EM 2021

„Wird wirklich anstrengend“ – Kroos schießt nach Matthäus-Kritik genervt zurück

Sieht die Kritik von Lothar Matthäus nicht so eng: Toni Kroos.
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Sieht die Kritik von Lothar Matthäus nicht so eng: Toni Kroos.
  • Nico Scheck
    vonNico Scheck
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Rekordnationalspieler Lothar Matthäus betitelt Toni Kroos beim DFB-Team als „größtes Problem“. Jetzt schießt der Madrilene verbal zurück.

Herzogenaurach – Es hat beinahe was von Majestätsbeleidung. Denn wie sonst, sollte man es betiteln, wenn Toni Kroos*, Weltmeister und vierfacher Champions-League-Sieger, verbal attackiert wird.

Was gemeint ist? Der mediale Aufschrei war groß, als Lothar Matthäus, selbst Rekordnationalspieler, Kroos bei der Bild-Zeitung nicht in seine Startelf der deutschen Nationalmannschaft* für die EM 2021* packte. Mehr noch, bei RTL bezeichnete er Kroos gar als „größtes Problem“. Matthäus Lösung: „Ich würde auf den Block von Bayern München setzen. Die kennen sich in- und auswendig.“ Gemeint sind Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Thomas Müller. Und Kroos? Der Madrilene weiß sich durchaus zu verteidigen.

EM 2021: Toni Kroos kontert Kritik von Lothar Matthäus

Kroos, das ist längst kein Geheimnis, gehört zu den Unumstrittenen in den Reihen von Bundestrainer Joachim Löw*. Auch für die DFB-Aufstellung zum EM-Auftakt gegen Frankreich* (15.06.2021) dürfte der Taktgeber von Real Madrid gesetzt sein. Kroos weiß um seine Stellung unter Löw. Wenig verwunderlich also, dass der 31-Jährige, angesprochen auf die Matthäus-Kritik, gelassen zum Konter ansetzen kann.

Im Podcast „Eine Halbzeit mit…“ vom Redaktionsnetzwerk Deutschland erklärte er süffisant: „Bei allem, was ich vom Lothar gehört habe, sollte ich das vielleicht eher als gutes Zeichen werten.“ Ohnehin gebe es so viele Experten. „Wenn ich mir von jedem einzelnen die EM-Elf anschauen sollte, dann wird es wirklich anstrengend“, erklärte Kroos und schob vielsagend nach: „Am Ende ist es so, dass ich seit elf Jahren spiele und ich übrigens nicht derjenige bin, der sich aufstellt. Ich denke, dass das einen Grund hat.“ Grundsätzlich könne jeder seine EM-Elf so aufstellen, wie er will. Aber: „Ich weiß nach wie vor, was ich dieser Mannschaft geben kann.“

Unterstützung erhielt Kroos jüngst auch von Löw im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Kroos sei „ein Vorbild an Professionalität“, schwärmte der Bundestrainer, „besser kann man sich nicht auf den Job vorbereiten, mehr kann man nicht machen“. (nc/dpa) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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