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Atomwaffen-Einsatz gegen Russland - Donald Trumps Vorschlag löst Entsetzen aus

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Von: Daniel Dillmann

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Im Interview mit Fox News empfiehlt Donald Trump, Russland wegen des Angriffs auf die Ukraine mit dem Einsatz von Atomwaffen zu drohen.

Update von Donnerstag, 24.03.2022, 11.45 Uhr: Die Empfehlung Donald Trumps, Russland wegen des Ukraine-Kriegs mit dem Einsatz von Atombomben zu drohen, hat in den USA für breites Entsetzen gesorgt. Während Vertreterinnen und Vertreter beider Parteien die Idee deutlich ablehnten, freuten sich die Late-Night-Moderatoren vor allem über die Tatsache, dass Trump in Washington nichts mehr zu sagen habe.

Former US President Donald Trump Holds Rally In Florence, SC
Donald Trumps Idee, Russland im Ukraine-Krieg mit Atomwaffen zu drohen, kommt in den USA nicht gut an. © Sean Rayford/AFP

„Jeder weiß, dass wir eine Nuklearmacht sind“, sagte beispielsweise Seth Meyers zum Vorschlag Donald Trumps. Niemand müsse daran erinnert werden. Man könne sich glücklich schätzen, dass Trump während des Ukraine-Kriegs nicht in Amt und Würden sei. „Niemand braucht die Vorschläge eines Trottels wie Trump“, der „weder die Ukraine noch Russland auf einer Karte finden würde“, so Meyers.

Ukraine-Krieg: Donald Trump würde Russland mit US-Atomwaffen drohen

Erstmeldung vom 22.03.2022, 12.00 Uhr: Washington D.C. - Mit Blick auf den Ukraine-Krieg ist Donald Trump sich sicher: Wäre er noch Präsident der USA, den Krieg hätte es nicht gegeben. „Mit einhundertprozentiger Sicherheit“ wäre das nicht passiert, so Trump im Interview mit dem konservativen Nachrichtensender Fox News. „Sie sagen, es war meine Persönlichkeit, die den Krieg damals verhindert hat“, sagte Trump in seiner bekannten Art über ungenannte Personen, die angeblich immer das sagen, was er wohl gerne über sich hören würde.

Schuld am Krieg trägt aus Sicht von Donald Trump auch nicht Russlands Präsident Wladimir Putin und noch nicht einmal dessen ukrainischer Kollege Wolodymyr Selenskyi*. Die Verantwortung liege stattdessen bei dem amtierenden US-Präsidenten, Joe Biden, der noch diese Woche zuerst zur Nato* nach Brüssel und von dort weiter nach Polen reisen wird. Polen teilt sich eine mehr als 500 Kilometer lange Grenze mit der Ukraine.

Ukraine-Krieg: Donald Trump beschimpft Joe Biden – „Weil er dumm ist“

Doch all das sei viel zu spät, so Donald Trump. Joe Biden habe alle Trümpfe in der Hand gehabt, aber die guten Karten verspielt, und nun kaum noch eine Möglichkeit, im Ukraine-Konflikt einzugreifen. „Weil er dumm ist“, so das simple Urteil Trumps. Biden würde sich nicht nur von Russland über den Tisch ziehen lassen, selbst die Verbündeten der USA in der EU* und das gemeinsame Verteidigungsbündnis Nato würden die Vereinigten Staaten übervorteilen.

Donald Trump gibt bei Fox News Ratschläge für die US-Politik im Ukraine-Krieg.
Donald Trump gibt bei Fox News Ratschläge für die US-Politik im Ukraine-Krieg. (Screenshot) © Youtube

Neben Joe Biden machte Donald Trump auch Wladimir Putin schwere Vorwürfe im Ukraine-Krieg. Der russische Präsident würde den Tod tausender Zivilisten in Kauf nehmen und auch nicht davor zurückschrecken, weitere Grausamkeiten zu begehen. Vor und während seiner Amtszeit hatte Trump Putin stets in den höchsten Tönen gelobt und sich mit seiner Freundschaft zum russischen Präsidenten gebrüstet.

Donald Trump hat die Lösung für den Ukraine-Krieg parat

Nun aber würde Donald Trump, hätte er noch was zu sagen, einen gänzlich anderen Weg im Umgang mit Russland einschlagen. Man könne „nicht länger zuschauen, wie Putin die Leute ermordet“. Der russische Präsident habe sich verändert, er sehe anders aus und man müsse sich Sorgen um seine Gesundheit machen. Trump hatte bereits empfohlen, Russland selbst zu bombardieren, mit Kampfjets der US-Luftwaffe, auf die man vorher die Flagge der Volksrepublik China* pinseln solle, um den Angriff Peking in die Schuhe zu schieben. Kurz darauf berichtete Trumps ehemaliger Anwalt, Rudy Giuliani, davon, sein Chef habe Putin einst mit der Bombardierung der Basilius-Kathedrale in Moskau* gedroht.

Donald Trump und Wladimir Putin
Matroschkas von Donald Trump und Wladimir Putin. (Symbolfoto) © Imago Stock & People/Imago Images

In Sachen Militärhilfe würde Donald Trump selbstverständlich auch weitergehen als sein Nachfolger Joe Biden. Trump würde nämlich nuklear betriebene U-Boote in den Ukraine-Krieg schicken. Die müsste man vorher noch mit Atomsprengköpfen bestücken. „Meinetwegen haben wir die besten Atomwaffen der Welt“, so Trump. Mit denen sollte man nun dem Kreml drohen. „Beten wir aber alle zu Gott, dass wir sie nie benutzen müssen“ so Trump. (dil)

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