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Lawrow äußert sich zu Gerüchten um Putins Gesundheit

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Von: Lukas Zigo

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Erstmals äußert sich mit Außenminister Sergei Lawrow ein hoher Kremlbeamter zu den Spekulationen um Wladimir Putins Gesundheitszustand.

Moskau – Spekulationen um den Gesundheitszustand von Kremlchef Wladimir Putin ziehen seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine ihre Runden durch verschiedenste Medien. Der russische Außenminister Sergei Lawrow dementierte nun Gerüchte über eine Erkrankung Putins. „Ich glaube nicht, dass vernünftige Menschen in dieser Person Anzeichen für irgendeine Art von Krankheit oder Gebrechen sehen können“, sagte Lawrow am Sonntag (30. Mai 2022) auf eine entsprechende Frage des französischen Fernsehsenders TF1.

„Jeden Tag“ trete der im Oktober 70 Jahre alt werdende Putin in der Öffentlichkeit auf. „Man kann ihn auf Bildschirmen sehen, seine Reden lesen und anhören“, sagte Lawrow laut einer vom russischen Außenministerium veröffentlichten Stellungnahme. Sowohl das Privatleben als auch die Gesundheit des russischen Staatschefs sind innerhalb Russlands ein Tabuthema und werden somit fast nie in der Öffentlichkeit diskutiert.

Ukraine News: Putins Gesundheit bleibt ein Tabuthema

Gerüchte um den Gesundheitszustand von Kremlchef Putin kommen jedoch nicht zum erstem Mal auf. Bereits 2012 wurden Mutmaßungen über eine etwaige Erkrankung Putins angestellt, als dieser zwei Monate keine Auslandsreise unternommen hatte. Während von offiziellen russischen Medien und Sprecher immer die volle Gesundheit des Kremlchefs versichert wird, zeigt sich bei öffentlichen Fernsehauftritten ein anderes Bild. Ein geschwächter Putin hinkend auf dem Roten Platz. Zuletzt hatte ein FSB-Agent davon gesprochen, dass Putin nur noch drei Jahre zu leben habe.

Lawrow und Putin
Lawrow und Putin im Jahr 2017. (Archivfoto) © Alexander Zemlianichenko / AP / dpa

Der nun seit mehr als zwei Jahrzehnten die Geschicke Russlands bestimmende Putin hatte am 24. Februar einen Militäreinsatz in der benachbarten Ukraine angeordnet. Seitdem wurden Tausende Menschen getötet und 6.7 Millionen Ukrainer (laut UNHCR) zur Flucht aus ihrem Land getrieben. Als Reaktion verhängte der Westen bislang beispiellose Sanktionen gegen Russland. (lz/AFP)

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