag sah es lange Zeit aus, als würde sich Hertha BSC vor der drohenden Relegation retten. Mit 1:0 führten die von Felix Magath trainierten Hauptstädter zur Halbzeit in Dortmund, während der Konkurrent VfB Stuttgart gegen Köln zurücklag. Jedoch verlor die Hertha noch mit 1:2 beim BVB, während die Schwaben in letzter Sekunde gewannen, und muss nun in zwei Relegationsspielen gegen den Hamburger SV ran.

Hamburger SV ist der Relegations-Experte der Bundesliga - folgt der dritte Streich gegen Hertha BSC?

Der HSV katapultierte sich nach seiner traditionellen Frühlings-Krise mit einer Siegesserie bis auf Rang drei und könnte nach vier Jahren Zweitklassigkeit wieder ins Oberhaus aufsteigen. Dass die Norddeutschen als eine Art Relegationsspezialist in Deutschland gesehen werden, könnte ihnen dabei nur entgegenkommen. 2014 und 2015 entkam der einstige Liga-Dino jeweils denkbar knapp in der Relegation gegen die SpVgg Greuther Fürth und den Karlsruher SC dem Abstieg, ehe es 2018 erstmals in die 2. Bundesliga ging. Seitdem landete der Traditionsklub jedes Jahr konsequent auf Rang vier, nun wurde dieser Bann bereits gebrochen.

Von der Konstanz des HSV kann die Hertha nur träumen. In dieser Saison versuchten sich vor Magath bereits zwei Trainer an der Aufgabe, aus der neureichen grauen Maus einen Anwärter auf höhere Aufgaben zu formen. Jedoch entwickelten sich die Berliner sukzessive zum Abstiegskandidaten, zum Saisonende verpasste die Hertha zudem drei Matchbälle für den sicheren Klassenerhalt und steht nun mit dem Rücken zur Wand.

Hertha-BSC-Coach Felix Magath ist vor dem Duell locker: „Noch mal Druck, noch mal Stress“

Während einigen Spielern nach der Pleite in Dortmund bereits die Tränen kamen, blieb Felix Magath als gefühlt einziger gelassen. Der Trainer-Routinier, der ausgerechnet mit dem HSV die größten Erfolge seiner Karriere - darunter drei Meisterschaften und zwei Europapokale - feierte, mühte sich, Positivität auszustrahlen: „Ich freu‘ mich drauf! Noch mal zwei schöne Spiele, noch mal volle Hütte, noch mal Druck, noch mal Stress. Einfach wunderbar!“, meinte Magath gegenüber der ARD. Besonders letztere Aussage würde wohl kaum ein Herthaner unterschreiben. (ajr)

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