Stiftung Warentest

Matratzen im Test: Auch Discounter-Produkte überzeugen

Eine Hand testet den Härtegrad einer Matratze.
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Stiftung Warentest hat auch im ersten Halbjahr 2021 wieder Matratzen getestet. (Symbolbild)
  • Sophie Waldner
    vonSophie Waldner
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Die richtige Matratze ist das A und O für einen erholsamen Schlaf. Der Markt ist breit aufgestellt. Wie findet man sich da zurecht? Der Matratzen-Test gibt Aufschluss.

Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder schlaflose Nächte* — das können die Folgen sein, wenn die Matratze im Bett die falsche ist. In den Bettengeschäften und auch in den Online-Shops gibt es eine riesige Auswahl. Von günstig bis teuer können Sie sich alles aussuchen. Da ist es wichtig, die eigenen Bedürfnisse zu kennen. Der jährliche Matratzen-Test durch Stiftung Warentest gibt Aufschluss darüber, worauf Sie achten sollten.

Matratzen im Test: Mit neuen Erkenntnissen

Neu im Test war der Versuch herauszufinden, ob sich die Liegeeigenschaften schmaler Matratzen auch auf die breiteren Modelle übertragen lässt. Und tatsächlich, es ist möglich. „Die Tests zeigten zudem, dass auch die Abstütz-Eigenschaften auf der einen Seite einer Matratze durch Mitschlafende auf der anderen Seite nicht beein­trächtigt werden“, so Stiftung Warentest. Das bedeutet im Klartext, dass auch nach kleineren Ausführungen der gewünschten Matratze Ausschau gehalten werden kann, sofern diese nicht im Test für größere Modelle aufgelistet ist. Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, hat Stiftung Warentest je eine schmale Matratze (90 x 200 cm) und die dazu passende größere in 140 x 200 cm gekauft. Dann wurden jeweils Liegeeigenschaften, Halt­barkeit, Bezug, Umwelt­eigenschaften sowie erstmalig die Isolations­eigenschaften getestet.

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Video: So testet Stiftung Warentest die Matratzen

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Die fünf besten getesteten Matratzen im Überblick

Anbieter und ProduktQualitätsurteil Mittlerer Preis laut Anbieter
Bett1.de Bodyguard (90 x 200 cm)BEFRIEDIGEND (2,6)199,00 Euro
Traumnacht Komfort 7-Zonen 2 in 1 Duo Kaltschaummatratze (140 x 200 cm)BEFRIEDIGEND (2,6)220,00 Euro
Lidl Meradiso 7 Zonen Wendematratze (140 x 200 cm)BEFRIEDIGEND (2,6)116,00 Euro
Bett1.de Bodyguard (140 x 200 cm)BEFRIEDIGEND (2,7)340,00 Euro
Traumnacht Komfort 7-Zonen 2 in 1 Duo Kaltschaummatratze (90 x 200 cm)BEFRIEDIGEND (3,0)150,00 Euro

Laut Stiftung Warentest ist die Emma One weiterhin unangefochtene Nummer eins. So erhielt sie im Herbst 2019 die Note 1,7 (gut), getestet in der Größe 90x200cm.

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Matratzen im Test: Diese Matratzen-Typen gibt es

Egal ob Federkernmatratze, Latex­matratze, Schaum­stoff­matratze oder Boxspring: Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Am Ende kommt es ganz darauf an, womit Sie sich am wohlsten fühlen und den besten Schlaf bekommen.

  • Federkernmatratze: Ein Vorteil liegt laut Stiftung Warentest darin, dass die Feuchtigkeit gut abtransportiert wird. Die Wärmedämmung ist gering und die Punktelastizität ist auch gut. Nachteilig an diesem Modell ist die geringe Wärmeisolierung. Wer schnell friert, wird mit einer Federkernmatratze nicht warm werden. Zudem können sich mit der Zeit Kuhlen in der Schaum­stoff­auflage bilden. Auch ist diese Matratze im Vergleich ein schweres Modell.
  • Boxspringbett: Der Vorteil an einem Boxspringbett ist die Höhe. Diese Betten haben meist eine Höhe zwischen 60 und 70 cm, was es einfacher macht, aufzustehen und sich hinzulegen. Durch die Topper wird es schnell warm, hier gewinnen die Frostbeulen. Nachteil ist aber, dass durch das Material die Feuchtigkeit schlechter abtransportiert wird. Und auch, dass der Härtegrad oftmals nicht stimmt. Zudem sind Boxspringbetten sperrig und äußerst schwer.
  • Latexmatratze: Der Nachteil an dieser Matratze ist neben den teuren Preisen auch der schlechte Feuchtigkeitstransport. Diese Modelle lassen sich auch schwieriger wenden, da sie so schwer sind, findet Stiftung Warentest. Immerhin spricht aber für eine Latexmatratze, dass sie über gute Liegeeigenschaften verfügt und damit ein weiches und angenehmes Liegegefühl vermittelt. Wem schnell kalt wird, kann sich freuen, denn diese Matratze hat eine gute Wärmeisolation.
  • Schaumstoffmatratze: Diese Matratze hat zum Nachteil, dass die Qualität nicht einheitlich ist. Tatsächlich kommt das laut Stiftung Warentest auch innerhalb einer Charge vor. Des Weiteren können Wärme und Feuchte zu Liegekuhlen führen. Auch ist dieses Modell nicht für Menschen geeignet, die nachts stark schwitzen. Zudem wird bei diesen Matratzen der Härtegrad oft falsch angegeben. Stiftung Warentest fand heraus, dass die Matratzen oft weicher sind als angegeben. Vorteile sind: die gute Punktelastizität, je nach Ausführung guten Liegeeigenschaften und die gute Halt­barkeit und Wärmeisolation.
  • Viskoschaum­matratze: Großer Vorteil hier ist, dass sich die Matratze an die Körperform anpasst. Zudem sind sie halt­bar und wärme­isolierend. Der Schlafende bekommt ein anschmiegsames Liegegefühl vermittelt. Allerdings spricht laut Stiftung Warentest gegen eine solche Matratze, neben den teuren Kosten auch, dass der Schaum bei Kälte zu einer Liegeschale erhärtet. Dadurch werden Bewegungen im Schlaf erschwert, in der Konsequenz wird der Schlaf gestört. Durch die Wärmeisolation ist diese Matratze für stark schwitzende Menschen nicht geeignet.

(swa) *Merkur.de gehört zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk

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