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Eichhörnchen nistet sich im Motorraum ein - Frau rettet die kleine Familie

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Von: Julian Baumann

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Links: Ein Eichhörnchen schaut aus einem Motorraum heraus. Rechts: Ein Eichhörnchen-Baby in einem Karton.
Eine Eichhörnchen-Familie hatte sich im Motorraum eines Autos eingenistet. Die Besitzerin rettete die Babys. © Screenshot: Facebook/The Dodo

Im Motorraum eines Autos hatte sich eine Eichhörnchen-Familie eingenistet. Die Frau des Besitzers rettete die Babys und vereinte sie wieder mit der Mutter.

Stuttgart - Wenn man Haustiere in seinem Auto mitnimmt, sollte man vor allem im Sommer äußerste Vorsicht walten lassen. Der „Dog Mode“ von Tesla soll eingeschlossene Tiere vor großer Hitze bewahren. Hin und wieder kommt es aber auch vor, dass sich Tiere ungefragt in einem Auto einnisten. Im Falle eines Marders kann ein solcher Vorfall sehr teuer werden, aber auch andere Tierchen finden hin und wieder ihren Weg in den warmen Motorraum. In den USA retteten Polizisten beispielsweise zwei Babykätzchen aus einem Tesla-E-Auto.

In einem vom Nachrichtenportal The Dodo auf Facebook veröffentlichten Video ist eine eher ungewöhnliche Begegnung mit einem Tier im Motorraum eines Autos zu sehen. Ein Eichhörnchen hat im Motorraum des Modells von Autohersteller Mazda offenbar ein Nest für seine Jungen gebaut und dadurch das Fahrzeug lahmgelegt. Das Pärchen, das offenbar im Besitz des Mazdas ist, dokumentierte die Begegnung und auch die Rettungsaktion der kleinen Eichhörnchen-Familie.

Eichhörnchen-Familie nistet in Motorraum - „ich werde die Babys daraus befreien“

In dem Video erzählt die Besitzerin des Autos, dass sie gerade im Fahrzeug saß und das Handbuch las, um herauszufinden, was die Warnsignale bedeuten, als sie ein Eichhörnchen entdeckte, das unter dem Auto hervorgerannt kam. Wenig später sei das Tier beladen mit Blättern und kleinen Stöcken aus einem Busch gekommen und wollte sich wieder dem Auto nähern. „Ich habe mir gedacht: das gibts doch nicht!“, erklärt die Frau ihre Reaktion. „Das Eichhörnchen macht mein Auto kaputt“, ist vom Ehemann der Frau zu hören.

Wie sich herausstellte, hatte das Eichhörnchen im Motorraum des Mazda ein Nest für seine Jungen gebaut und war immer wieder zwischen einem nahen Busch und dem Auto hin und her gelaufen, um das Nest mit Blättern und anderen Materialien auszustatten. Dabei hatte das Tier im Motorraum aber offenbar verheerende Schäden angerichtet, weswegen mehrere Funktionen des Autos nicht mehr funktionierten.

Die Besitzer des Mazda entschlossen sich daraufhin, dem Treiben des Eichhörnchens im Motorraum ihres Autos näher auf den Grund zu gehen. Als der Mann seine Hand in den Motorraum steckte, zog er sie schnell wieder zurück. „Ich habe etwas Lebendiges gefühlt“, habe er gesagt, wie seine Frau im Video berichtet. Sie habe als Tierfreund aber weniger an das Auto als an die armen Tierbabys im Motorraum gedacht. „Mir ist es egal, ob ich gebissen werde“, habe sie gesagt. „Ich werde die Babys daraus befreien.“

Frau rettet Eichhörnchen-Babys aus Auto und vereint sie mit ihrer Mutter

Gerade bei einem Verbrenner-Modell kann der Motorraum während der Fahrt schnell sehr heiß werden, was für die kleine Eichhörnchen-Familie schlimme Folgen gehabt hätte. „Ich war nicht mal sauer, ich wollte einfach nur die Babys retten“, erklärt die Frau im Video. Die kleinen Tiere waren im Motorraum unter den Blättern eng zusammengerollt und eingeengt. Nachdem das Pärchen die kleine Eichhörnchen-Familie aus dem Motorraum befreit hatte, habe sie gegoogelt, wie man Eichhörnchen-Babys wieder mit der Mutter vereinen könne.

Schließlich setzte sie die kleinen Tierchen in einem Karton unter einen Baum nahe dem Busch und legte ihr Handy dazu, das „Eichhörnchen-Geräusche“ abspielte, wie die Frau weiter erklärt. Nach kurzer Zeit kam auch die Mutter an, schlich zunächst mehrmals um den Karton herum, und nahm ihre Jungen schließlich in das Maul, um sie zu transportieren. „Es war wirklich verrückt“, heißt es im Video. Auch wenn die Eichhörnchen-Mutter beim Nestbau wohl ziemliche Schäden im Motorraum des Mazda angerichtet hatte, ging die Aktion für sie und ihre Jungen letztendlich gut aus.

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