Mick wird Ersatzfahrer

Schumacher-Traum wird wahr! Ferrari-Ankündigung lässt deutsche Fans jubeln

Mick Schumacher veranstaltet beim EM-Achtelfinale zwischen Deutschland und England einen Grillabend.
+
Mick Schumacher könnte bald in ganz offizieller Mission das Ferrari-Rot überstreifen.
  • Alexander Kaindl
    VonAlexander Kaindl
    schließen

Mick Schumacher hat ein gutes Premieren-Jahr in der Formel 1 hinter sich. Nun folgt die Belohnung: 2022 ist er offiziell Ersatzfahrer von Ferrari.

Maranello - Eine schöne Weihnachts-Überraschung für Mick Schumacher* und deutsche Formel-1-Fans! Der Sohn der Motorsport-Legende wird 2022 offizieller Reservefahrer bei Ferrari. Das verkündete Teamchef Mattia Binotto nun in einer Medienrunde. Das heißt: Schon im kommenden Jahr könnten wir wieder einen Schumacher in einem roten Boliden sehen - und zwar nicht nur in Trainings oder Testfahrten, sondern auch bei ganz offiziellen Rennen.

Schumacher könnte einspringen, wenn die Stammfahrer Charles Leclerc oder Carlos Sainz ausfallen. Das Prozedere, Piloten von anderen Teams abzuziehen, ist in der Formel 1 nicht ungewöhnlich. Der damalige Williams-Fahrer George Russell vertrat Serien-Weltmeister Lewis Hamilton Ende 2020, als dieser wegen einer Corona-Infektion passen musste. Mercedes setzte dann nicht seinen eigentlichen Ersatzmann Stoffel Vandoorne ein, sondern eben den Mercedes-Junior Russell. Selbiger wird bekanntlich zum neuen Jahr ganz offiziell Hamiltons neuer Teamkollege.

Formel 1: Mick Schumacher wird offizieller Ersatzfahrer bei Ferrari

Sitzt Schumi also schon bald im Ferrari? So schnell geht es natürlich nicht. Mick wird im neuen Jahr wie gehabt seinen Haas über den Asphalt jagen, fährt ganz normal Tests, Trainings und Rennen für den US-Rennstall. Sollte es aber tatsächlich zu einem Ausfall im Stammteam von Ferrari kommen, dann hat Mick Schumacher gute Karten. Zwar gibt es neben ihm mit Antonio Giovinazzi einen weiteren Ersatzfahrer, aber: Der Deutsche ist im neuen Jahr aktiver Pilot in der Königsklasse. Giovinazzi, der bei Alfa Romeo keine Zukunft hatte, geht hauptberuflich in der Formel E an den Start. Klarer Vorteil also für Mick!

Die Bild zitiert Binotto wie folgt: „Mick wird nächstes Jahr ein 2022er Auto fahren. Die Autos sind wegen der Regeländerungen dann anders als jetzt. Daher ist es wichtig, einen Reservefahrer zu haben, der die Autos kennt.“

Schumacher ist zwar schon seit 2019 Teil der Ferrari-Nachwuchsschmiede. Sein Posten als offizieller Reservefahrer ist jedoch neu. Er und Giovinazzi teilen sich die Rennwochenenden auf. Wie letztlich aber bei einem Ausfall reagiert wird, dürfte immer eine kurzfristige Entscheidung sein. Ein weiterer Pluspunkt für den Sohn von Sohn von Michael Schumacher: Sollte es zu einem Spontan-Ausfall kommen, ist er bei den Rennen ohnehin schon immer vorort.

Mick Schumacher fährt in der Formel 1 weiter für Haas - und springt im Notfall bei Ferrari ein

Wie schnell eine Nachnominierung vonstatten gehen kann, weiß Ex-Formel-1-Fahrer Nico Hülkenberg nur zu gut: 2020 sprang er mehrmals bei Racing Point ein, jedes Mal musste es blitzschnell gehen.

Binotto ließ sogar durchblicken, dass Mick Schumacher irgendwann eine feste Zukunft bei Ferrari haben könnte: „Er ist schon Ferrari-Fahrer, ist Teil unserer Akademie. Die haben wir dafür, um herauszufinden, wer unsere künftigen Fahrer sein könnten. Wenn man Teil der Akademie ist und einen guten Job macht, hat man zweifellos Möglichkeiten.“ So gesehen bei Russell und Mercedes, der kommende Saison für den Konstrukteurs-Weltmeister fahren wird.

Im Video: Rührende Weihnachtskarte von Familie Schumacher

Der Alltag heißt für Schumacher allerdings weiterhin Haas. Das Auto war in der abgelaufenen Saison hoffnungslos unterlegen, weil man sich schon früh entschlossen hatte, den Fokus voll auf 2022 zu legen. Trotzdem machte der Formel-1-Neuling seine Sache mehr als ordentlich, stach seinen Teamkollegen Nikita Mazepin regelmäßig aus.

Binotto hat das natürlich ebenfalls bemerkt und attestierte Schumacher ein gutes Premieren-Jahr: „Er hat es gut gemacht, nicht nur in der Beständigkeit, sondern auch in der Geschwindigkeit, vor allem in den letzten Rennen. Wenn man bedenkt, dass Haas das Auto nicht weiterentwickelt hat, zeigt das, dass er sich verbessert hat.“ (akl) *tz.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Mehr zum Thema

Kommentare