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Endlich reich sein – ein Traum, der in der Regel nicht umsonst kommt

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Von: Anna Heyers

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Sich keine Sorgen um Geld machen zu müssen, im Luxus leben, einfach erfolgreich sein – um das zu erreichen, müsste in der Regel erst einmal verzichtet werden.

Zugegeben, am bequemsten ist es wohl, wenn man reich geboren wird. Wer sich selbst ein Millionenvermögen aufbauen möchte, muss in der Regel einiges vermeiden, hart dafür arbeiten und kämpfen. Doch auf dem Weg zum (finanziellen) Erfolg, bleibt in den meisten Fällen leider auch einiges auf der Strecke, wie zum Beispiel Schlaf oder Zeit. Zehn Dinge, die auch verschiedenste Multimillionäre und -milliardäre immer wieder in Interviews und Befragungen nannten, sind besonders oft Opfer auf dem Weg zum Ruhm. Auch, wenn diese Opfer kein Garant fürs reich werden sind.

Weitere Tipps zum Reichwerden gibt auch Jakob Fugger, einer der wohlhabendsten Menschen seiner Zeit und auch die einkommensstärksten Gruppen in Deutschland wurden in einer aktuellen Studie erfasst.

1. Opfer: die Familie

Familie bei Sonnenuntergang am Strand.
Die Familienplanung wird von vielen Erfolgssuchenden erst einmal auf „später“ geschoben. Erst liegt der Fokus voll und ganz auf dem Weg zur finanziellen Unabhängigkeit. Der Strandausflug mit den Liebsten kommt erst am Ziel. © Wavebreak Media Ltd/Imago

Die Wahrheit tut weh, aber klar ist: Die erfolgreichsten Menschen bringen Opfer. Viele Menschen, die finanziell unabhängig werden möchten, schieben Heirat oder Familiengründung vor sich her. Sie wollen ihren Traum verwirklichen und dafür dürfte der Fokus nicht vom Ziel abweichen. Und Eltern, Geschwister und Familienbeziehungen bräuchten Zeit – die gerade in den ersten Monaten und Jahren rar sein kann. Versuchen Sie unbedingt hier ein Gleichgewicht zu finden, mit dem alle zufrieden sein können. Im späteren Verlauf wird sich alles einpendeln, aber man muss sich bewusst sein: Alle Ernährer einer Familie haben viel Zeit und Arbeit investiert, um so erfolgreich zu werden, wie sie es heute sind.

Wer schon Familie hat, wird im Jahr 2023 an einigen Stellen entlastet – eine Erleichterung für alle, die Vermögen aufbauen möchten.

2. Opfer: die eigene Gesundheit

Sehr erfolgreiche Geschäftsführer oder Top-CEOs verbringen etwa 16 Stunden pro Tag mit dem Aufbau des eigenen Imperiums. Besonders in den ersten vier bis fünf Jahren. Das fordert bei vielen Menschen seinen Tribut in Form von Müdigkeit nach einem langen Arbeitstag. Außerdem ist man meist im Dauerstress und kann nicht gut schlafen, wenn das Ziel Sie nachts wach hält oder Sie versuchen, potenzielle Kunden im Ausland zu erreichen. Wichtig ist hier: Achten Sie auf Ihre Gesundheit, indem Sie zum Beispiel Sport treiben, sich richtig ernähren, viel Wasser trinken und regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen gehen. Auch einige Apps können dabei helfen, die mentale Balance nicht zu verlieren und werden sogar von der Krankenkasse übernommen.

Eine junge Frau arbeitet abends übermüdet am Laptop in einem Büro.
Überstunden und kurze Nächte – wer erfolgreich werden möchte, müsste auf Privatzeit und Schlaf oft erst einmal verzichten. © Panthermedia/Imago

3. Opfer: nach und nach die Freunde

Ein Opfer, das man ebenfalls bringen müsste, sind auch Freundschaften. Erst die toxischen Beziehungen, die nur Zeit und Energie kosten, aber einem selbst nichts bringen – nicht mal Freude. Dann würden die Menschen folgen, die einen nicht aktiv besser machen. Für Erfolgssuchende ist es häufig üblich, den eigenen inneren Kreis zu verkleinern. Sie brauchen Menschen, die ihre Probleme und Ambitionen nachvollziehen können und wissen, warum sie sich anstrengen. Das können in der Regel nur Gleichgesinnte. Ihr innerer Kreis sollte sich verkleinern, aber an Wert gewinnen.

4. Opfer: geliebte Hobbys

Hobbys hätten ebenfalls keinen Platz in einer Welt, in der sich alles nur darum drehen sollte, wie man reich und unabhängig wird. Wer gerne malt, Videospiele spielt oder wandert, könnte das dann nachholen, wenn das Ziel erreicht ist. Ausnahmen sind hier die Dinge, die man braucht, um weiterzukommen. Wer einen großen Kundenkreis aufbauen will, der muss sich zum Beispiel mit den sozialen Medien auseinandersetzen. Mit Freizeit und Abschalten hätte das jedoch dann nichts zu tun, einzig und allein mit Akquise.

Immer mehr Dollar-Millionäre weltweit

Laut der Deutschen Presseagentur (dpa) gibt es rund um den Globus immer mehr Dollar-Millionäre. 2021 legte die Zahl dank boomender Börsen und steigender Immobilienpreise zum Vorjahr um knapp 5,2 Millionen auf fast 62,5 Millionen Menschen zu. Das ging aus einer aktuellen Vermögensstudie der Credit Suisse hervor.

5. Opfer: Zeit – für alles

Der Weg zum Erfolg dauert für eine durchschnittliche Person zwischen sieben und zehn Jahren, je nach Branche, emotionaler Intelligenz, den eigenen Fähigkeiten und dem Arbeitsaufwand, den Sie leisten wollen. Die Tage und teilweise Nächte, die am Laptop (den man übrigens von der Steuer absetzen kann) mit Kunden und Verhandlungen verbracht werden müssten, sind der Preis, der für Erfolg gezahlt wird. Hier sollten Sie sich die Frage stellen: Wären Sie bereit, ein paar Jahre lang Opfer zu bringen, um dann den Rest Ihres Lebens zu genießen?

6. Opfer: das Glücklichsein

Mit Geld kann man kein Glück kaufen, das ist mehr als einfach nur ein Sprichwort. Manchmal muss man sein Glück opfern. Niemand ist wirklich glücklich, wenn er 14 bis 16 Stunden am Tag arbeitet. Aber: Ist das Ziel erreicht, hat man wieder mehr Zeit für Hobbys, Familie und eigene Wünsche – im Idealfall arbeiten dann andere für das Unternehmen. Und Sie haben wieder eine Chance auf Glück und Freude.

7. Opfer: das eigene Ich

Sie müssten sich ständig weiterentwickeln. Wer und wie müssten Sie sein, um so erfolgreich zu werden wie möglich? Haben Sie eine Antwort gefunden, müssen Sie hart daran arbeiten, um dieses Ziel zu erreichen, zum Beispiel mit speziellen Fortbildungen oder Coachings. Sich selbst zu verändern, funktioniert nur mit viel Disziplin und Durchhaltevermögen. Wer das nicht hat, oder sich nicht ändern und anpassen will, wird kaum Erfolg haben.

Die meisten Dollar-Millionäre leben in den Vereinigten Staaten von Amerika

Laut Vermögensstudie der Credit Suisse lebten Ende vergangenen Jahres die mit Abstand meisten Dollar-Millionäre  in den USA (fast 24,5 Millionen Menschen – plus 2,49 Millionen zum Vorjahr). Deutschland zählte der Analyse zufolge Ende des Jahres 2021 etwas weniger als 2,7 Millionen Dollar-Millionäre. Das waren nach jüngsten Daten 58.000 weniger als ein Jahr zuvor (Quelle: dpa).

8. Opfer: Sicherheit und Stabilität

Reich werden ist ein bisschen wie eine Achterbahnfahrt. Es dauert eine Weile, bis man am Ziel ist, es geht rauf und runter und man weiß nicht sicher, was hinter der nächsten Steigung kommt. Im realen Leben heißt das, dass man sich stetig behaupten, positionieren und neue Leute treffen müsste. Niemand wird Ihnen lukrative Möglichkeiten auf dem Silbertablett servieren. Um etwas zu erreichen, müssen Risiken eingegangen werden. Wer in einem Umfeld lebt, dass ihn am erfolgreich werden hindert, sollte umziehen. Die Kontrolle liegt bei Ihnen – genau wie die Schuld bei eigenem Versagen.

9. Opfer: Komfort

Luxus-Lebensstil, Reisen erster Klasse, Privatjets, teure Autos – das ist der Lohn am Ende! Der Weg bis dahin ist eher geprägt von Gebrauchtwagen, günstigen Möbeln oder ähnlichem. Zum Glück muss man vieles nicht direkt kaufen, sondern kann es sich ausleihen, zum Beispiel in einer „Bibliothek der Dinge“. Wird man nicht reich geboren, muss man sich den Weg zum Luxus erkämpfen und eben Opfer bringen. Es muss nicht das neueste iPhone sein oder das größte Appartement. Merken Sie sich: Arme Menschen geben Geld aus, um reich auszusehen. Reiche Menschen werden reicher, indem sie ärmer aussehen.

10. Opfer: der eigene Stolz

Wenn Sie zu stolz sind, Inhalte auf Facebook oder Instagram für das Online-Geschäft zu posten, Kunden anzusprechen oder nachzufassen, werden Sie wohl eher nicht erfolgreich. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele und packen Sie es an. Nur so gewinnen Sie.

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