Urlaub 2021

Ungetrübter Urlaubsspaß trotz Corona? Experten erwarten großen Reise-Boom im Sommer

Urlauber sonnen sich am Strand von Purita in Italien.
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Diesen Sommer wollen viele Deutsche wieder möglichst normal verreisen.
  • Franziska Kaindl
    vonFranziska Kaindl
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Viele Deutsche sehnen sich nach einer langen Urlaubsflaute danach, endlich wieder verreisen zu können. Experten erwarten im Sommer 2021 trotz Corona einen Reise-Boom.

Ob Reisen im Sommer 2021 wieder ohne Einschränkungen möglich sein wird, steht noch in den Sternen. So erlauben einige Länder Europas, wie Island, Polen oder Rumänien, dass Einreisende bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft* sein müssen. Für andere dürften weiterhin die üblichen Einreise-Regeln mit Test- und Quarantänepflicht bestehen. Trotzdem stehen die Sterne für den Tourismus im Sommer wieder sehr gut, wie einige Experten der Reise-Branche meinen.

Reise-Boom im Sommer 2021? Deutsche hoffen auf Urlaub trotz Corona

Bereits vor einigen Wochen machte der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, Hoffnung darauf, dass ab Pfingsten langsam aber sicher wieder normales Reisen möglich sein könnte. „Ich glaube aber, dass im Sommer schon ein Boom entstehen wird“, fügte Bareiß nun kürzlich in einem Interview mit der Agentur Reuters hinzu. Aufgrund der umfangreichen staatlichen Corona-Hilfen gehe er nicht von einer Pleitewelle in der Reise-Branche aus. Durch die Impfungen und mehr Schnelltests könne der Tourismus Schritt für Schritt wieder möglich werden. Trotzdem: „Natürlich wird das Jahr 2021 noch ein Krisenjahr sein.“ So wird das Reisen an Ostern aus seiner Sicht noch schwach ausfallen. Seine Hoffnung ruhe deshalb auf dem Sommer und dem zweiten Halbjahr.

Über die ermutigenden Aussagen des Tourismusbeauftragten der Regierung freut sich auch der Reiseveranstalter TUI. Ein Sprecher erklärt laut Bild.de: „Diese Aussage von Herrn Bareiß ist für die Branche wichtig und gibt Veranstaltern, Reisebüros, Fluggesellschaften und Hotels eine Perspektive.“ TUI selbst habe ebenfalls eine gesteigerte Reiselust der Deutschen bemerkt: „Unsere Marktanalysen zeigen, dass es eine enorme Sehnsucht gibt, nach dieser schwierigen Corona-Zeit wieder eine entspannte Reise machen zu können. Das sehen wir auch bei der Auswertung der Suchdaten auf unseren Internet-Seiten.“

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Corona: Diese Reiseziele haben Deutsche im Sommer 2021 im Auge

Ähnliche Prognosen zu einem Reise-Boom im Sommer stellt auch der Präsident des Deutschen Reiseverbandes, Norbert Fiebig, auf Anfrage von Bild.de: „Erste Reise-Nachfrage werden wir ab Ostern sehen. Ab Mai rechnen wir mit einer größeren Zahl an Auslandsreisen, und im Sommer wird die Reiselust der Deutschen wieder groß sein.“ Laut TUI wird es die Deutschen vor allem wieder in den Mittelmeerraum nach Spanien, Griechenland, die Türkei, Zypern oder Portugal ziehen. Wer mit dem Auto anreisen will, muss mit viel Verkehr in Richtung Österreich, Italien, Kroatien sowie der Ostseeküste oder der Mecklenburgischen Seenplatte rechnen.

Dennoch wird es nach Ansicht von Fiebig noch lange dauern, bis sich die Reisebranche erholt hat: „Wer nicht in die Winterferien fahren durfte, kann das nicht nachholen. Deshalb wird sich der Großteil des entgangenen Lockdown-Umsatzes nicht nachholen lassen.“ Eine Analyse der Welttourismusorganisation (UNTWO) hat sogar ergeben, dass sich das Reisen im letzten Jahr auf ein Niveau von 1990 zurückentwickelt hat. (fk) *Merkur.de ist Teil des Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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