1. bw24
  2. Service
  3. Genuss

Toastbrot im Test: Verunreinigungen mit Mineralöl – zwei Brote fallen durch

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Maria Wendel

Kommentare

Öko-Test hat 20 Toastbrote auf Schadstoffe untersucht. Dabei wurden in acht Toasts Verunreinigungen mit Mineralölbestandteilen gefunden.

Toastbrot ist beliebt als Snack oder Frühstücksbrot. Man kann es süß mit Nutella oder Marmelade oder herzhaft mit Wurst und Käse belegen. Wenn Sie nicht zu denjenigen gehören, die ihr Toastbrot sogar selber backen*, kaufen Sie es vermutlich im Supermarkt. Aber Achtung: Einige Toastbrote haben ein Mineralöl-Problem, wie Öko-Test jetzt in einem Test herausgefunden hat.

Öko-Test untersucht Toastbrot: Mineralöl und hohe Acrylamidwerte

20 Toastbrote wurden von Öko-Test auf Schadstoffe hin untersucht und verkostet, darunter Produkte von Aldi, Penny und Lidl, aber auch bekannte Marken wie Golden Toast. Überprüft wurden vor allem Vollkorntoasts, aber auch andere Körnertoastbrote und Dinkelbrot zum Toasten.

Das Ergebnis: Einige Mängel, vor allem wurden Rückstände von Pestiziden und Mineralöl gefunden. In zwei Bio-Toastbroten ist die Verunreinigung mit Mineralöl sogar so hoch, dass sie im Öko-Test durchfallen. Auch andere Inhaltsstoffe kritisiert Öko-Test: Die Toasts von Penny und Rewe etwa wiesen im goldbraun getoasteten Zustand vergleichsweise hohe Acrylamidwerte auf. Acrylamid ist ein krebserregender Stoff, der sich beim Rösten bildet. Aus diesem Grund sollten Sie übrigens Ihr Brot auch nicht zu dunkel toasten!

Auch den Salzgehalt bewertet Öko-Test in zwei Toastbroten als zu hoch: Das „Herzberger Bio 100 % Vollkorn Toastbrot“ und das „Ammerländer Bio Vollkorn Sandwich“ enthalten mehr als 1,2 Gramm Salz pro 100 Gramm Toast. Begründung: Ein dauerhaft hoher Salzkonsum kann Bluthochdruck und damit Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle begünstigen.

Lesen Sie auch: Probieren Sie mal French Toast mit Schokofüllung – süßes Deluxe-Frühstück aus altem Brot.

Diese zwei Toastbrote fallen im Öko-Test durch: vom Kauf wird abgeraten

ToastbrotÖko-Test-UrteilBegründung
Backhaus Bioland Vollkorn Toastmangelhaft45 Milligramm Mineralölbestandteile (MOSH) pro Kilogramm.
Ammerländer Bio Vollkorn SandwichungenügendNeben MOSH wurden auch aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe (MOAH) nachgewiesen.

Zur Erklärung: MOSH (Mineralölbestandteile) reichern sich in menschlichen Organen an. Darum sollte ihr Gehalt in Lebensmitteln so gering wie möglich sein. Zu der problematischen Stoffgruppe MOAH (Mineralölkohlenwasserstoffe) können auch krebserregende Substanzen gehören. 

Wie aber gelangt Mineralöl ins Toastbrot? Öko-Test nennt als mögliche Quelle technische Weißöle, die als Schmierfett an Maschinen bei der Produktion verwendet werden. Die Hersteller der beiden im Test durchgefallenen Toastbrote wurden kontaktiert und kündigten an, den Ursachen nachzugehen bzw. diese bereits behoben zu haben.

Auch interessant: Mit diesem genialen Sandwich-Trick sparen Sie viel Zeit und Arbeit.

Toastbrot im Öko-Test: Empfehlungen für acht Produkte mit Note „sehr gut“

Von den 20 getesteten Toastbroten erhielten acht die Bestnote „sehr gut“ – darunter war aber nur ein einziges Bio-Toastbrot.

TostbrotHersteller
Beumer & Lutum Bio Toastbrot WeizenvollkornBeumer & Lutum Bio Toastbrot Weizenvollkorn
Goldähren Vollkorn ToastAldi Süd
Golden Toast Vollkorn ToastLieken
Grafschafter Vollkorn ToastLidl
Harry Vollkorn ToastHarry-Brot
Jeden Tag Vollkorn ToastZentrale Handelsgesellschaft
K-Classic Vollkorn-ToastKaufland
Kornmühle Vollkorn ToastNetto Marken-Discount

Tipps zur richtigen Lagerung von Toastbrot

(mad) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Weiterlesen: Diese drei Sandwich-Rezepte schmecken viel besser als Ihre Standard-Stulle – jetzt probieren!

Quelle: oekotest.de

Auch interessant

Kommentare