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3.000 Euro Rente im Ruhestand: Nur wenige erreichen diesen Lebensstandard

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Von: Anna Heyers

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Eine Rente von 3.000 Euro im Monat ist zwar möglich, bleibt aber für die meisten Menschen leider ein Wunschtraum. Denn dafür braucht es bestimmte Bedingungen.

Den Ruhestand sorgenfrei und entspannt genießen – und das im besten Fall mit genügend Geld auf dem Konto, um noch viel erleben zu können. Davon träumen wohl die meisten Arbeitnehmer in Deutschland gerne. In der Theorie ist das sogar möglich: mit mehr als 3.000 Euro Rente im Monat. Doch die maximale Rente bekommen nur diejenigen, die mindesten 45 Jahre lang den höchstmöglichen Beitrag in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.

Maximale Rente: Es gibt eine monatliche Höchstgrenze

2021 lag die deutsche Durchschnittsrente bei gerade mal 1.089 Euro pro Monat. Damit es mehr gibt, braucht man mehr sogenannte Rentenpunkte. Denn die bestimmen am Ende des Arbeitslebens, wie hoch die monatliche Rente ausfällt.

Eine ältere Dame steht warm eingepackt am Wasser und schaut lächelnd in die Ferne.
Positiv in die Zukunft blicken fällt auf jeden Fall leichter, wenn man sich im Ruhestand keine Sorgen um Geld machen muss. © RACHEL ANNIE BELL/Imago

Im Moment gibt es für einen Rentenpunkt 36,02 Euro im Westen (Osten: 35,52 Euro). Das eigene Einkommen bestimmt die Anzahl der Rentenpunkte. Mit einem Durchschnittsgehalt von 38.901 Euro (Stand 2022) würde man beispielsweise genau einen Rentenpunkt bekommen. Dabei gibt es allerdings auch eine Höchstgrenze. Im Jahr 2022 liegt diese bei 84.000 Euro pro Jahr. Teilt man diese Summe durch das Durchschnittsgehalt, erhält man die maximale Anzahl an möglichen Rentenpunkten fürs Jahr (2022 = 2,17).

3.000 Euro Rente: Wie kann man die erreichen?

Zuerst sei gesagt: Eine Rente von mehr als 3.000 Euro zu erhalten, ist schwierig. Im Jahr 2020 haben das gerade mal 40 Rentner laut einer Statistik der Deutschen Rentenversicherung geschafft. 2.000 Euro Rente im Monat wären schon viel eher machbar. Wenn man allerdings mit den Höchstbeträgen rechnen würde, ergäbe sich folgendes Beispiel: Max Mustermann arbeitet 45 Jahre lang und erreicht in jedem dieser Jahre zwei Rentenpunkte. Die werden am Ende mit dem aktuellen Rentenwert von 36,02 Euro multipliziert und ergeben eine monatliche Rente von rund 3.242 Euro.

Berechnung der Rente mit der Rentenformel

Entgeltpunkte (max. 2,17) x Zugangsfaktor (Beitragsjahre) x aktueller Rentenwert (36,02 Euro) = monatliche Bruttorente.

Nach dieser Rechnung braucht man im Umkehrschluss für eine monatliche Bruttorente von 3.000 Euro bei 45 Beitragsjahren jährlich 1,85 Rentenpunkte.

Ruhestand: Durchschnittsrente weit von 3.000 Euro entfernt

Mehr als 3.000 Euro monatlich an Rentenzahlungen zu bekommen, wird für die meisten Ruheständler wohl ein Traum bleiben. Aktuell beträgt die Standardrente für jemanden, der 45 Jahre lang Beiträge für ein durchschnittliches Gehalt gezahlt hat, im Westen rund 1.539 Euro brutto. Davon werden noch die Kranken- und Pflegeversicherung abgezogen, damit bleiben rund 1.369 Euro netto (vor Steuern). Übrigens: Zeiten der Kindererziehung lassen sich bei der Rente ebenfalls anrechnen.

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Wer 2020 in Rente ging, für den gibt es im Schnitt 1.182 Euro (Frauen: 774 Euro). Die Witwenrente (Witwer: 316 Euro/Monat, Witwen: 692 Euro/Monat) liegt noch einmal stark darunter, kommt aber mit zur Rente dazu. Wichtig: Davon sind die Pflege- und Krankenversicherung schon abgerechnet, nicht aber die Einkommenssteuer.

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