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Südwest-FDP dringt auf deutliche Verlängerung der Atomlaufzeiten

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Hans-Ulrich Rülke
Die FDP in Baden-Württemberg fordert eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten für die verbliebenen drei AKWs in Deutschland. © Uli Deck/dpa

In Berlin zoffen sich Grüne und FDP über die Atomkraft. Die Liberalen wollen, dass die AKW bis 2024 laufen. In Stuttgart legt die FDP noch einen drauf: Die Meiler müssten so lange laufen, wie sie gebraucht werden.

Stuttgart (dpa/lsw) - Die FDP in Baden-Württemberg fordert eine deutliche Verlängerung der Laufzeiten für die verbliebenen drei Atomkraftwerke in Deutschland. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke will am Donnerstag (09.30) im Landtag seine Vorschläge vorstellen. Der Titel der von der FDP beantragten Debatte heißt: «Mit Kernkraft durch Krieg und Krise.»

Rülke sagte im «Badischen Tagblatt» (Donnerstag), es müssten neue Brennstäbe für die Meiler gekauft und voll genutzt werden. Wenn das bedeute, dass die AKW dann bis 2026 laufen müssten, sei das eben so. «Und das ist auch sinnvoll in der gegenwärtigen Lage. Die Kernkraftwerke müssen laufen, so lange es notwendig ist und sie gebraucht werden.»

Es geht um die Atomkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim II und Emsland, die ursprünglich Ende des Jahres als letzte vom Netz gehen sollten. Wegen der Energiekrise will Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) die zwei süddeutschen AKW für den Fall von Engpässen in der Stromversorgung bis ins Frühjahr einsatzbereit halten. Die Bundes-FDP dringt dagegen auf einen Weiterbetrieb aller drei verbliebenen AKW bis ins Jahr 2024.

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