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Thomas Müller nennt Grund für Auswechslung zur Pause – und sorgt damit für Lacher

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Von: Patrick Mayer, Florian Schimak

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Auch rund um das Bundesliga-Spiel gegen den VfL Bochum geht es beim FC Bayern um das Interview von Manuel Neuer. Julian Nagelsmann wird deutlich. Die Stimmen aus München.

München - Der Fokus gilt freilich schon dem Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain (Dienstag, 21 Uhr, hier im Live-Ticker). Vor der Reise in die französische Hauptstadt meisterte der FC Bayern die Pflichtaufgabe in der Bundesliga gegen den VfL Bochum durch ein souveränes 3:0 (1:0).

FC Bayern: Manuel Neuer auch gegen den VfL Bochum ein Thema

In der Münchner Allianz Arena war auch diesmal das polarisierende Interview des verletzten Manuel Neuer ein großes Thema, in dem der Weltmeister die Bayern-Bosse und Trainer Julian Nagelsmann scharf kritisiert hatte.

Nagelsmann stellte vor der Partie eine klare Forderung an den 36-jährigen Keeper. Thomas Müller erklärte hinterher sein kurioses Tor. Wir fassen für Sie die Stimmen aus der Mixed Zone und von Sky zusammen:

Thomas Müller traf gegen den VfL Bochum vor der Pause zur Führung.
Thomas Müller traf gegen den VfL Bochum vor der Pause zur Führung. © Imago

Thomas Müller (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... den Grund für seine Auswechslung zur Pause: „Ich bin leicht angeschlagen an der Wade, aber ohne Probleme. Links im oberen Quadranten außen.“

... sein Tor zum 1:0: „Ich bin halt hinterher gegangen. Man weiß ja nie, es kann immer was schiefgehen. Ehrlicherweise muss man sagen, dass unser Platz in der Allianz Arena nicht unbedingt überragend ist. Entsprechend habe ich davon vielleicht auch profitiert, dass der Ball ein bisschen langsam wurde. Dann hatte ich eine Mischung aus gutem Reaktionsvermögen, einer Brise Glück und einer unwiderstehlichen linken Klebe.“

... die Form der Bayern: „Es war insgesamt ein Ergebnis und ein Spiel, mit dem wir gut leben können. Irgendwo in uns drin ist da schon nochmal ein bisschen mehr Anspruch. Wir hatten schon auch Torchanchen. Es könnte aber auf dem Platz einfach erfrischender laufen. Man sieht in ganz Europa, dass sich die ganzen Topteams nicht unbedingt leicht tun. Unabhängig jetzt von Paris selbst auch in anderen Ligen.“

... das Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain: „Am Dienstag kommt es jetzt natürlich darauf an. Da müssen wir da sein, ein gutes Ergebnis mit nach München holen. Wir haben den Vorteil, dass das Rückspiel in München stattfindet. Hier können wir dann das Ganze über die Ziellinie drücken. So ist unser Plan. Die Spannung steigt. So geht es uns natürlich auch. Die Vorfreude ist groß, natürlich aber auch die Anspannung.“

... seine Auswechslung zur Pause: „Leicht angeschlagen, aber ohne große Probleme. Es war die Wade. Links, so im oberen Quadranten. Außen.“ (lacht)

Leon Goretzka (FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... das Spiel gegen seinen Ex-Klub: „Ich glaube, die Spiele, die ich im Fernsehen von Bochum zuschaue, sind emotionaler. Unter der Woche beim Pokal habe ich extrem mitgefiebert. Hier habe ich meinen Job zu erledigen.“

... die Form der Bayern: „Speziell in der ersten Halbzeit haben wir vom Engagement her sehr viel vermissen lassen. Die Energie, die wir auf den Platz bringen wollten, haben wir nicht wirklich auf den Platz bekommen. Defensiv haben wir es ordentlich gemacht. Es kann eklig sein gegen Bochum mit den langen Bällen. Mit Ball war das aber einfach zu wenig. Man hat gemerkt, dass Bochum das Spiel unter der Woche in den Beinen hatte. Da hätten wir einfach viel mehr den Gegner laufen lassen müssen, das Spiel mehr in ihrer Hälfte gestalten müssen. Das haben wir zumindest in Teilen in der zweiten Halbzeit besser gemacht.“

„Vor der WM lief es wie aus einem Guss. Es liegt nicht an den Abläufen. Wir wissen alle, was wir zu tun haben. Es ist ein Energiethema, die wir einfach auf den Platz bringen müssen. Aufgrund der jüngeren Vergangenheit können wir nicht mehr behaupten, dass wir in den wichtigen Spielen von 0 auf 100 da sind. Sondern wir müssen uns das wieder erarbeiten. In dem Prozess hätten wir ein, zwei Sachen besser machen können seit der Winterpause. So ehrlich müssen wir sein.“

... seine vergebene Großchance in der ersten Halbzeit: „Der hätte auch dem Thomas (Müller) vor die Füße fallen können. Ich habe das in dem Moment nicht gesehen. Den so rüber zu bekommen - ich glaube jeder, der schon mal Fußball gespielt hat, weiß, wie schwierig das ist.“

... den angeschlagenen Thomas Müller: „Ich kenne ja Thomas Körper. Ich denke, da müssen wir uns keine Sorgen machen.“

... die verletzten Spieler bei Paris Saint-Germain: „Der Trainer hat ja klar gesagt, wie er damit umgeht. Wir beschäftigen uns gar nicht damit, werden ja von unserem Trainerteam darauf eingestellt. Auf das, was wir dazu gesagt bekommen, verlassen wir uns.“

... das Spiel gegen PSG: „Voller Vorfreude. Seit der Auslosung schwirrt dieses Spiel ja so ein bisschen um uns herum. Du versuchst, es so gut wie möglich fernzuhalten. Jetzt dürfen wir endlich darüber nachdenken. Und das machen wir auch. Wir fahren dort selbstbewusst und hoch motiviert hin.“

... die Halbzeitansprache von Julian Nagelsmann, der nur kurz in der Kabine war: „Wir unterhalten uns schon auch in der Mannschaft. Ich habe es gar nicht so kurz empfunden, weil es ziemlich intensiv war, ehrlich gesagt. Wenn er das gesagt hat, dann ist es so. Es ist eher untypisch.“

Yann Sommer (Torwart des FC Bayern) nach dem Spiel über ...

... die Vorfreude auf das PSG-Spiel: „Sehr groß. Und auch eine sehr große Motivation für dieses Spiel. Wir werden uns sehr gut vorbereiten. Große Vorfreude auf ein tolles Spiel gegen eine tolle Mannschaft. Es wird spannend.“

... den Sieg gegen den VfL Bochum: „Wichtiger Sieg vor solch einem großen Spiel. Aber wenn man die Leistung anschaut: Wir hatten in der ersten Halbzeit Mühe, die Räume zu finden, haben uns vielleicht auch nicht optimal bewegt. Zum Teil auch viele Fehler gemacht, unsauber gewesen. Trotzdem haben wir in den richtigen Momenten die Tore erzielt, was heute Ruhe reingebracht hat. Wir müssen kritisch mit uns selbst sein. Es ist wichtig, dass wir die Sachen analysieren, die wir heute nicht gut gemacht haben. Dass wir das gut anschauen. Sie haben uns gut angelaufen, und da haben wir uns teils nicht gut bewegt. Wir können in allen Bereichen noch besser sein. Am Dienstagabend wird es ein ganz anderes Spiel, weil der Gegner anders Fußball spielt.“

... mögliche Angst vor den PSG-Superstars um Neymar und Lionel Messi: „Ich habe nie Angst, das wäre ja komplett falsch. Ich freue mich auf das Spiel. Wir freuen uns auf das Spiel. Es ist sehr wichtig für den Klub und für uns als Mannschaft. Ich bereite mich auf jedes Spiel sehr akribisch vor, versuche, über jeden Gegner viel zu erfahren. Wie sie sich bewegen, was für Standards sie spielen. Alles, was für mich als Torwart wichtig ist. Ihre Spieler kennt man gut, man weiß, was ihre Stärken sind. Darauf werde ich mich als Torwart vorbereiten.“

Julian Nagelsmann (Trainer des FC Bayern) vor dem Spiel über

... seine Aussprache mit FCB-Torwart Manuel Neuer: „Die Causa Manuel Neuer ist nicht geschlossen. Das kann man jetzt zweideutig verstehen. Die Thematik ist geschlossen. Wir müssen nach vorne schauen. Ich erwarte von ihm, dass er das Team und mich unterstützt. Da gilt es jetzt, einen Haken dran zu machen. Es geht darum, dass er fit wird. Fußball ist ein Teamsport. Die Zukunft ist für Manu sehr wichtig, für mich sehr wichtig und vor allem für den FC Bayern sehr wichtig.“

... den Druck in der Fußball-Bundesliga: „Generell ist die Liga sehr spannend gerade, weil wir zu Beginn des zweiten Teils der Saison nicht so gepunktet haben, wie wir vielleicht hätten müssen.“

Im Video: Nagelsmann über Gespräch mit Neuer - „Das Thema beerdigen“

... die Generalprobe für das PSG-Spiel: „Generell haben die beiden Mannschaften nicht so viel gemein, Bochum und Paris. Es ist wichtig für uns, die Punkte für unsere Ziele in der Bundesliga zu sammeln. Sie spielen einen anderen Fußball. (...) Wir wollen beide Spiele erfolgreich gestalten, mit zwei Siegen.“

... seinen neuen Torwarttrainer Michael Rechner: „Generell ist Michael ein sehr guter Torwarttrainer. Wir kennen uns schon länger, haben schon zusammengearbeitet und einen guten Draht zueinander. Michael ist inhaltlich überragend, er wird unserem Trainerteam gut tun.“

(pm/smk)

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