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Tankrabatt: Spritpreise an vielen Tankstellen schon deutlich gesunken – doch teils große Preisunterschiede

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Senkung der Kraftstoffsteuern - Oldenburg
Ein Mann entnimmt kurz nach Mitternacht die Zapfpistole aus der Tanksäule an einer Tankstelle, um sein Fahrzeug mit Super E10 zum Preis von 1,799 Euro je Liter zu betanken. Die Steuerbelastung auf Kraftstoffe sinkt ab Mittwoch bis Ende August um 35,2 Cent pro Liter bei Superbenzin und um 16,7 Cent pro Liter bei Diesel. © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Von diesem Mittwoch an gilt die Steuersenkung. Eine Blitzanalyse auf Basis von Preisdaten des ADAC vom frühen Morgen in München, Berlin und Hamburg zeigt einen ersten Trend.

Wenige Stunden nach Inkrafttreten der Energiesteuersenkung sind die Spritpreise an vielen Tankstellen kräftig gefallen. Darauf deutet eine Blitzanalyse der Deutschen Presse-Agentur auf Basis von Preisdaten des ADAC aus dem Zeitraum zwischen 6.00 und 7.00 Uhr in München sowie Berlin und Hamburg hin. Allerdings zeigen sich auch teils sehr große Preisunterschiede.

Spritpreise sinken an vielen Tankstellen deutlich

In und um München wies der Tankstellenfinder des Verkehrsclubs am Mittwochmorgen für die überwiegende Mehrzahl der gut 100 betrachteten Tankstellen E10-Preise unter 1,90 Euro aus. Am Dienstag hatten zur gleichen Zeit noch die meisten Tankstellen zwischen 2,10 und 2,30 Euro pro Liter verlangt. Die Ergebnisse für Berlin und Hamburg deuten in die gleiche Richtung.

Bei Diesel überwogen am Mittwochmorgen in und um München Preise zwischen 1,90 und 2,10 Euro. Am Dienstag hatte die Spanne noch zwischen 2,00 und 2,20 gelegen. Im Tagesverlauf könnten die Preise weiter sinken. Einerseits tun sie dies auch an normalen Tagen in der Regel um mehrere Cent, andererseits könnten Tankstellen, die ihre Preise noch nicht gesenkt haben, nachziehen.

Wann entfaltet der Tankrabatt die volle Wirkung?

Im Vorfeld war erwartet worden, dass die Spritpreise am Mittwoch nicht abrupt fallen werden. Grund dafür ist, dass die gesenkte Steuer nicht beim Verkauf an der Zapfsäule, sondern ab Tanklager beziehungsweise Raffinerie anfällt. Das bedeutet, dass alle vor Mitternacht gelieferten Vorräte der Tankstellen noch mit dem normalen höheren Steuersatz belastet sind. Dass die Mehrheit der untersuchten Tankstellen dennoch bereits jetzt die Preise kräftig senkte, könnte eine Folge der hohen öffentlichen Aufmerksamkeit und des damit einhergehenden Wettbewerbsdrucks sein.

Für die Analyse wurden die Preise an rund 400 Tankstellen in und um München, Berlin und Hamburg auf der Homepage des ADAC am Dienstag und Mittwoch jeweils zwischen 6.00 und 7.00 Uhr abgerufen und verglichen. Darunter waren mehr als 100 Tankstellen in und um München. Die Tankstellenbranche hatte sich im Vorfeld der geplanten Entlastungen auf mögliche Engpässe an den Zapfsäulen eingestellt. dpa/ahu

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