Gegen Zahnfleischbluten

Zahnfleischentzündung behandeln mit Hausmitteln: So beugen Sie einer Paradontitis gezielt vor

  • Juliane Gutmann
    vonJuliane Gutmann
    schließen

Eine Zahnfleischentzündung verursacht meist keine Schmerzen, gilt aber als Vorläufer von Parodontose – die wiederum das Ausfallen der Zähne zur Folge haben kann.

Das Tückische an einer Zahnfleischentzündung (medizinisch Gingivitis): Sie macht sich meist lange Zeit nicht bemerkbar. Oft erkennen Betroffene sie deshalb erst spät und sind überrascht, wenn der Zahnarzt eine Zahnfleischentzündung diagnostiziert. Schmerzhaft ist diese meist nicht, jedoch spricht gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch und Zahnfleischbluten für eine Entzündung. Wie das vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) betriebene Portal Gesundheitsinformation.de weiter informiert, blutet das Zahnfleisch beim Zähneputzen oder sogar ohne Fremdeinwirkung.

Zahnfleischentzündung: Mögliche Ursachen für Zahnfleischbluten, Rötung und Schwellung

Eine Zahnfleischentzündung kann zurückgehen. Sie kann aber auch andauern, sich ausweiten und zu einer Parodontitis werden, wie es auf den Seiten von Gesundheitsinformation.de heißt. Doch soweit muss es nicht kommen, wenn man ein paar einfache Regeln der Zahnpflege* beachtet.

Plaque auf den Zähnen gilt als Hauptursache für entzündetes Zahnfleisch. Der Film aus Bakterien befindet sich meist direkt am Übergang zwischen Zahn und Zahnfleisch und kann in der Regel durch gründliche Zahnreinigung, regelmäßige Check-Ups beim Zahnarzt und professionelle Zahnreinigung immens reduziert werden. Doch nicht nur Plaque, auch Rauchen, Diabetes oder hormonelle Veränderungen wie während einer Schwangerschaft können Zahnfleischentzündungen fördern.

Ein Zahnarzt ist die beste Anlaufstelle für Zahnbeschwerden jeder Art und wird Ihnen eine für Ihre Bedürfnisse optimale Zahnpflege empfehlen.

Zur täglichen Zahnpflege sollte auch der Einsatz von Zahnseide gehören.

Hausmittel gegen Zahnfleischentzündung: Ätherische Öle bis Apfelessig

Der Deutschen Familienversicherung zufolge haben sich im Fall einer Zahnfleischentzündung folgende Hausmittel bewährt:

  • Ätherische Öle: Träufeln Sie zwei bis drei Tropfen Nelken-, Pfefferminz- oder Teebaumöl in ein Glas Wasser und spülen Sie Ihren Mund mehrmals täglich mit der Mischung.
  • Kamille und Salbei: Spülen Sie Ihren Mund mehrmals täglich mit Kamillen- oder Salbeitee, empfiehlt die Deutsche Familienversicherung. Die desinfizierende und beruhigende Wirkung würde Entzündungen des Zahnfleisches lindern.
  • Ingwer: Die entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung kann man sich bei Zahnfleischentzündungen zunutze machen – einfach mehrmals täglich den Mund mit Ingwertee spülen.
  • Salzwasser: Ein bewährtes Mittel gegen Zahnfleischentzündung – ein Teelöffel Salz aufgelöst in einem Glas Wasser als Mundspülung.
  • Apfelessig: Apfelessig soll den Speichelfluss anregen, entzündungshemmend und antibakteriell wirken. Mischen Sie zwei Teelöffel Apfelessig in einem Glas Wasser und gurgeln Sie damit eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen, rät die Deutsche Familienversicherung.

(jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Umfrage zum Thema Zahngesundheit

Weiterlesen: Rückenschmerzen und dauernd krank? Das könnte an Ihren Zähnen liegen – ein Sportzahnarzt klärt auf.

Diese Dinge sind schlecht für Ihre Zähne

Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt.
Snacks: Knabbereien wie Chips und Flips oder auch Gummibärchen, Bonbons und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker und Stärke. Diese wird von Plaque-Bakterien in Säure umgewandelt, die wiederum den Zähnen, genauer gesagt dem Zahnschmelz, schadet. Ein weiterer Nachteil: Snacks sorgen für eine verminderte Produktion von Speichel, der im Mund eine wichtige Schutzfunktion übernimmt. © Pixabay
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden.
Fruchtsäfte: Das Problem bei Fruchtsäften ist der teilweise hohe Zuckergehalt. Orangensäfte enthalten manchmal nur unwesentlich weniger Zucker als Limonaden. © Pixabay
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ...
Kaffee: Es ist kein Geheimnis. Kaffee sorgt für Verfärbungen der Zähne. Das gleiche gilt für das ... © Pixabay
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen.
Rauchen: Es erhöht zudem das Risiko für Entzündungen des Zahnfleisches und kann zu Zahnverlusten führen. Im schlimmsten Fall kann Rauchen auch Mund-, Lippen oder Zungenkrebs verursachen. © Pixabay
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen.
Piercings: Metalle von Piercings im Mundbereich schaden nicht nur den Zähnen, sondern auch dem Zahnfleisch. Dies kann teilweise gravierende Folgen haben, Zähne können im schlimmsten Fall sogar ausfallen. © Pixabay
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz.
Wein: Die in Rotwein enthaltenen chromogenen Moleküle und Tannine können zu einer Verfärbung der Zähne führen. Gleichzeitig schadet die Säure in Rot- und Weißwein dem Zahnschmelz. © Pixabay
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden.
Zähneknirschen: Speziell angefertigte Schienen können übermäßiges nächtliches Zähneknirschen und dadurch Schäden an der Zahnsubstanz vermeiden. © picture alliance / dpa
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein.
Essstörungen: Auch auf die Zähne können Sie sich auswirken. Denn Menschen etwa, die unter der Binge-Eating-Störung leiden, bekommen periodische Heißhungerattacken und verlieren die Kontrolle über Ihr Essverhalten. Dieses exzessive Essverhalten kann schädlich für die Zähne sein. © picture alliance / dpa
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen.
Verpackungen oder Flaschen mit dem Mund öffnen: So wie im Bild sollte es eigentlich sein. Doch viele Menschen öffnen Bierflaschen oder andere Verpackungen mit den Zähnen. Das sollten Sie besser lassen, da die Materialien theoretisch splittern könnten. Auf alle Fälle ist das Öffnen von Verpackungen schädlich für die Zähne. Ähnlich ist es mit dem Stifte oder Fingernägel kauen. © Pixabay

Rubriklistenbild: © "AndreyPopov" via www.imago-images.de

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare