Endlich sauber

Schluss mit Grünbelag auf Gartenwegen und Terrassen: Alles, was Sie wissen müssen

Ein Pilz wächst zwischen Pflastersteinen auf einem Bürgersteig.
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Grünbelag auf Pflastersteinen ist ganz schön lästig.

Grünbelag auf Wegen und Terrassen ist lästig und kann sogar gefährlich werden. Wer nicht die Chemiekeule schwingen will, greift zu Hausmitteln gegen Flechten, Moose und Algen.

Er sieht nicht schön aus und kann schnell rutschig werden: Grünbelag. Vor allem über den Winter siedelt er sich bevorzugt auf Gartenwegen, der Terrasse oder zwischen den Pflastersteinen der Einfahrt an. Kommt dann die Sonne hervor und ruft den Frühjahrsputz* auf den Plan, ist der Frust groß. Aber keine Panik: Mit ein paar Tricks und cleveren Hausmitteln lässt sich der lästige Grünbelag schnell und effektiv entfernen

Das Unkraut – meist Moose, Flechten und Algen – bevorzugt es natürlich genau dort, wo wir nicht so schnell mit dem Schaber hinkommen. Ein weiteres Minus: Die ungeliebten Pflanzen sprießen meist extrem wüst und unkontrolliert und vermehren sich schneller, als wir Wildwuchs sagen können. Dazu kommt, dass sie sich hartnäckig im Boden verankern und uns das Entfernen besonders schwermachen. Trotzdem müssen Sie nicht sofort zu chemischen Keulen und Hochdruckreinigern greifen. Auch die umweltschonenden Grünbelagentferner sind durchaus effizient und überraschen mit verblüffenden Ergebnissen.

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Grünbelag entfernen – unkompliziert, effektiv und umweltschonend

Schnelle Abhilfe gegen die unschönen Plagegeister schaffen folgende Mittel und Methoden:

  • Essig, auch als Essigreiniger oder Essigessenz
  • Salz
  • Waschsoda
  • Brennesseljauche
  • Schmierseife
  • Heißes Wasser
  • Schrubben mit einer sehr harten Bürste, einer Fugenbürste oder mit einer sogenannten Wurzelbürste

Beachten Sie jedoch, dass Sie das jeweilige Hausmittel sachgerecht abspülen und möglichst keine anderen Pflanzen damit zerstören. Der Rosenstock und der englische Rasen wollen sich schließlich auch weiterhin von ihrer besten Seite zeigen. 

Welches Hausmittel gegen welchen Grünbelag?

  • Auf Pflaster wirkt die Kombination aus Soda und Profi-Fugenbürste Wunder.
  • Auf Holz versuchen Sie Soda und Schmierseife.
  • Auf Steinen und Natursteinen machen Sie mit Soda und einem Hochdruckreiniger Eindruck.
  • An der Hauswand helfen Allzweckreiniger und Hochdruckreiniger.
  • An Gartenmöbeln erzielen Sie mit Essig, Essigwasser und Schmierseife überzeugende Ergebnisse.

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Grünbelagentferner aus dem Fachhandel

In jeden Baumarkt bekommen Sie chemische Grünbelagentferner vergleichsweise günstig. So wenden Sie sie an:

  • Bevor Sie dem eigentlichen Übel an die Wurzel gehen, reinigen Sie zunächst die Umgebung.
  • Entfernen Sie grobe Schmutzstellen wie Moos-Nester, aufgetürmte Erde, abgestorbene Blüten oder verrottetes Laub.
  • Wenden Sie den Algen- und Grünbelagentferner unverdünnt an.
  • Tragen Sie den Grünbelagentferner auf die entsprechenden Stellen auf.
  • Der Untergrund sollte relativ trocken sein. Feuchtigkeit würde den Grünbelagentferner unnötig verdünnen und damit seine Wirksamkeit schmälern. Deshalb auch unbedingt Regen vermeiden.
  • Wenn Sie mit einem Drucksprüher oder einer Gartenspritze arbeiten, können Sie den Grünbelagentferner besser dosieren und die Schädlinge zielgerichteter treffen.
  • Lassen Sie das Ganze ein paar Stunden einwirken.

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Grünbelagentferner auch für Übertöpfe

Sie haben Feuer gefangen und wollen es jetzt ganz genau wissen? Wenn sich zum Beispiel an Ihren Blumentöpfen Grünspan gebildet hat, kann hier ebenfalls ein Grünbelagreiniger helfen. Allerdings nur von außen. Saugt das Material Ihrer Töpfe sehr, was etwa bei Terracotta der Fall ist, wässern Sie den Topf vor der Behandlung. Das sättigt die Poren und verhindert, dass das Gefäß den Reiniger aufsaugt. Spülen Sie den Topf anschließend gründlich, damit Ihre Pflanzen auch weiterhin schön wachsen und gedeihen. (eha) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Quellen: gartenjournal.net, honigwerk.de, selbst.de, waesche-waschen.de

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Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. © pixabay/annawaldl
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. © pixabay/annawaldl
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © pixabay/Counselling
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © pixabay/KIMDAEJEUNG
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen, kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © pixabay/annawaldl
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © pixabay/MIH83
Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © pixabay/Hans
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © pixabay/Gellinger
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © pixabay/Jing
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © pixabay/mjordano

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